Internationale Wochen gegen Rassismus 2018

veröffentlicht am 07.03.2018

Vom 12. März bis zum 25. März 2018 finden wieder die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Die Aktionswochen finden alljährlich um den 21. März, den Internationalen Tag gegen Rassismus, im Zeichen für Solidarität mit den Gegnerinnen und Gegnern und Opfern von Rassismus statt.

Hand mit bunten Fingern am Handschuh

Internationale Wochen gegen Rassismus werben für Respekt und Teilhabe Rund 60 Veranstaltungen gehören zum Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 12. bis zum 25. März, die dieses Jahr zum 15. Mal in Leipzig stattfinden.

Die bundesweiten Aktionswochen wollen den Blick auf rassistisches und diskriminierendes Denken und Verhalten lenken und Strategien für ein gelingendes Miteinander aufzeigen. Insgesamt wirken 50 Vereine und Initiativen, kulturelle Einrichtungen, soziokulturelle Zentren sowie weitere Organisationen mit. Podiumsdiskussionen, Workshops, Filmvorführungen mit Diskussion, Theaterstücke sowie Lesungen thematisieren das Erstarken von Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremen Bewegungen in der Gesellschaft, erinnern aber zum Beispiel ebenso an Antisemitismus und Antiromaismus während der nationalsozialistischen Diktatur.

Ziel der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus werben für Respekt und Teilhabe. Die bundesweiten Aktionswochen wollen den Blick auf rassistisches und diskriminierendes Verhalten lenken und mit einem breiten Angebot an Workshops, Veranstaltungen, Lesungen, Podiumsdiskussionen und Filmvorführungen ein Zeichen für Vielfalt setzen und informieren. Wir haben für Sie Informationen und Unterrichtsmaterial zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus zusammengestellt.

Geschichte

Sharpeville, Südafrika: Am Vormittag des 21. März 1960 fanden sich an verschiedenen Orten der kleinen Stadt 50 km südlich von Johannesburg zwischen 5.000 und 7.000 Menschen zusammen. Sie folgten einem Aufruf des Pan African Congress, der eine fünftägige gewaltfreie und friedliche Protestaktion angekündigt hatte und demonstrierten gegen die Passgesetze des Apartheid-Regimes.

Von der Polizei wurden die friedlichen Demonstrierenden im Sharpeviller Zentrum mit Tränengas und niedrig fliegenden Flugzeugen kontrolliert, als dann die Situation eskalierte. Die Polizei schoss auf Grund mutmaßlicher Steinewerfer in die Menge. Dabei wurden 69 Menschen getötet, hunderte Menschen, darunter auch Kinder, wurden verletzt.

Heute

Als Gedenktag an das Massaker von Sharpeville wurde sechs Jahre später, 1966, der 21. März von den Vereinten Nationen zum "Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung" ausgerufen. 1979 wurde dieser Gedenktag durch die Einladung der Vereinten Nationen an ihre Mitgliedstaaten ergänzt, alljährlich eine Aktionswoche der Solidarität mit den Gegnerinnen und Gegnern und Opfern von Rassismus zu organisieren. Auch in diesem Jahr finden wieder Veranstaltungen und Aktionen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.

Wir haben für Sie Unterrichtsmaterial rund um die Internationalen Wochen gegen Rassismus zum Thema Rassismus, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zusammengestellt.


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