Geisteswissenschaften

EU-Ratspräsidentschaft 2007

Veröffentlicht am 05.01.2007
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • variabel
  • Unterrichtsplanung, Thematischer Hintergrund, Primärmaterial/Quelle, RechercheAuftrag, Audiovisuelles Medium
  • 2 Arbeitsmaterialien

Die Terminpläne von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sind im nächsten halben Jahr extrem gut gefüllt, denn auf die deutsche Bundesregierung wartet im Bereich Außenpolitik jede Menge Arbeit. Zum 1. Januar 2007 hat Deutschland zum zwölften Mal die EU-Ratspräsidentschaft übernommen – doch was bedeutet das konkret?

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Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • die Aufgaben und Funktionen der Ratspräsidentschaft in der EU recherchieren und erläutern.
  • sich mit dem deutschen Programm für die Ratspräsidentschaft befassen und dieses kritisch bewerten.
  • Zukunftsszenarien der EU in Bezug auf einzelne Lebensbereiche entwickeln.
  • sich mit der Geschichte der EU auseinandersetzen und diese darstellen sowie resümieren.
  • das Internet als Informations- und Recherchemedium nutzen.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaEU-Ratspräsidentschaft 2007
AutorMichael Bornkessel
FachPolitik, Sozialwissenschaften
ZielgruppeSek I, Klasse 8-10
Zeitaufwandje nach Intensität und Schwerpunktsetzung 2-4 Stunden
Medienje ein Computer mit Internetzugang für 2 Schülerinnen und Schüler

Teilaspekte des Basisartikels

Die Aufgaben der EU-Ratspräsidentschaft

Die wichtigste Aufgabe einer Ratspräsidentschaft ist, alle Treffen des Europäischen Rates, des Ministerrates sowie der ihm zuarbeitenden Ausschüsse und Arbeitsgruppen zu organisieren und bei den Sitzungen den Vorsitz zu führen. Das heißt, die jeweiligen deutschen Fachminister bereiten die Sitzungen "ihres" Ministerrates vor und führen diese. Bundeskanzlerin Angela Merkel leitet die Treffen der Staats- und Regierungschefs, den Europäischen Rat.

Streit schlichten und Kompromisse finden

Das Land, das die Präsidentschaft innehat, muss die Arbeit des Ministerrates aber nicht nur vorbereiten. Es muss vor allem dafür sorgen, dass sich die EU-Mitgliedstaaten auf eine gemeinsame europäische Position einigen. Das ist insbesondere dann schwierig, wenn sich die Mitgliedsländer bei einem Thema streiten und auf ihren nationalen Standpunkten beharren. Dann muss die Ratspräsidentschaft passgenaue Kompromissvorschläge erarbeiten und mit Fingerspitzengefühl zwischen den unterschiedlichen Positionen vermitteln.

Arbeitsprogramm

Zu Beginn der Präsidentschaft stellt das vorsitzende Land dem Europäischen Parlament ein spezielles Arbeitsprogramm vor. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist es am 17. Januar 2007 soweit. Auch während der Amtszeit muss die Ratspräsidentschaft dem Europäischen Parlament regelmäßig über die Arbeiten im Rat berichten, in Fragestunden zu aktuellen Themen antworten und an Debatten zu wichtigen Integrationsprojekten teilnehmen. Am Ende seiner Amtszeit legt der Vorsitz dem Parlament eine Bilanz vor. Das deutsche Arbeitsprogramm fügt sich in ein "Achtzehnmonatsprogramm" ein.

Achtzehnmonatsprogramm

Die drei aufeinander folgenden Ratspräsidentschaften von Deutschland, Portugal und Slowenien haben für den Zeitraum vom Januar 2007 bis zum Juni 2008 erstmals ein gemeinsames "Achtzehnmonatsprogramm" vereinbart. Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten sich bereits im Juni 2002 darüber verständigt, dass sich aufeinander folgende Vorsitze bei der Konzeption ihrer Programme enger abstimmen und so die Kontinuität in der Ratsarbeit stärken sollen.

Ein weiteres Ereignis findet während der deutschen Ratspräsidentschaft statt. Die Feiern zum 50. Geburtstag der EU im März 2007 werden von Deutschland ausgerichtet. Eine kurze Darstellung seit der Gründung als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft soll einen Überblick über die Historie verschaffen.


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