Stefan Schuch
23.03.2009

Der Versailler Vertrag: Eine schwere Hypothek

Mit der Unterschrift der deutschen Delegation unter Führung von Matthias Erzberger unter den Versailler Vertrag hatte die junge Weimarer Republik - wie die Geschichte lehrt - eine schwere Hypothek auf sich genommen.
 

Obwohl von allen deutschen Parteien als ungerechtes Diktat der Siegermächte des Ersten Weltkriegs abgelehnt, gab es für den neuen deutschen Staat im Sommer 1919 keine Alternative zur Unterzeichnung des Vertragswerks. Dieses regelte ganz genau, wie Deutschland, das nach Artikel 231 zum Alleinschuldigen am Ersten Weltkrieg erklärt wurde, Sühne zu leisten hatte. Der "Schmachfriede" von Versailles, wie er einhellig verstanden wurde, machte es den republikanisch gesonnenen Politikern von Beginn an schwer, die neue Demokratie positiv zu attributieren. Denn schon gleich wurden Stimmen laut, die die Republik für diese auch moralisch empfundene Demütigung verantwortlich machten.

 

Kompetenzen

Fachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • die wesentlichen Inhalte des Versailler Vertrags kennen lernen.
  • sich mit Reaktionen von Zeitgenossen beschäftigen.
  • sich mit der zeitgenössischen Kritik an dem Vertragswerk in Form von Karikaturen auseinandersetzen und dabei auch die Fähigkeiten im Umgang mit dieser Quellengattung vertiefen.

Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • mit Computer und Internet Rechercheaufgaben zum Versailler Vertrag bearbeiten.
  • Online-Quellen und digitale Publikationen zielgerichtet nutzen und auswerten.
  • Textarbeit am Bildschirm zielgerichtet erproben.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaDer Versailler Vertrag: Eine schwere Hypothek
AutorStefan Schuch
FachGeschichte
ZielgruppeJahrgangsstufe 9 bis 12
Zeitraum2-3 Stunden
Technische Voraussetzungenje ein Computer mit Internetzugang für zwei Lernende, Office-Software

Didaktisch-methodischer Kommentar

Hintergründe
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich zunächst in einer Online-Recherche wichtige Aspekte des Versailler Vertrags. Die auf dem Arbeitsblatt angegebene Internetseite bietet dabei eine gute Inhaltsübersicht des Vertragswerks, so dass eine zielgerichtete und damit relativ zügige Recherche möglich ist.

Reaktionen
Im nächsten Schritt sollen sich die Lernenden mit den Reaktionen von Politikern und Zeitzeugen auf den Inhalt des Versailler Vertrags befassen und diese auswerten. Dabei erfahren sie, dass nicht nur die deutsche Seite den Friedensvertrag negativ gesehen hat.

Zeitgenössische Karikaturen
Das Vertragswerk von Versailles wurde auch in zahlreichen Karikaturen der Zeit kommentiert, mit diesen setzen sich die Schülerinnen und Schüler dann anschließend auseinander. Hier bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an, da eine Reihe von Karikaturen zur Untersuchung zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse der Karikaturen-Interpretation sollten der Klasse abschließend in einer Präsentation vorgestellt werden.

Internetadresse

Download

versailler_vertrag_materialien.rtf
 

Informationen zum Autor

Stefan Schuch unterrichtet Deutsch und Geschichte am Chiemgau-Gymnasium in Traunstein und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht.

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