Händels Wassermusik aus dem Jahr 1715 ist nicht gerade die Musik, die Kinder von heute begeistert. Doch wenn sie sie mithilfe digitaler Techniken neu vertonen und ihre eigenen Bilder dazu finden können, kann das viel Spaß machen. Außerdem können sie dabei eine ganze Menge über "Wasser als Quelle des Lebens" lernen und ihre Umwelt mithilfe von Medien neu entdecken. Dies bewies ein Projekt des Medienzentrums München mit Schülerinnen und Schülern einer ersten Klasse an einer Münchner Grundschule. Die Kinder erstellen ihre eigene Wassermusik am Computer. Dabei sollte gezeigt werden, wie Händel wohl heute klingen würde.
Die Schülerinnen und Schüler sollen
Ziel des Projektes war es, die Kinder ihre Umwelt medial erkunden zu lassen und die Ergebnisse am Computer mithilfe einer Autorensoftware (Mediator 7.0) zu bearbeiten und zu präsentieren. Ausgehend von den Assoziationen zur Wassermusik von Georg Friedrich Händel machten sich deshalb 26 Kinder auf die Suche nach Anzeichen für Wasser in ihrer Umwelt und dokumentierten die gefundenen Spuren in Form von Bildern und Tönen. Anschließend wurde das gesammelte Material als Grundlage zur kreativen Erstellung einer eigenen Wassermusik verwendet und neu zusammengestellt.
Günther Anfang ist Medienpädagoge und seit 1980 am JFF (Jugend Film Fernsehen e. V.) - Institut für Medienpädagogik in München, seit 1982 Leiter des Medienzentrum München und seit 1994 Leiter der Abteilung Praxis am JFF. Er ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift merz - medien+erziehung.
Kathrin Demmler ist Medienpädagogin und arbeitet mit dem Schwerpunkt Multimedia seit 1999 am JFF - Institut für Medienpädagogik in München. Von ihr gibt es zahlreiche medienpädagogische Veröffentlichungen und Fachbücher.
Komponist, historische Persönlichkeit, Audiobearbeitung, Gender