Geisteswissenschaften

Das Stadtgedicht „Industriestadt sonntags abends“

Veröffentlicht am 26.03.2007
  • Sekundarstufe I
  • variabel
  • Unterrichtsplanung, Arbeitsblatt, Primärmaterial/Quelle, Didaktik/Methodik
  • 2 Arbeitsmaterialien

Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe sind bedingt durch ihren individuellen Entwicklungsstand erst nach und nach in der Lage, metaphorisches Sprechen zu verstehen und zu analysieren. Daher erscheint ein kleinschrittiges und deduktives Heranführen an lyrische Bilder wie die Personifikation sinnvoll.

Unterrichtsablauf

Inhalt
Sozial- / Aktionsform

Didaktisch-methodischer Kommentar

Flexibel einsetzbar

Die thematische Einbettung der Gedichtinterpretation in den regulären Deutschunterricht der Klassen 6 bis 8 ist an verschiedenen Stellen denkbar. So wird Hildegard Wohlgemuths "Industriestadt sonntags abends" (1971) häufig als Stadtgedicht, aber auch beim Thema Umweltschutz oder Umweltbelastung durch Industriestädte oder zum Aspekt der Anonymität und "Un-persönlichkeit" von Großstädten eingesetzt.

 

Schwerpunkt: Personifikationen

Losgelöst von einem solchen konkreten thematischen Rahmen will sich der vorliegende Unterrichtsvorschlag schwerpunktmäßig mit dem Stilmittel der Personifikation und der außergewöhnlichen Kompositabildung von Personifikationen in diesem Werk beschäftigen.

  • Thematische Annäherung
    Was vermitteln Bilder der Industriestadt? Die Schülerinnen und Schüler machen sich im Internet auf die Suche nach "realen" Bildern von Groß- und Industriestädten.
  • Gedichtanalyse im Unterricht
    Auf die thematische Hinführung folgt die Auseinandersetzung mit den Personifikationen in der bildreichen Sprache des Gedichts.
  • Interpretation des Wohlgemuth-Gedichtes
    Hier finden Sie ein Interpretationsangebot der Autorin mit Schwerpunkt auf der Metaphorik der Sprache.
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Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • ein Gefühl dafür entwickeln, inwieweit ein Gedicht in einigen Teilen über ein konkretes Bild hinausführt, indem sie feststellen, dass Illustrationen wegen der Nicht-Abbildbarkeit bestimmter sprachlicher Merkmale ihre Grenzen haben.
  • eine Definition des Stilmittels der Personifikation entwickeln, indem sie im Bild nicht dargestellte Begriffe des Gedichtes nachweisen, die menschliche Eigenschaften andeuten.
  • eine Definition des Kompositums entwickeln, indem sie diese sprachliche Besonderheit bei der Formulierung der Personifikationen als Merkmal der Verdichtung kennen lernen.
  • wahlweise entweder mögliche bildliche Darstellungen der im Gedicht genannten Personifikationen entwerfen oder entsprechende Komposita bilden, die eine Verbindung von Alltagsbegriffen aus dem Stadtleben mit Gefühlen zeigen.

Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • Bilder von Groß- und Industriestädten zusammenstellen, indem sie solche nach vorgegebenen Bildelementen im Internet recherchieren.
  • ihre Medienkompetenz in der Textverarbeitung mit Word und der Internetrecherche mit Google schulen, indem sie in Word eine Tabelle für die Bilder anlegen, die sie über Google gezielt suchen und nach Word kopieren.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaEine medienintegrative Erarbeitung von Personifikationen und Personifikations-Komposita in Hildegard Wohlgemuths Gedicht "Industriestadt sonntags abends" (1971)
AutorinDr. Stefanie Schäfers
FachDeutsch
ZielgruppeKlasse 6-8 aller Schulformen
Zeitaufwand1 Schulstunde
Technische VoraussetzungenComputerarbeitsplätze für Kleingruppen, Beamer zur Präsentation im Plenum, Internetzugang für Gruppenarbeit, Tafel, Drucker
TextausgabeGedicht: Hildegard Wohlgemuth, Industriestadt sonntags abends. in: dies., Wem soll ich noch Rosen schicken. Wuppertal: Peter Hammer, 1971
MedienInternet, Textverarbeitungsprogramm, ein Präsentationsprogramm wie PowerPoint
VerlaufsplanVerlaufsplan

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Avatar Dr. Stefanie Schäfers

unterrichtet als OStR' am Gymnasium Theodorianum Paderborn die Fächer Deutsch, Katholische Religionslehre und Praktische Philosophie. Nebenberuflich publiziert sie vor allem in den Bereichen Sprach- und Mediendidaktik.

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