Mehr als Strom, Schaltkreise und Kabelinstallationen: Am Girls'Day Berufe im E-Handwerk kennenlernen

veröffentlicht am 29.03.2017

Mathematikerin, Anlagemechanikerin oder doch Systemelektronikerin? Am 27. April 2017 können sich Mädchen im Rahmen des bundesweiten Berufsorientierungstages "Girls'Day: Mädchen-Zukunftstag" über Berufs- und Studienfelder informieren, die sie, trotz oft hervorragender Zukunftschancen, bei der Berufsorientierung bislang eher selten in Betracht ziehen. Dazu zählen auch Berufe im E-Handwerk.

Ganz gleich, ob Elektronikerin in den Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Automatisierungstechnik, als Elektronikerin für Maschinen- und Antriebstechnik, Systemelektronikerin sowie Informationselektronikerin mit Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik oder Bürosystemtechnik: Am Girls'Day erfahren Mädchen der Klassenstufen fünf bis zehn in teilnehmenden Betrieben und Unternehmen mehr über diese sieben Berufe im E-Handwerk. Neben ersten Einblicken in die konkrete Arbeit bietet sich dabei auch die Gelegenheit, mit Mädchen und Frauen ins Gespräch zu kommen, die bereits eine Ausbildung im E-Handwerk absolvieren oder erfolgreich in diesem Bereich arbeiten.

E-Handwerksberufe bieten Zukunftschancen

Darüber hinaus geht es darum, die Arbeitsfelder und Ausbildungsinhalte kennenzulernen und dabei mit längst überholten Bildern von den Inhalten und Tätigkeiten in diesem Berufszweig aufzuräumen: Statt Schaltkreise und Kabelinstallationen werden im E-Handwerk Themen wie Energieeffizienz, E-Mobilität, Smart Home oder vernetzte Sicherheitstechnik immer wichtiger. E-Handwerker und E-Handwerkerinnen sind somit gefragt, wenn es darum geht, diese innovativen Zukunftstechniken zu beherrschen, ihre Entwicklung und Nutzung im Alltag mitzugestalten. Spezialistinnen und Spezialisten mit handwerklichem Geschick und klugem Kopf sind dabei heiß begehrt, denn rund 27.000 Betriebe im E-Handwerk aus ganz Deutschland sind derzeit auf der Suche nach Fachkräfte-Nachwuchs.

Girl-Power ist gefragt

Vor allem Mädchen gilt es, für eine Ausbildung im E-Handwerk zu begeistern, denn sie bringen für diesen Handwerksberuf mit Potenzial andere Fähigkeiten mit. "Auch wenn wir kräftemäßig auf der Baustelle nicht immer mithalten können, haben wir andere Stärken: Frauen sind einfach geschickter in feineren Arbeiten und haben meist eher das Talent zum räumlichen Denken", so Carina Haders, Elektronikerin für Energie-und Gebäudetechnik. "Wichtig ist, dass man mit anpackt und sich für nichts zu schade ist", so die 22-Jährige weiter. Dies hat sie erfolgreich umgesetzt, denn Carina Haders hat nicht nur ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, sondern ist mittlerweile sogar Elektrotechnik-Meisterin.

Vielfältige Karrieremöglichkeiten

Überhaupt bieten die Berufe im E-Handwerk vielfältige Karrierechancen: Diese reichen von der angestellten Fachkraft über ein Studium oder eine internationalen Expertenkarriere als Angestellter bis hin zum Meistertitel mit der Möglichkeit, bereits in jungen Jahren selbst Unternehmer zu werden. So wie Carolin Leinhauer, die mit gerade einmal 29 Jahren Teilhaberin und Geschäftsführerin im heimischen Familienunternehmen ist. "Direkt nach der Realschule wusste ich noch nicht so genau, wie mein weiterer Weg aussehen sollte. Deshalb bin ich dann erst einmal auf die Fachoberschule gegangen. Anschließend habe ich im Elektrogroßhandel ein duales Studium als Handelsfachwirtin absolviert. Danach kam die 'zündende Idee', in unseren eigenen Betrieb einzusteigen". Ein Ende ist nicht abzusehen, denn aktuell befindet sie sich in der Meisterausbildung.


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