Krieg im Netz: Kinder vor drastischer Gewalt schützen

veröffentlicht am 09.09.2014

Im Internet kursieren viele brutale Bilder und Videos, die Kinder und Jugendliche verstören können. "SCHAU HIN!" rät, Kinder vor ungeeigneten Inhalten zu schützen.

Irak, Syrien, Ukraine: Extreme Darstellungen wie blutige Kämpfe oder gar Hinrichtungen können Heranwachsende über Messenger oder in sozialen Netzwerken erreichen und eine verstörende Wirkung auf sie ausüben. Dabei werden solche drastischen Bilder und Videos bisweilen sogar noch mit hämischen Kommentaren versehen, die der Gewaltverherrlichung, extremistischer Propaganda oder voyeuristischer Ausschlachtung dienen und Heranwachsende zusätzlich beeinträchtigen können. "Wissen Eltern darüber Bescheid, wie und wo ihr Kind im Internet unterwegs ist und informieren sie sich außerdem über aktuelle Trends, so können Eltern auch ihr Kind gut vor nicht altersgerechten Inhalten warnen und Ansprechpartner sein", sagt Kristin Langer, Mediencoach von "SCHAU HIN!".

Kinder begleiten

Am besten begleiten Eltern ihre Kinder von Anfang an bei der Mediennutzung und sprechen mit ihnen über unpassende Inhalte in den Medien. Dabei können sie ihren Schützlingen raten, wie sie sich im Internet schützen. Haben Kinder Gewaltvideos im Netz gesehen, sollten Eltern das Gespräch suchen, damit Heranwachsende das Gesehene besser verarbeiten können. Statt mit Verboten zu drohen, hilft ein besonnener Austausch, wie ihr Kind an diese Videos gelangt ist.

Schutzprogramme installieren

Ergänzend zur aufmerksamen Begleitung richten Eltern idealerweise eigene Nutzerkonten für ihre Kinder ein, aktivieren Sicherheitseinstellungen, setzen geeignete Inhalte als Lesezeichen und installieren unterstützende Jugendschutzprogramme. Kinder brauchen je nach Alter und Reife unterschiedliche Bewegungsräume im Netz. Eltern sind gut beraten, die Einstellungen regelmäßig zu überprüfen und den Zugang mit einem sicheren Passwort zu regulieren. Eltern können ihr Kind dafür sensibilisieren, sich mitzuteilen, wenn es auf unpassende Inhalte im Internet trifft. Besonders wachsam sollten Eltern bei gewalthaltigen Inhalten oder Beiträgen sein, die diese legitimieren oder verherrlichen, problematische Parolen verbreiten und Hass gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen schüren.


Kommentare zu dieser News

Keine Kommentare gefunden!

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.


ANZEIGE

50% Rabatt auf alle Produkte von "Jugend und Bildung" sichern!

Registrieren Sie sich noch heute als Premium-Mitglied und nutzen Sie den Preisvorteil!

Die neuesten News