Geisteswissenschaften

Kontextkunst

Veröffentlicht am 01.08.2006
  • Sekundarstufe II
  • 2-4 Doppelstunden
  • Unterrichtsplanung
  • 1 Arbeitsmaterial

Eine Kunstrichtung der 90er Jahre fragt nach dem Ort der Kunst und nimmt diesen kritisch unter die Lupe. Kontextkunst kann als eine Anregung dienen, die Kunst in ihrem institutionellen Umfeld besser zu verstehen. Die Guggenheim-Ausstellung in Bonn kann hierfür ein Anlass sein.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Kunst als Strategie

Kontextkunst und institutional critique sind nicht nur eine Kunstrichtung, sondern vor allem auch eine Strategie. Künstlerinnen und Künstler nehmen sich der Rahmenbedingungen der Kunst an. Sie untersuchen die Bedingungen der Kunstproduktion, der ästhetischen Bewertung, der ökonomischen Spekulation und der Platzierung der Kunst im institutionellen Kontext. Kunstschaffende werden zu Kritikern des Kunstsystems.

Institutionelle Kritik

Künstlerische Strategien können als Methode der kritischen Weltaneignung und Gesellschaftsgestaltung dienen und eine differenzierte Wahrnehmung schulen. Speziell die Kunstrichtungen der Kontextkunst und institutional critique kultivieren die Störung als ein Prinzip, um äußerliche Bedingungen und institutionelle Systeme, welche unsere Wahrnehmungsweisen regulieren, zu analysieren, zu hinterfragen und zu kritisieren.

Vertiefung des Kontextes

Der Kunstunterricht kann sich diese Strategie zu eigen machen. Die Guggenheim-Ausstellung dient hierbei als Anlass. Schülerinnen und Schüler recherchieren zum Thema Guggenheim im Internet, tragen ihre Informationen zusammen und vergleichen diese. Gegensätzliche Positionen können dabei als Ausgangspunkt für eine Vertiefung des Kontextes Kunst dienen. Die Strategie der Kontextkunst legt darüber hinaus die Aufbereitung der Fundstellen in einer Ausstellung nahe. Die folgenden Informationen und Links können erste Anregungen hierfür geben.

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Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • das institutionelle Umfeld der Kunst kennen lernen.
  • einen anders gearteten Blick auf die Kunst erfahren.
  • die Kunstrichtung der Kontextkunst vertiefen.
  • einen kritischen Standpunkt gegenüber den Institutionen und dem Markt der Kunst finden.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaKontextkunst
AutorMichael Scheibel
FachBildende Kunst
ZielgruppeSekundarstufe II
Zeitraum2-4 Doppelstunden

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Avatar Michael Scheibel

Fachautor und Projektentwickler in Berlin. Für Lehrer-Online ist er als Fachberater und freier Redakteur für das Fachportal Kunst tätig. Mehr erfahren Sie auf seiner Homepage.

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