Kulturagenten für kreative Schulen: Schule und Kultur zusammenbringen

veröffentlicht am 25.01.2018

Das Programm "Kulturagenten für kreative Schulen" ist den meisten, die an kultureller Bildung interessiert sind, ein Begriff. Jetzt gibt es auf www.kulturagenten.eu den "Kulturagenten-Kosmos" – eine neue Website, die in anschaulicher und zugänglicher Form erklärt, worum es bei den "Kulturagenten" und kultureller Bildung geht.

Drei Menschen schauen nach oben in ein gesponnenes Netzwerk

Einblicke in die Praxis kultureller Bildung

Was sind Kulturagenten und wie arbeiten sie? Was bewirkt ihre Arbeit an den Schulen? Welchen konkreten Nutzen bringen Kulturagenten für Schülerinnen und Schüler, für Kulturinstitutionen und Kunstschaffende, und worin besteht überhaupt die Relevanz von kultureller Bildung? Antworten auf diese Fragen gibt jetzt der Kulturagenten-Kosmos.

Der Kosmos nimmt alle an Schule und kultureller Bildung Interessierten mit auf eine Reise. In kompakter und anschaulicher Form erfährt man dabei, weshalb es das Programm "Kulturagenten für kreative Schulen" gibt. Es bringt Schulen und Partner aus Kunst und Kultur zusammen und unterstützt sie dabei, ein fächerübergreifendes Angebot kultureller Bildung dauerhaft an der Schule zu verankern. Im Kosmos finden sich Stimmen und Geschichten von Menschen, die das Kulturagentenprogramm gestalten: Schulleitungen, Vertreterinnen und Vertreter von Kulturinstitutionen und Bildungsbehörden, Schülerinnen und Schüler und die Kulturagentinnen und Kulturagenten selbst. Für Lehrerinnen und Lehrer bietet er außerdem Downloads von Arbeitsmaterialien und konkrete Beispiele von Projekten. Der Kosmos bietet damit praxisbezogene Einblicke in Formate, Methoden und Materialien, die zum Erfolg des Programms beigetragen haben.

Der Kulturagenten-Kosmos macht Erfahrungen und Erkenntnisse sichtbar

Der Kulturagenten-Kosmos ist ein weiteres Ergebnis aus der Modellphase des Kulturagenten-Programms. Dieses wurde zum Schuljahr 2011/12 in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen an 138 Schulen gestartet. Gemeinsam mit Kulturagentinnen und Kulturagenten sowie Kulturinstitutionen vor Ort haben die Schulen nachhaltige Strukturen für ein vielfältiges Angebot der kulturellen Bildung entwickelt und eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Schulen, Kulturinstitutionen, außerschulischen Partnern sowie Künstlerinnen und Künstlern aufgebaut. Insgesamt haben die Schulen in der Modellphase über 1.200 künstlerische Projekte beantragt, die mit rund 7,3 Millionen Euro gefördert wurden. Gemeinsam mit über 620 Kulturpartnern haben sie Projektwochen, Workshops oder mit dem Unterricht verbundene Projekte entwickelt, die sowohl in der Schule als auch in Museen, Theatern, Opernhäusern, Galerien, Bibliotheken, Musikschulen, Jugendkunstschulen oder Kulturzentren stattgefunden haben.

Vom Modell zur Verstetigung des Programms in den Bundesländern

In der zweiten Phase des Kulturagentenprogramms liegt der Schwerpunkt in der verlässlichen Einbindung des Programms in die jeweiligen Länderstrukturen und dem Transfer der Ergebnisse aus der Modellphase. Seit dem Schuljahr 2015/16 läuft daher in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen bis Sommer 2019 eine vierjährige Überleitungsphase, die durch die MUTIK gGmbH, die Kulturstiftung des Bundes, die Stiftung Mercator und die beteiligten Bundesländer gefördert sowie in einigen Bundesländern auf kommunaler Ebene unterstützt wird. Die Kulturagentinnen und Kulturagenten werden Schulen, Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturinstitutionen miteinander vernetzen, um Kunst und Kultur zum festen Bestandteil des Schulalltags für viele Schülerinnen und Schüler werden zu lassen. Ziel dieser Phase ist es, die gesammelten Erfahrungen, Instrumente und das Wissen aus dem Modellprogramm in den Schulen weiter zu verankern sowie an andere interessierte Schulen und Kultureinrichtungen weiterzugeben.


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