#BiDiWe15: Den digitalen Wandel stärken

veröffentlicht am 19.06.2015

Am vergangenen Montag war Bildung das große Thema in Berlin: Auf zwei zeitgleich stattfindenden Fachtagungen der Regierungsfraktionen, der SPD (#BiDiWe15) und der CDU/CSU (#digitalleben), fanden (Hochschul-)lehrende, Journalisten und Akteure aus der Wirtschaft zusammen, um die Zukunft der digitalen Bildung zu erörtern und voranzutreiben.

"Seid dabei, tauscht euch aus, vernetzt euch!" - in der (für Twitter typischen) Du-Form forderte Saskia Esken, MdB der SPD und Mitglied im Ausschuss digitale Agenda die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Geschlossenheit auf. Die Diskrepanz zwischen der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler, die tagtäglich mit digitalen Medien umgehen, und der Schule wird stetig größer. Aber auch für die Vorreiter ist es nicht immer leicht: Das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern sowie die föderale Struktur, fehlende digitale Infrastruktur, Unwissenheit oder schlicht ablehnende Haltung gegenüber den "neuen Medien" machen es zu einem schwierigen Unterfangen, den digitalen Wandel herbeizuführen, wie die Kommentare auf der Tagung zeigten.

Rückblick auf die Tagung der SPD-Fraktion

Kleine und große Fragen

In den Keynotes von Saskia Esken, Ties Rabe (Senator für Schule, Hamburg) und Prof. Dr. Christoph Igel (Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz/TU Chemnitz) wurde schnell der gemeinsame Nenner klar: Es soll sich etwas tun. Fragen stellen sich dabei auf allen Ebenen: Während Esken vor allem einen medienkompetenten Umgang forderte und aufwarf, wie dieser zu bewerkstelligen sei, ging es bei den anschließenden Workshops bis in die Details der Mediennutzung.

Noch viel zu tun

Prof. Dr. Igel erklärte, dass der Umgang mit dynamischen Medien, wie er für Jugendliche schon normal ist, noch nicht in der Schule angekommen sei. Doch das sei nötig, bekräftigte auch Ties Rabe, da bei Jugendlichen eine Abhängigkeit von den Medien zu erkennen sei: Als seine Tochter ihr Smartphone verloren habe, fühlte es sich für sie so an, als löse sich ihr Leben auf ... Für die Schule könne das nur heißen, den aufgebauten Abstand zwischen Unterricht und dem Leben mit Medien wieder zu verringern und einen Anker zu bieten.

Lichtblicke

Diese sehr starke Zuspitzung war jedoch nicht als Plädoyer für eine mediale Dauernutzung gedacht. Vielmehr zeigten zahlreiche Beispiele - von geförderten Institutionen bis hin zu engagierten Pädagogen -, dass die Integration von digitalen Medien nützlich und gewinnbringend sein kann, gerade wenn es um den Umgang mit steigender Heterogenität oder die schulische Inklusion geht.

Fazit

Insgesamt zeigte der Tagungstag, dass es viele Engagierte in dieser sich im Wandel befindlichen Bildung gibt, die sich nicht weiter erlauben kann, digitale Realität zu ignorieren.


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