Geisteswissenschaften

Gedichtanalyse mit PowerPoint

Veröffentlicht am 06.10.2006
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I
  • variabel
  • Unterrichtsplanung, Anwendung/Software, Didaktik/Methodik, Primärmaterial/Quelle
  • 3 Arbeitsmaterialien

Das klassische Gedicht „Mächtiges Überraschen“ (1827) von Johann Wolfgang von Goethe wird in dieser Unterrichtseinheit von den Lernenden hinsichtlich seines Symbolgehalts analysiert und interpretiert.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Goethes Gedicht "Mächtiges Überraschen" kann als Einstieg in die Thematik des Symbolbegriffes in der deutschen Klassik genutzt werden. Um den Schülerinnen und Schülern eine Annäherung an die Bilderwelt des Gedichtes zu ermöglichen, wird ein rein induktives Verfahren gewählt, das die Lerngruppe zunächst davon abhalten soll, bereits mit möglichen Vorkenntnissen über die Epochen des "Sturm und Drang" und der "Klassik", über Stilmittel oder gar biografische Informationen an die Thematik heranzugehen. Den Schülerinnen und Schülern kann allerdings bekannt gemacht werden, dass sie im Folgenden ein Gedicht interpretieren sollen, welches ihnen anfangs noch nicht "als Ganzes" vorgelegt wird.

  • Umsetzung der Unterrichtseinheit
    Mithilfe der Methode des verzögerten Lesens sollen die Lernenden das Thema des literarischen Textes durch Vorgabe von Reizwörtern antizipieren.
Arbeitsmaterial

Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • "Mächtiges Überraschen" als ein Gedicht interpretieren, das die individuelle Entwicklung weg vom "Sturm und Drang" zum harmonischen Menschenbild der "Klassik" widerspiegelt. Dazu sollen sie den Symbolgehalt des Sonetts detailliert analysieren.
  • sich assoziativ zu einzeln eingeblendeten Begriffen (Nomen, Verben, Adjektiven) im Gedicht äußern, die sie schrittweise in einer PowerPoint-Präsentation an den passenden "Stellen" des später im Ganzen eingeblendeten Gedichtes wahrnehmen.
  • ihre subjektiven Vorstellungen zu diesen Schlagworten als Interpretationsansätze zu der Bildlichkeit in Goethes Gedicht nutzen. Dazu sollen sie ihre Assoziationen als Vorverständnis mit in die immanente Textanalyse des Gedichtes einbringen.
  • die Interpretation des Gedichts als eine Versinnbildlichung menschlicher Entwicklung von der Epoche des "Sturm und Drang" zur "Klassik" sehen. Sie sollen das letzte Wort des Werkes erraten und ihre Interpretationsansätze zum biografischen und zeitgeschichtlichen Hintergrund des Autors in Beziehung setzen.

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Avatar Dr. Stefanie Schäfers

unterrichtet als OStR' am Gymnasium Theodorianum Paderborn die Fächer Deutsch, Katholische Religionslehre und Praktische Philosophie. Nebenberuflich publiziert sie vor allem in den Bereichen Sprach- und Mediendidaktik.

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