Geisteswissenschaften

Mord und Totschlag! Motive, Beweise - und Vorurteile?

Veröffentlicht am 19.10.2011
  • Sekundarstufe I
  • 6-9 Unterrichtsstunden
  • Unterrichtsplanung
  • 1 Arbeitsmaterial

Im richtigen Leben gilt dasselbe wie im Kriminalroman: Die notwendige Harmonie aller Bausteine, damit ein Rätsel ohne Widersprüche gelöst werden kann, muss gegeben sein. Was im Kriminalroman jedoch zuweilen durch literarische Kreativität in die richtige Richtung gelenkt werden kann, kann in der Realität der polizeilichen und juristischen Verbrechensaufklärung scheitern.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Rollenspiel und Romanhandlung

Wenn vorgeschlagen wird, im Politik- oder Deutschunterricht einen fiktiven Kriminalfall zu behandelt, stellt sich für alle Beteiligten die gleiche Frage wie für den Schriftsteller eines Kriminalromans: Wie kann in einer immer komplexer werdenden Welt noch sicher gestellt werden, dass Verbrechen aufgeklärt werden, Täterinnen und Täter bestraft und nicht unschuldig Verdächtigte in die Mühlen der Justiz geraten?

Motive, Beweise - und Vorurteile?

Mit dem Aufspüren und Auswerten von Spuren und Indizien allein kann häufig keine endgültige Entscheidung getroffen werden. Um einen gerichtlich verwertbaren Beweis zu führen, müssen mögliche Motive ermittelt werden. Und nicht selten spielen Vorerfahrungen und Vorurteile über bestimmte Bevölkerungsgruppen eine Rolle dabei, ob eine Anzeige erstattet, eine Anklage erhoben und eine Verurteilung ausgesprochen wird.

  • Durchführung
    Die Unterrichtseinheit ist so konzipiert, dass die Lernenden autonom anhand der Ablaufplanung arbeiten und am Ende die Ergebnisse zusammentragen.
Arbeitsmaterial

Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können

  • in einem kreativen Schreibprozess spontane Vermutungen über einen Tathergang schriftlich formulieren.
  • beurteilen, ob sich eine von ihnen vorgeschlagene polizeiliche Maßnahme an die Vorgaben hält und so die Rechte von Verdächtigen gewahrt bleiben.
  • beschreiben, wie ein Strafverfahren von einem Zeugenverhör bis hin zu einem Gerichtsprozess abläuft.
  • Kriminalitätsstatistiken kritisch lesen und auswerten.
  • in einem Rollenspiel ihre Vermutungen über den Tathergang mündlich vortragen.
  • mithilfe der ausgewerteten Kriminalitätsstatistiken die eigenen Vermutungen kritisch hinterfragen und möglicherweise erkennen, dass sie vorurteilsbehaftet sind.
  • in der Auswertung des Rollenspiels mithilfe von Leitfragen die Komplexität kriminalpolizeilicher Ermittlungen nachvollziehen.

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