Das nationale Netzwerk der Europäischen Agentur

Veröffentlicht am 28.12.2004

Ein europäisches Netzwerk für die sonderpädagogische Förderung wird erst effektiv und nutzbringend, wenn sich gleichzeitig ein nationales Netzwerk entwickelt. Der Aufbau eines nationalen Netzwerkes ist somit ein wesentliches Ziel der European Agency for Development in Special Needs Education (EA).

Föderalistisches Deutsches Bildungssystem

Die Außendarstellung des Deutschen Bildungssystems mit seinen sonderpädagogischen und integrativen Entwicklungen gestaltet sich aufgrund der 16 Bundesländer und ihrer speziellen Situation schwierig. Eindeutige Fragen können nicht immer allgemein gültig beantwortet werden. Für ein föderalistisches System wie dem unseren - in dem jedes Bundesland über eigene Gesetze, Konzepte und Regelungen entscheidet - kann ein funktionierendes nationales Netzwerk großen Nutzen bringen.

 

Dazu gehören:

  • Positive Anregungen für eigene innovative Entwicklungen im Bereich der sonderpädagogischen Förderung.
  • Vereinfachungen bei der Planung und Organisation von Informationsveranstaltungen, Tagungen, Exkursionen, Expertentreffen oder Seminaren.
  • Der Aufbau nationaler Informationsdatenbanken für mehr Transparenz, verbesserte Vergleichbarkeit für eine effektivere Nutzung.
  • Der Informationszugang zu vorhandenen Informationsressourcen über funktionierende Praxisbeispiele und erfolgreiche Projekte zu spezifischen Themenschwerpunkten.
  • Die bessere Nutzung von Drittmitteln durch andere europäische Projekte.

Nationales Netzwerk

Zielgruppen

Die wichtigsten Zielgruppen für die Arbeit sind Entscheidungsträger sowie Experten, die überall in Europa auf Politik und Praxis der sonderpädagogischen Förderung Einfluss nehmen, sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene. Als Experten werden alle in den Prozess involvierte Personen angesehen.

Kontaktpersonen in jedem Bundesland

In den zurückliegenden Jahren hat sich ein loses Netz interessierter Ansprechpartner aus Elternschaft, Lehrkräften, Therapeuten, Universitäten und Hochschulen, Verbänden und Vereinen entwickelt. Auf diese Weise können Anfragen zu Bildungsinformationen, bildungspolitischen Entwicklungen, Vermittlung von Projekten, Praktika oder Kontakte zu nationalen und internationalen Experten und Expertinnen effektiver realisiert werden. Um dieses Netz auf ein vernünftiges Fundament zu stellen haben sich auf bildungspolitischer Ebene die Experten der Kultusministerkonferenz(KMK)- Gruppe 'Sonderpädagogische Förderung' dahingehend geeinigt, für jedes Bundesland einen offiziellen Ansprechpartner für die Belange der EA zu benennen. Diese verfügen über ein entsprechendes Know-how in ihrem eigenen Bundesland - ein weiterer Schritt, um einen möglichst effektiven Informationszugang auf Länderebene zu gewährleisten.

 

Tätigkeitsfelder der EA

Das nationale Tätigkeitsfeld der EA lässt sich zur besseren Übersichtlichkeit in vier Bereiche gliedern:

  • Aktuelle Themen
  • Service und Beratung
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Europäischer Austausch

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Avatar Anette Hausotter

ist nationale Koordinatorin der European Agency for Development in Special Needs Education für die Bundesrepublik Deutschland.

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