Geisteswissenschaften

Fehlfarben und Fehldrucke: Experimentierfeld Drucker

Veröffentlicht am 12.04.2010
  • Sekundarstufe I
  • 4 bis 6 Stunden für die Arbeit mit den Druckern
  • Arbeitsmaterial, Unterrichtsplanung

Diese Unterrichtseinheit zeigt unterschiedliche Ansätze, den Drucker als gestalterisches Element in den künstlerischen Prozess experimentell einzubeziehen.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Ziel der Druckerexperimente ist, generelle Erwartungen an Funktionsweisen von Medien und ästhetischen Standards zu hinterfragen und zu reflektieren. Eigentlich gewohnte Arbeitsweisen sollen im künstlerischen Prozess aufgebrochen und ungewöhnliche Strategien entwickelt werden. Nicht Akzeptanz ist gefragt, sondern Intervention. Möglicherweise versuchen gerade jüngere Kinder ganz intuitiv und stärker als Erwachsene die Grenzen der technischen Medien zu überschreiten, weil sie (noch) keinen Respekt vor dem Medium haben. So konnte zum Beispiel bei einem am Computer malenden Kind beobachtet werden, dass es der starren Menüführung und Bildschirmaufteilung scheinbar individuelle und chaotisch verlaufende Kreiskritzel entgegensetzte.

  • Mögliche Vorgehensweisen
    Auf dieser Seite werden einige Möglichkeiten zur Erstellung von Fehldrucken und Fehlfarben vorgestellt.

Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • offen für experimentelle Herangehensweisen werden.
  • sich auf unerwartete und zufällige Prozesse einlassen.
  • lernen, die Kontrolle im bildnerischen Prozess abgeben zu können.
  • Stereotype, Klischees und Denkmuster erkennen und sie im gestalterischen Prozess thematisieren (Beispiel: Drucker müssen sauber, schnell, exakt und so "neutral" wie möglich das Bildschirmbild wiedergeben. Der Drucker darf keine eigene Handschrift erkennen lassen.).
  • die Struktur und Systematik von Bildstörungen und technische Fehlfunktionen als Basis für künstlerische Prozesse erkennen und weiterentwickeln.

Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • vertiefende Einblicke in die Hard- und Software des Druckers und verschiedener Druckmaterialien erhalten (Schnittstelle/Interface: Digitalkamera, Computer, Drucker).
  • durch das Zusammenführen und Gegenüberstellen mindestens zweier Medien die jeweiligen medialen Charakteristika erarbeiten und vergleichend herausstellen können.

Sozialkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • sich gegenseitig Hilfestellungen geben, da manche Arbeitsprozesse nur zu zweit ausgeführt werden können.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

AutorAnja Mohr
FachKunst
ZielgruppeSekundarstufe I
Zeitraum4 bis 6 Stunden für die Arbeit mit den Druckern
Hardwareausgemusterte Drucker
Weitere VoraussetzungenGrundlagenkenntnisse in der Computerarbeit

Kommentare zu dieser Unterrichtseinheit

Keine Kommentare gefunden!

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Avatar Dr. Anja Mohr

Dr. Anja Mohr ist Kunstpädagogin und Künstlerin. Von 2004 bis 2008 arbeitete sie als Kunstlehrerin am Weidiggymnasium in Butzbach, von 2008 bis 2009 vertrat sie die Professur "Kunst-Vermittlung-Bildung" an der Universität Oldenburg. Sie leitet das DFG-Forschungsprojekt "Kunstpädagogik und Computervisualistik im Forschungsverbund. Die Entwicklung und Evaluation von Software aus kindlicher Perspektive". Zur Zeit vertritt Anja Mohr die Professur "Kunstpädagogik/Kunstdidaktik" an der Universität Duisburg-Essen.

weitere Beiträge des Autors

Frei nutzbares Material
Die von Lehrer-Online angebotenen Materialien können frei für den Unterricht genutzt und an die eigene Zielgruppe angepasst werden.