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Das Immunsystem

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler den Aufbau und die Funktionsweise des Immunsystems kennen, verstehen Ursachen und Folgen von Infektionskrankheiten und wie die Immunabwehr funktioniert. Sie reflektieren Antibiotika und Resistenzen sowie die Wirkungsweise von Impfungen und Immunisierung. Diese Unterrichtseinheit bietet einen fundierten und lernendennahen Einstieg in die Immunbiologie. Im Mittelpunkt stehen die Ursachen und Folgen von Infektionskrankheiten, Bakterien und Viren sowie die von ihnen verursachten Krankheiten. Arzneimittel wie Antibiotika (Penicillin) werden thematisiert. Erläutert werden die Grundprinzipien der Immunabwehr: die Unterscheidung zwischen unspezifischer und spezifischer Abwehr, die Rolle von wichtigen Immunzellen wie Fresszellen, B- und T-Lymphozyten sowie die Bildung von Antikörpern und Gedächtniszellen. Zusätzlich werden die Prinzipien der aktiven und passiven Immunisierung erläutert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Immunisierung. Dabei werden auch gesellschaftlich relevante Fragen wie Impfpflicht und Eigenverantwortung reflektiert. Zielsetzung: Ziel der Einheit ist es, die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, biologische Grundlagen des Immunsystems zu verstehen, Infektionsgeschehen nachzuvollziehen und die Wirkungsweise von Impfungen zu erklären. Kompetenzerwerb: Die Lernenden beschreiben die grundlegenden Mechanismen der Immunabwehr, erläutern Ursachen und Folgen von Infektionskrankheiten und die Wirkungsweise von Impfungen und beurteilen Maßnahmen zur Gesunderhaltung und Prävention. Durch Arbeitsblätter, anschauliche Schaubilder und Diskussionen werden Fach und Urteilskompetenz gezielt gefördert. Die Themen der Immunbiologie sind für Schülerinnen und Schüler von hoher lebensweltlicher Bedeutung, da sie direkt an eigene Erfahrungen mit Infektionskrankheiten, Antibiotika oder Impfungen anknüpfen. Viele Lernende haben Vorerfahrungen, aber auch Fehlkonzepte zu Impfungen und Antibiotika. Diese werden in der Einheit gezielt aufgegriffen und reflektiert. Die Methodenvielfalt (Arbeitsblätter, Schaubilder, Diskussionen, Videos) spricht unterschiedliche Lernkanäle an und fördert sowohl fachliche als auch soziale Kompetenzen. Partner- und Gruppenarbeit stärken die Kooperation, während Reflexionsaufgaben und Diskussionen die Urteilskompetenz entwickeln. Digitale Angebote wie Erklärvideos unterstützen die Motivation. Die Einheit berücksichtigt Binnendifferenzierung, indem sie offene Aufgaben (Recherche, Tabellenarbeit) und Lückentexte kombiniert. Die Vorbereitung erfordert, Materialien bereitzustellen, digitale Tools zu prüfen und die Schaubilder ggf. zu vereinfachen. Lehrkräfte benötigen digitale Kompetenzen im Umgang mit Präsentationsmedien und Erklärvideos. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Aufbau und Funktion des Immunsystems. unterscheiden Infektionskrankheiten (bakteriell/viral). erläutern den Ablauf der Immunantwort und Impfprinzipien. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entnehmen Informationen aus Texten, Schaubildern und Videos. strukturieren Ergebnisse in Tabellen und entnehmen Schaubildern Informationen. reflektieren den Nutzen digitaler Tools. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ in Paar- und Gruppenarbeit. bringen eigene Vorstellungen und Erfahrungen in Diskussionen ein. reflektieren ihre Verantwortung für die eigene Gesundheit und Gemeinschaft.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Globale Finanzkrise: Ursachen und Lösungsansätze

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zur globalen Finanzkrise lernen die Schülerinnen und Schüler anhand eines Videos kontroverse Positionen zu Ursachen der Finanzkrise im Jahr 2007/2008 sowie Lösungsansätze kennen. Die Unterrichtsmaterialien können auf Deutsch und auf Englisch (für den englisch-bilingualen Unterricht) heruntergeladen werden. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in verschiedenen Sozialformen und anhand eines Videos kontroverse Positionen zu den Ursachen und Lösungsansätzen der Finanzkrise von 2007/2008 und gehen damit einen ersten Schritt hin zum politischen Urteil über die Frage, ob und wenn ja in welcher Weise es staatliche Eingriffe in die Finanzmärkte geben sollte. Diese Unterrichtseinheit ist in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau entstanden, das mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Forschung Schülerinnen und Schülern, Studierenden sowie dem wissenschaftlichen Nachwuchs näherbringen möchte. Die Unterrichtseinheit ergänzt dabei das Materialangebot der Mediathek der Lindauer Nobelpreisträgertagungen um konkrete Umsetzungsvorschläge für die Unterrichtspraxis in den Sekundarstufen. Weitere Unterrichtseinheiten aus diesem Projekt finden Sie im Themendossier "Die Forschung der Nobelpreisträger im Unterricht" . Das Thema "Globale Finanzkrise" im Unterricht Die globale Finanzkrise von 2007/2008 schreibt sich ein in eine lange Kette von regelmäßig auftretenden internationalen Finanzkrisen. Sie markiert durch die von ihr ausgelösten schwerwiegenden Folgen möglicherweise zugleich einen neuen Wendepunkt in der Geschichte des internationalen Finanzwesens, deren zentrale Akteure seit Beginn der 1980er-Jahre weitgehende Deregulierungen des Finanzmarktes gefordert und durchgesetzt haben. Die Relevanz des Themas für den Unterricht ergibt sich aus der Tatsache, dass sich am Thema eine zentrale Konfliktlinie der Politik deutlich zeigen lässt: Hier wie in vielen anderen Problemfeldern (so zum Beispiel in der Wohnungsmarkt- , der Umwelt- oder der Gleichberechtigungspolitik) ist zu fragen, ob Marktmechanismen oder staatliche Regulierungen der bessere Weg sind, um gesellschaftliche Probleme (Wohnungsnot, Umweltverschmutzung oder Geschlechterdiskriminierung) zu lösen. Vorkenntnisse Die Unterrichtseinheit knüpft an das Alltagswissen der Lernenden an. Eine Arbeit mit dem Material ist so auch ohne spezifisches Vorwissen möglich. Didaktische Analyse Bis zur Krise galten Banken und Rating-Agenturen einer Mehrheit der Zivilgesellschaft und der Politik als die Verkörperung wirtschaftlicher Rationalität. Ihren Einschätzungen und Ratschlägen wurde mehr vertraut als denen von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Gewerkschaften und Wissenschaft. Die Devise "mehr Markt und weniger Staat" galt als Gelingensbedingung guter Politik. Seit der Finanzkrise von 2007/2008 wird diskutiert, wie sehr sich das internationale Finanzsystem wieder einer verstärkten öffentlichen Kontrolle und staatlicher Regulierung unterwerfen sollte. Am Ende der Unterrichtseinheit sollen die Lernenden beurteilen, ob die bislang eingeleiteten Reform- und Regulierungsmaßnahmen ausreichen, um die Wiederholung einer so schwerwiegenden Finanzkrise verhindern zu können. Denn nach einer Reihe von getroffenen Reform-Maßnahmen scheint es bereits vielen so, als ob eine Wiederholung der Krise nicht mehr möglich wäre. Das Material dieser Unterrichtseinheit eröffnet einen Blick auf kontroverse Positionen zu den Ursachen der Finanzkrise und zu hilfreichen Lösungsansätzen. Die Bearbeitung des Materials lässt erkennen, dass je nach Ursachenanalyse unterschiedliche Lösungsansätze sinnvoll erscheinen. Politische Debatten, so die Erkenntnis, die aus der Auseinandersetzung mit den Positionen zu ziehen sein wird, bewegen sich entlang von Konfliktlinien. Der Streit entzündet sich an Argumenten, die entlang der Konfliktlinie "Mehr Markt oder mehr Staat?" angeordnet sind. Methodische Analyse Durch die methodische Aufbereitung der Unterrichtssequenz sind die Schülerinnen und Schüler zu konzentrierter Einzelarbeit sowie zu kooperativem Austausch und zu Diskussionen angehalten. Verstehensschwierigkeiten muss auch durch problematisierende Diskussionen und Interventionen der Lehrkraft begegnet werden. Durch die Vertiefungsaufgabe (Arbeitsblatt 5) am Ende kann eine Binnendifferenzierung erfolgen. Grundsätzlich ist zu entscheiden, ob die Einheit in Form eines Lehrgangsunterrichts ablaufen soll, oder ob nach Arbeitsblatt 1 und 2 in arbeitsteiliger Gruppenarbeit unterrichtet wird. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Analysekompetenz, indem sie am Sachverhalt "Die globale Finanzkrise von 2007/2008" problemorientierte Fragen stellen, ihr fachliches Vorwissen aktivieren, sich neues Wissen aneignen und dieses nutzen, um einzelne Argumentationen in Bezug die Krisenursachen auf ihre sachliche Richtigkeit hin zu überprüfen. erweitern ihre Urteilskompetenz, indem sie erste Schritte in Richtung der Formulierung eines begründeten Sachurteils darüber gehen, ob die bereits getroffenen Maßnahmen ausreichen, die Wiederholung einer so schweren Finanzkrise zu verhindern. erweitern ihre Handlungskompetenz, indem sie durch die Kontaktierung einer beziehungsweise eines Abgeordneten am demokratischen Meinungsbildungsprozess teilhaben und die Chancen der Einflussnahme von unterschiedlichen Akteuren (Gewerkschaften, Bankenverbände, kritische Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler) auf den politischen Entscheidungsprozess untersuchen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erörtern kritisch die Darstellung von politischen Problemstellungen in unterschiedlichen Medien. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erörtern vorurteilsfrei die Stichhaltigkeit kontroverser politischer Positionen. Hier können Sie sich das Video zur Unterrichtseinheit anschauen.

  • Wirtschaft
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Auftrag Sicherheit: So funktioniert Flugsicherung

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit entdecken die Lernenden, wie die DFS Deutsche Flugsicherung mit Fluglotsinnen und Fluglotsen, modernen Technologien wie Remote Tower Control und einem umfassenden Sicherheitsmanagement dafür sorgt, dass täglich tausende Flüge sicher durch den deutschen Luftraum geführt werden. In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Arbeit der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und der sicheren Abwicklung des Luftverkehrs auseinander. Ausgehend von einer Recherche auf der Website der DFS erstellen sie im ersten Kapitel einen Steckbrief zum Unternehmen und gewinnen einen ersten Überblick über Aufgaben, Struktur und Verantwortung der Flugsicherung. Kapitel 2 rückt das Berufsfeld der Fluglotsinnen und Fluglotsen in den Mittelpunkt. Anhand von zwei Videos und einem Informationstext analysieren die Lernenden die vielfältigen Tätigkeiten im Kontrollzentrum und am Tower sowie innovative technische Unterstützungssysteme. Im dritten Kapitel vertiefen sie diesen Einblick, indem sie das Konzept der Remote Tower Control kennenlernen. Ein Interview mit einem Towerlotsen aus dem Remote Tower Control Center in Leipzig bildet die Grundlage für eine Pro-Kontra-Diskussion und einen abschließenden Kommentar zur Frage, ob auch größere Flughäfen künftig per RTC gesteuert werden sollten. Kapitel 4 fokussiert die technischen Grundlagen von Navigation, Ortung und Kommunikation im Flugverkehr. Mittels Infografik erstellen die Schülerinnen und Schüler eine strukturierte Übersicht und bearbeiten in Gruppen vertiefende Aufgaben zur Erneuerung der Navigationsinfrastruktur und zu Voraussetzungen für reibungslosen Funkverkehr, die sie in Kurzreferaten präsentieren. In Kapitel 5 lernen die Schülerinnen und Schüler das Sicherheitsmanagement der DFS kennen. Auf Basis eines Experteninterviews erschließen sie reaktive und proaktive Sicherheitsstrategien, gestalten ein Plakat und übertragen das Just-Culture-Prinzip reflektiert auf den schulischen Kontext. Kapitel 6 eröffnet schließlich einen Blick in die Zukunft der Flugsicherung und regt über einen Lückentext und Zukunftsszenarien dazu an, eigene Vorstellungen vom Arbeitsplatz im Jahr 2035 zu entwickeln. Das Thema Flugsicherung: Viele Schülerinnen und Schüler sind bereits geflogen oder kennen Flughäfen aus den Medien. Die Unterrichtseinheit nutzt diese Ausgangslage, um Einblicke in ein wenig bekanntes, aber gesellschaftlich wichtiges Berufsfeld zu geben und technische, organisatorische und sicherheitsrelevante Aspekte des Luftverkehrs sichtbar zu machen. Gleichzeitig leistet die Einheit einen Beitrag zur Berufsorientierung, indem sie reale Tätigkeitsprofile (Fluglotsin und Fluglotse, Safety Management) und Zukunftsaussichten in der Luftfahrtbranche thematisiert. Didaktisch verbindet die Einheit sachorientierte Informationserschließung mit reflexiver Auseinandersetzung und Meinungsbildung. Authentische Materialien wie Unternehmenswebsite, Infografiken, Videos und Interviews ermöglichen einen realitätsnahen Zugang. Die Lernenden recherchieren, strukturieren Informationen (Steckbrief, Tabellen, Plakate) und vertiefen diese über produktive Aufgabenformate wie Kurzreferat, Kommentar, Pro-Kontra-Diskussion und Zukunftsszenario. So werden fachliche, mediale und kommunikative Kompetenzen gleichermaßen gefördert. Methodisch ist die Einheit abwechslungsreich angelegt: Einzel-, Paar- und Gruppenarbeitsphasen wechseln sich mit Plenumsphasen ab. Besonders die Diskussionen zu Remote Tower Control und zum Just-Culture-Prinzip eröffnen Räume für Urteilsbildung und fördern Argumentationskompetenz. Die Interviews mit Praxisexpertinnen und -experten dienen als Ausgangspunkt für problemorientiertes Lernen und regen dazu an, Sicherheit, Verantwortung und Fehlerkultur kritisch zu reflektieren. Die Kapitel sind modular einsetzbar und können je nach Zeitbudget und Klassenniveau gekürzt oder vertieft werden. Differenzierung ist über gestufte Rechercheaufträge, Hilfestellungen bei Texten und Präsentationen sowie optionale Zusatzaufgaben zu technischen Details möglich. Die Einheit eignet sich ab der Sekundarstufe I (Klassenstufe 9-13) und enthält neben dem Einsatz im Technikunterricht Fachbezüge zu Politik, Physik, Informatik und Deutsch. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erläutern Aufgaben und Verantwortung der DFS sowie das Berufsbild Fluglotsin und Fluglotse einschließlich des Konzepts Remote Tower Control. beschreiben die Grundprinzipien von Navigation, Ortung, Kommunikation und Sicherheitsmanagement im Luftverkehr. beurteilen Chancen und Risiken neuer Technologien in der Flugsicherung und formulieren dazu ein begründetes Urteil. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren gezielt in digitalen Quellen (Website, Infografiken, Videos, Interviews) und werten die Informationen adressatengerecht aus. strukturieren Informationen in geeigneten Darstellungsformen (zum Beispiel Steckbrief, Tabelle, Plakat, Kurzreferat). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ in Paar- und Gruppenarbeit, treffen Absprachen und übernehmen Verantwortung für gemeinsame Ergebnisse. führen sachliche Diskussionen zu kontroversen Fragestellungen (zum Beispiel Remote Tower Control, Just Culture) und vertreten ihre Position argumentativ. geben und nehmen konstruktives Feedback und präsentieren Arbeitsergebnisse verständlich im Plenum.

  • Technik / Sache & Technik
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

Jugendopposition und Jugendkulturen

Kopiervorlage

In diesem Arbeitsmaterial beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema "Jugend in der DDR". Als zukünftige parteitreue "Sozialistische Persönlichkeiten" hatten Jugendliche für die SED-Führung eine wichtige Stellung inne. Viele Jugendliche folgten dem vorgegebenen Pfad. Jedoch bildete sich in einigen Kreisen junger Menschen Widerstand gegen die bestehenden Konventionen heraus. Insbesondere infolge der harten Reaktion der Staatsmacht mit Verboten, öffentlichen Diskreditierungen, Verfolgungen und sogar Haft lehnten sich Jugendliche in der DDR auf und politisierten sich. So engagierten sie sich in oppositionellen Vereinigungen oder gründeten Subkulturen, um sich Freiräume in der DDR zu schaffen. Anhand der Friedensgemeinschaft Jena und zugehörigen Zeitzeugenberichten analysieren die Schülerinnen und Schüler das Verhältnis zwischen DDR-Staat und Jugendopposition. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Entwicklung und die Ziele der FG Jena können die Konsequenzen des Widerstands für die Jugendlichen darstellen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen aus den Videos gezielt Informationen über das Vorgehen und die Folgen der Jugendopposition in Jena führen in einem Rollenspiel ein Streitgespräch zwischen einem DDR-treuen und einem DDR-kritischen Jugendlichen durch. erfassen die Vorstellungen der SED über Jugendliche und die Vorstellung von kritischen Jugendlichen über ihre Rolle und vergleichen beide miteinander. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Aktionen einer Gruppe Jugendlicher aus Jena und überlegen, ob sie die Aktionen als politisch oder unpolitisch bezeichnen würden. bilden sich auf Grundlage der Informationen aus den Videos und dem bereits erworbenen Wissen über die DDR ein Urteil über die Gründe für die Verfolgung der jugendlichen Oppositionellen durch den Staat. sammeln Argumente für die Position eines DDR-treuen und die eines DDR-kritischen Jugendlichen und diskutieren diese in der Gruppe.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe II

Die Haut und der UV-Schutz

Unterrichtseinheit / Interaktives

Diese Unterrichtseinheit für Biologie in den Klassen 7 bis 9 der Sekundarstufe I vermittelt anschaulich, wie die Haut aufgebaut ist, wie UV-A- und UV-B-Strahlung wirken und warum konsequenter Sonnenschutz für die Gesundheit wichtig ist. Anhand von alltagsnahen Fallbeispielen, QR-Code-gestützten Recherchen, Mythen-Checks und problemorientierten Aufgaben setzen sich Schülerinnen und Schüler mit wichtigen Themen rund um das Thema Sonnenschutz der Haut wie zum Beispiel Sonnenbrand, Hautschäden, Lichtschutzfaktor, Hauttypen und UV-Index auseinander und reflektieren ihr eigenes Verhalten im Umgang mit der Sonne. Die Unterrichtseinheit "Sonnenschutz? Sonnenklar! – Die Haut und der UV-Schutz" für das Fach Biologie in den Klassenstufen 7 bis 9 verknüpft grundlegendes biologisches Wissen mit einem gesundheitsrelevanten Alltagsthema. Im Zentrum steht die Leitfrage, warum der natürliche Schutz der Haut bei Sonnenstrahlung nicht ausreicht. Dazu erarbeiten die Schülerinnen und Schüler zunächst den Aufbau und die Funktionen der Haut als Schutzbarriere des Körpers unter anderem vor der Sonnenstrahlung. Anschließend untersuchen sie das Lichtspektrum, lernen die unterschiedlichen Strahlen kennen und analysieren die Wirkung von UV-A- und UV-B-Strahlung. Sie erklären die Entstehung von Sonnenbrand und langfristigen Hautschäden durch die UV-Strahlung und setzen sich mit der Bedeutung von Sonnenschutz für die Haut auch bei bewölktem Himmel und im Jahresverlauf auseinander. Im weiteren Verlauf analysieren die Lernenden verschiedene Sonnenschutzmaßnahmen, beschäftigen sich mit dem Eigenschutz der Haut durch Melaninbildung und erarbeiten die Bedeutung von Lichtschutzfaktor, Hauttypen und UV-Index. Ein Fallbeispiel sowie die Formulierung persönlicher Sonnenschutzregeln fördern den Transfer in die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Die Einheit verbindet so Fachwissen, Gesundheitsbildung und reflektiertes Handeln in einer klar aufgebauten Lernprogression von der Problemfrage über die fachliche Erarbeitung bis zur persönlichen Anwendung. Die Unterrichtseinheit ist konsequent problemorientiert angelegt. Der Einstieg über das Bild einer jugendlichen Person mit Sonnenbrand aktiviert lebensweltnahe Erfahrungen und eröffnet einen motivierenden Zugang zum Thema. Die gemeinsame Problemfrage lenkt den Blick auf ein biologisches Erklärungsproblem und schafft einen roten Faden für die gesamte Reihe. Durch das Formulieren von Vermutungen zu Beginn und deren Überprüfung am Ende arbeiten die Schülerinnen und Schüler sichtbar an Erkenntnisgewinn und fachlicher Urteilsbildung. Methodisch kombiniert die Reihe Einzelarbeit, Paararbeit, Plenumsphasen und Think-Pair-Share, wodurch sowohl selbstständiges Arbeiten als auch kooperative Lernformen gefördert werden. Die Materialien sind zudem binnendifferenzierend anschlussfähig, da zentrale Inhalte über Infotexte, Abbildungen, Videos und digitale Zusatzangebote per QR-Code erschlossen werden. So erhalten Lernende unterschiedliche Zugänge zu denselben biologischen Inhalten. Besonders wertvoll ist die wiederholte Rückbindung an Vorwissen und Alltagsvorstellungen, etwa über Blitzlichter, Mythen-Checks und das abschließende Rekapitulieren der Problemfrage. Die Unterrichtseinheit setzt auf eine hohe Alltags- und Gesundheitsrelevanz. Die Lernenden erwerben nicht nur biologisches Wissen über Haut und UV-Strahlung, sondern wenden dieses unmittelbar auf konkrete Entscheidungssituationen an: Welcher Schutz ist sinnvoll? Was sagt der UV-Index aus? Warum reicht Bräunung nicht als Schutz? Dadurch verbindet die Reihe Fachlernen mit Prävention, Selbstreflexion und verantwortungsbewusstem Handeln. Die abschließende Formulierung individueller Sonnenschutzregeln stärkt den Transfer in den Alltag und macht die biologische Erkenntnis für die eigene Lebensführung nutzbar. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler beschreiben den Aufbau der Haut und erläutern die Funktionen von Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. erklären die Schutzfunktion der Haut und setzen diese in Beziehung zu äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung. unterscheiden UV-A- und UV-B-Strahlung hinsichtlich Wellenlänge, Eindringtiefe und Wirkung auf die Haut. erläutern die Entstehung von Sonnenbrand sowie kurzfristige und langfristige Hautschäden durch UV-Belastung. beschreiben die Bedeutung von Lichtschutzfaktor, Hauttyp und UV-Index für gesundheitsbewusstes Verhalten. beurteilen verschiedene Sonnenschutzmaßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und leiten passende Schutzmaßnahmen für Alltagssituationen ab. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler entnehmen Informationen aus Infotexten, Schaubildern, Videos und digitalen Zusatzmaterialien über QR-Codes. nutzen digitale Informationsangebote gezielt zur Bearbeitung biologischer Fragestellungen, etwa zu UV-Strahlung, Hauttypen oder Sonnenbrand. vergleichen Informationen aus unterschiedlichen Medienformaten und übertragen diese in eigene Darstellungen, Erklärungen und Entscheidungen. reflektieren gesundheitsbezogene Aussagen und Mythen kritisch und prüfen diese anhand fachlicher Informationen. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich respektvoll über eigene Erfahrungen und Alltagsvorstellungen zum Thema Sonnenbrand und Sonnenschutz aus. entwickeln Vermutungen gemeinsam, besprechen Ergebnisse in Paararbeit und bringen diese in das Unterrichtsgespräch ein. arbeiten kooperativ in Formaten wie Think-Pair-Share, Paararbeit und Plenumsdiskussion zusammen. begründen ihre Einschätzungen zu Mythen, Fallbeispielen und Schutzmaßnahmen fachlich nachvollziehbar. reflektieren ihr eigenes Verhalten und formulieren persönliche Ziele für einen verantwortungsvollen Umgang mit UV-Strahlung.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe I

Häftlingsfreikauf aus der DDR

Kopiervorlage

In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Lernenden mit dem Freikauf von Häftlingen in der DDR durch die Bundesrepublik auseinander.Im Zeitraum zwischen 1961 bis 1989 kaufte die Bundesrepublik rund 33.000 politische Häftlinge der DDR frei. Warum die DDR-Führung darauf einging, was sie im Gegenzug dafür verlangte und wie die Verhandlungen abliefen, thematisiert diese Unterrichtseinheit. Zur Bearbeitung der Arbeitsblätter stehen den Schülerinnen und Schülern viele Informationsquellen zur Verfügung. Die Lernenden erarbeiten selbstständig die Themenkomplexe und diskutieren anschließend ihre Ergebnisse im Plenum. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erklären den Begriff "Häftlingsfreikauf". nennen Gründe, warum die Bundesrepublik Häftlinge aus DDR freikaufte. skizzieren die unterschiedlichen Positionen zum Thema "Häftlingsfreikauf". Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren in unterschiedlichen Medien nach weiterführenden Informationen zu den verschiedenen Inhalten der Arbeitsblätter. fassen Ergebnisse ihrer Recherche in Form von Mindmaps zusammen. interpretieren Zeitungsartikel, Videos und Berichte. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Argumente für und gegen den Häftlingsfreikauf. analysieren die Situation von politischen Häftlingen in der DDR und beziehen Position, ob sie für oder gegen den Häftlingsfreikauf sind.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Dokumentarfilm "My Escape"

Video

Der Dokumentarfilm "My Escape" beschreibt die Flucht von Syrien, Afghanistan und Eritrea nach Deutschland mithilfe der (Handy-) Videos von Flüchtlingen. 2015 flohen Hunderttausende von Menschen nach Deutschland. Diese Zahlen sind ebenso einmalig wie die Tatsache, dass viele dieser Fluchtwege erstmalig dokumentiert wurden: und zwar von den Flüchtlingen selbst mithilfe ihres Mobiltelefons. Dieses ist für viele Flüchtlinge ein unverzichtbares Mittel zur Organisation ihrer Flucht. Gleichzeitig transportieren sie damit Erinnerungen an das Zurückgelassene und einige dokumentieren damit auch die Fluchtstationen. In den sozialen Netzwerken kursieren zahllose Clips, die von der Flucht nach Deutschland erzählen, nicht aus sicherem Abstand, sondern aus unmittelbarer Nähe. Der Dokumentarfilm "My Escape" hat solche Fluchtgeschichten gesammelt. Er ist eine Montage aus (Handy-) Videos von Flüchtlingen, die ihre lebensgefährliche Flucht nach Deutschland selbst kommentieren. Sie erzählen dabei von ihrer Heimat, von ihrem Abschied, den verschiedenen Stationen der Flucht, der Ankunft in Deutschland und schließlich den ersten Eindrücken hier. So entsteht ein eindrückliches Bild aus nächster Nähe, von Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen und sich ungeachtet aller Gefahren auf den Weg machen - auf der Suche nach Sicherheit. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die politischen Hintergründe die zum Krieg in Syrien geführt haben. wissen, warum Menschen ihre Heimat verlassen. setzen sich mit den Stationen der Flucht und den damit verbundenen Schwierigkeiten, Hindernissen und Gefahren auseinander. erfahren etwas von den Ängsten der Geflüchteten. erfahren etwas von den ersten Eindrücken, die die Flüchtlinge von Deutschland hatten. hinterfragen und revidieren bestehende Ängste, Vorurteile und Stereotype gegenüber Flüchtlingen. setzen sich mit Faktoren für eine gelingende Integration auseinander. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben sich im zielgerichtenten Zuhören. vergleichen Informationen, stellen Verbindungen zwischen ihnen her und erklären Zusammenhänge. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren, vergleichen, unterscheiden und gewichten in Ansätzen das Handeln von Menschen im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen. formulieren in Ansätzen begründete Werturteile bzw. revidieren bestehende Werturteile aufgrund neu gewonnener Informationen.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Die Friedliche Revolution von 1989/1990

Kopiervorlage

Dieses Arbeitsblatt thematisiert die Friedliche Revolution 1989 als Wegbereiter für die Wiedervereinigung Deutschlands. Die Ausreisewelle und die wirtschaftlichen Probleme schürten die zunehmende Unzufriedenheit über die herrschenden Verhältnisse in der DDR und bescherten den Oppositionsgruppen Ende der 1980er Jahre großen Zulauf. Im Verlauf der Friedlichen Revolution rückte der Wunsch nach einer Wiedervereinigung Deutschlands in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Hintergründe auf Grundlage eines Videos und arbeiten heraus, was die wesentlichen innen- und außenpolitischen Auslöser der Friedlichen Revolution waren. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nennen die innen- und außenpolitischen Gründe für den Zusammenbruch der DDR. beschreiben den Ablauf der Friedlichen Revolution 1989. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen dem Video gezielt Informationen über die Hintergründe und Ereignisse der Friedlichen Revolution. stellen die Ereignisse des Mauerfalls in einem Zeitungsartikel dar. setzen mit Hilfe zusätzlicher Recherchearbeit die tiefgreifenden Veränderungen in anderen sozialistischen Ländern in Beziehung zur DDR. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler erörtern, warum die Menschen in der DDR in der Mehrheit nur ein geringes Interesse an der Fortführung einer reformierten DDR hatten. diskutieren die Frage, ob eine gewaltsame Auflösung der Proteste auch in der DDR möglich gewesen wäre.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe II

Umweltaktivisten in der DDR – Bitteres aus Bitterfeld, Sekundarstufe I

Kopiervorlage

Das Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe I zum Film "Das war Bitteres aus Bitterfeld" thematisiert die Umweltzerstörung in der DDR und das gefährliche Engagement von ost- und westdeutschen Umweltaktivistinnen und -aktivisten.1988 gelang es einer Gruppe von ost- und westdeutschen Umweltaktivistinnen und -aktivisten ein Video über die katastrophale Umweltsituation in Bitterfeld zu drehen und in den Westen zu schmuggeln. Der Film "Das war Bitteres aus Bitterfeld" erzählt die Geschichte dieses Videos und seine Wirkung in der DDR und der Bundesrepublik. Die Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur die Umweltprobleme kennen, die durch die Industrie in der DDR entstanden, sondern erarbeiten auch den Umgang der SED-Diktatur mit den Problemen und die Verbindungen zwischen ost- und westdeutschen Umweltaktivisten. Diese Unterrichtsmaterialien wurden erstellt von paedigi. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erklären die Bedeutung des Fernsehens in der DDR und der Bundesrepublik. geben die Umweltprobleme in Bitterfeld wieder. nennen die Motivation und die Ziele der Umweltaktivistinnen und -aktivisten. beschreiben den Umgang der SED-Diktatur mit den Umweltproblemen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen gezielt Informationen über die Umweltzerstörungen in Bitterfeld und das Engagement der Umweltaktivisten aus dem Film. interpretieren Ausschnitte des Films. recherchieren in verschiedenen Medien nach aktuellen Umweltproblemen und Skandalen. vergleichen den Umgang mit Umweltproblemen in beiden deutschen Staaten. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler bewerten die im Film geäußerten Meinungen der Bewohner, analysieren ihre Subjektivität und gehen kritisch mit den verschiedenen Perspektiven um. diskutieren und bewerten die Rolle der Westmedien für die friedliche Revolution in der DDR.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Stereotype und Geschlechterrollen im Wandel

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt für das Fach Politik / Wirtschaft der Klassen 8–10 regt Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlich geprägten Berufsbildern und Geschlechterrollen an. Ausgehend vom Beispiel des Gerüstbauhandwerks reflektieren die Lernenden Stereotype, analysieren soziale Erwartungen und recherchieren Maßnahmen zur Gleichstellung. Das Material fördert die Urteilsbildung und unterstützt eine kritische Auseinandersetzung mit individueller und gesellschaftlicher Genderkompetenz. Dieses Arbeitsblatt ergänzt die Unterrichtseinheit " Projektplanung und -umsetzung am Beispiel einer Baustelle " und beschäftigt sich mit der Frage: Gibt es heutzutage noch typische Männer- und Frauenberufe? Dieses Beispiel aus dem Gerüstbauhandwerk will zu einer Reflektion dieser Frage beitragen und gliedert sich daher in drei Teilbereiche: Zunächst tauschen sich die Schülerinnen und Schüler darüber aus, was für sie typische Männer- und Frauenberufe sind. In einem nächsten Schritt erfahren sie mithilfe eines kurzen Informationstextes grundlegende Informationen zu den Gründen von Berufsstereotypen. Im Folgeschritt tauschen sie sich mit dem Sitzpartner / der Sitzpartnerin verbal darüber aus, ob der Berufszweig Gerüstbauhandwerk (un-)typisch für Männer ist. Ihre Meinungen und Diskussionsergebnisse verschriftlichen sie im Anschluss auf einem separaten Blatt. Anhand eines Videos über eine Handwerksmeisterin und Chefin einer Gerüstbaufirma wird ein audiovisueller Einblick in einen aktuell männlich dominierten Berufsbereich gewährt. Im abschließenden Arbeitsteil recherchieren die Schülerinnen und Schüler exemplarisch nach Fördermaßnahmen des Gerüstbauhandwerks, um den Frauenanteil in diesem Berufszweig dauerhaft zu erhöhen, um danach den Blick auch auf andere Berufszweige auszuweiten

  • Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I

Umweltaktivisten in der DDR – Bitteres aus Bitterfeld, Sekundarstufe II

Kopiervorlage

Das Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe II zum Film "Das war Bitteres aus Bitterfeld" thematisiert die Umweltzerstörung in der DDR und das gefährliche Engagement von ost- und westdeutschen Umweltaktivistinnen und -aktivisten.1988 gelang es einer Gruppe von ost- und westdeutschen Umweltaktivistinnen und -aktivisten ein Video über die katastrophale Umweltsituation in Bitterfeld zu drehen und in den Westen zu schmuggeln. Der Film "Das war Bitteres aus Bitterfeld" erzählt die Geschichte dieses Videos und seine Wirkung in der DDR und der Bundesrepublik. Die Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur die Umweltprobleme kennen, die durch die Industrie in der DDR entstanden, sondern erarbeiten auch den Umgang der SED-Diktatur mit den Problemen und die Verbindungen zwischen ost- und westdeutschen Umweltaktivistinnen und -aktivisten. Diese Unterrichtsmaterialien wurden erstellt von paedigi. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Bedeutung des Fernsehens in der DDR und der Bundesrepublik. geben die Umweltprobleme in Bitterfeld wieder. nennen die Motivation und die Ziele der Umweltaktivistinnen und -aktivisten. beschreiben den Umgang der SED-Diktatur mit den Umweltproblemen. definieren den Begriff "Zivilcourage". nennen Beispiele für Umweltskandale in der Bundesrepublik. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen gezielt Informationen über die Umweltzerstörungen in Bitterfeld und das Engagement der Umweltaktivisten aus dem Film. interpretieren Ausschnitte des Films. recherchieren in verschiedenen Medien nach aktuellen Umweltproblemen und Skandalen. vergleichen den Umgang mit Umweltproblemen in beiden deutschen Staaten. erschließen in Gruppen die Aufdeckung von Skandalen in der Bundesrepublik durch Zivilcourage. vergleichen mögliche Folgen von Zivilcourage in Diktaturen und Demokratien. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler bewerten die im Film geäußerten Meinungen der Bewohner, analysieren ihre Subjektivität und gehen kritisch mit den verschiedenen Perspektiven um. diskutieren und bewerten die Rolle der Westmedien für die friedliche Revolution in der DDR.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe II

Tod und Trauerrituale im Wandel der Zeit

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für die Fächer Ethik und Religion der Klassenstufen 9–10 vermittelt den Schülerinnen und Schülern grundlegendes Wissen über Sterben, Tod und Trauerrituale verschiedener Kulturen. Die Lernenden analysieren religiöse und säkulare Bestattungskulturen, erkunden Friedhöfe als Orte der Erinnerung und als historische Lernorte und reflektieren den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit dem Tod sowie moderne Formen der Grabgestaltung. Diese umfassende Unterrichtseinheit für die Fächer Ethik, Praktische Philosophie und Religion der Klassenstufen 9 bis 10 ermöglicht Schülerinnen und Schülern eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Tod, Trauer und Bestattungskulturen. In 5-6 Unterrichtsstunden erkunden die Lernenden religiöse und säkulare Bestattungsrituale verschiedener Kulturen und entdecken Friedhöfe als lebendige historische Lernorte. Die Unterrichtseinheit "Tod und Trauerrituale: Bestattungskulturen im Wandel der Zeit verstehen" verbindet Lehrplaninhalte mit lebensweltlichen Erfahrungen und liefert über die Expertise von Steinmetzinnen und Steinmetzen anschauliche Einblicke in die Gestaltung von Gräbern und (modernen) Friedhöfen. Der Umgang mit dem Tod, der Trauer und der Erinnerung gehört zu den grundlegenden kulturellen Erfahrungen menschlicher Gemeinschaften. Friedhöfe sind in diesem Zusammenhang in stetem Wandel und daher als historische, religiöse und gesellschaftliche Lernorte sehr aufschlussreich. Sie spiegeln Veränderungen von Religion und Weltanschauungen, Familien- und Gesellschaftsstrukturen, Trauerpraktiken und Lebensformen wider. Die vorliegende Unterrichtseinheit greift diese unterschiedlichen Perspektiven auf. Beginnend mit der Auseinandersetzung mit religiösen und säkularen Bestattungskulturen wird ein erster Blick auf Bedeutung des Todes und den Umgang der Hinterbliebenen damit vorgenommen. Dazu gehören auch Aspekte wie Rituale und die Grabgestaltung. In einem weiteren Schritt steht der Friedhof als "Geschichtsbuch" im Fokus, an dem sich historische, soziale, religiöse und auch handwerkliche Entwicklungen beobachten lassen. Die Entschlüsselung von Figuren, Schriften und Symbolen ist hierfür ein grundlegender Bestandteil. Das Steinmetzhandwerk, das seit Jahrhunderten das Erscheinungsbild von Friedhöfen und Grabsteinen prägt, wird dabei als Experten-Feld herangezogen. Abschließend wird mithilfe des Hintergrundtextes "Friedhöfe im Wandel der Zeit" für Schülerinnen und Schüler ein Blick auf die aktuelle und zukünftige Friedhofskultur geworfen und innovative Konzepte wie der Campus Vivorum werden thematisiert. Individualisierte Formen des Gedenkens, neue Bestattungsformen sowie die Rückgewinnung des Friedhofs als gesamtgesellschaftlicher Begegnungsraum sind Bestandteil dieser Entwicklung. In diesem Zusammenhang wird auch die Rolle gestaltender Berufe, insbesondere des Steinmetzhandwerks, sichtbar gemacht, das zwischen traditionellem Handwerk, künstlerischer Gestaltung und den Bedürfnissen der Hinterbliebenen Möglichkeiten der Grabgestaltung ermöglicht. Die Unterrichtseinheit bietet eine Vielzahl an methodischen und medialen Herangehensweisen an das Thema und ermöglicht damit den Lernenden ein motivierendes Lernportfolio. Die Aufgaben betreffen teils den eigenen Blick der Schülerinnen und Schüler auf das Thema und fördern aber gleichzeitig die kulturanalytische Betrachtung. Der Umgang mit Tod und Trauer, Friedhöfen und Bestattungskultur gehört auf der einen Seite zwar grundlegend zum Menschsein und dem Leben dazu, erhält aber auf der anderen Seite im schulischen Kontext oft wenig Raum. Dabei ist dieser Themenschwerpunkt auf vielen Ebenen relevant. Angefangen auf der persönlichen Ebene kann es durch die persönliche Religion oder persönliche Betroffenheit im Umfeld relevant sein, sich damit auseinanderzusetzen. Auf der gesellschaftlichen Ebene ermöglichen Friedhöfe historische Perspektiven und in Bezug auf die Aktualität werden auch Fragen der Stadtgestaltung und des menschlichen Miteinanders aufgeworfen. Die Auseinandersetzung mit Bestattungskulturen und Friedhöfen fördert damit nicht nur Sachwissen, sondern auch Empathie, Perspektivübernahme und ethische Urteilsbildung. Die Unterrichtseinheit setzt nur wenig themenspezifisches Grundwissen voraus, vielmehr werden Text- und Videoquellen und ein passender Fachartikel "Friedhöfe im Wandel der Zeit" zur Erarbeitung zur Verfügung gestellt. Diese beziehen sich auf unterschiedliche Ebenen des Themas: historisch, gesellschaftlich, persönlich wie handwerklich. Nicht zuletzt wird empfohlen, einen Friedhof in der Nähe der Schule als außerschulischen Lernort zu nutzen und ggf. mit einem Steinmetz oder einer Steinmetzin als Fachperson für die Gestaltung von persönlichen Erinnerungsorten vor Ort ins Gespräch zu kommen. Methodisch kombiniert diese Unterrichtseinheit kooperative Lernformen, Analyseaufgaben und kreative Ansätze und bietet aber auch genug Raum für persönliche Überlegungen zum Thema. Das Gruppenpuzzle des Arbeitsblatts 1 ermöglicht die Erschließung relevanten Fachwissens und gibt die Möglichkeit zur Perspektivübernahme. Viele Bildquellen (Fotos und Videos) unterstützen die Wahrnehmung der Umsetzung von Trauerkultur. Durch die Textarbeit reflektieren die Schülerinnen und Schüler die Entwicklung des Trauerortes „Friedhof“ und erschließen sich neue Formen der Gemeinschaft und Fürsorge ("Caring Infrastructure“) in diesem Zusammenhang. Zentral für diese Unterrichtseinheit ist ein sensibler Blick der Lehrkraft, da gegebenenfalls Schülerinnen oder Schüler persönlich betroffen sein könnten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben und vergleichen religiöse und säkulare Bestattungskulturen (Christentum, Judentum, Islam, säkular). beherrschen zentrale Begrifflichkeiten zu Bestattung, Trauer und Erinnerungskultur. verstehen Friedhöfe als Orte der Erinnerung und als historische Quellen. erkennen den Wandel der Friedhofskultur und die Relevanz der Grabgestaltung. verstehen die Funktionen historischer und moderner Friedhofsgestaltung in gesellschaftlichen Zusammenhängen. beschreiben die Rollen gestaltender Berufe (z. B. Steinmetzhandwerk) für die Erinnerungskultur. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entnehmen gezielt Informationen aus Text-, Bild- und Videoquellen. bündeln Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ in einem Gruppenpuzzle, tauschen Informationen aus und übernehmen Verantwortung für den gemeinsamen Arbeitsprozess. besprechen und diskutieren respektvoll Erarbeitungsergebnisse. nehmen religiöse und weltanschauliche Perspektiven ein. sprechen empathisch und sensibel in Bezug auf die Gesprächspartnerinnen und -partner über die Themen Tod und Trauer.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I
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