Fremdsprachen

Mort au musée ! Qui est l'assassin ?

Veröffentlicht am 01.08.2013
  • Sekundarstufe I
  • 3-5 Unterrichtsstunden
  • Unterrichtsplanung
  • 2 Arbeitsmaterialien

Diese Unterrichtseinheit regt dazu an, im Französischunterricht einen fiktiven Kriminalfall zu lösen. Dabei stellt sich allen Beteiligten die gleiche Frage wie dem Schriftsteller eines modernen Kriminalromans: Wie kann in einer immer komplexer werdenden Welt sichergestellt werden, dass Verbrechen aufgeklärt werden, Täter bestraft und nicht unschuldig Verdächtigte in die Mühlen der Justiz geraten?

Didaktisch-methodischer Kommentar

Kommunikation als Basis kriminologischen Erfolges

Was in der Kriminalliteratur gelang, scheiterte zu häufig in der Realität, durch die "Modernisierung" der Gesellschaft wurde die Welt immer unübersichtlicher, Täter werden nicht mehr so leicht aufgespürt. Und so wurde auch in der Kriminalliteratur die Verbrechensaufklärung zunehmend schwerer. Im modernen Kriminalroman können Leserinnen und Leser nicht mehr davon ausgehen, dass der Täter gefunden und der Fall gelöst wird. Ein möglicher Ausweg aus der Unübersichtlichkeit der Beweislage besteht in der sorgfältigen Sicherung aller Aussagen von Zeugen und Verdächtigen. Um einen gerichtlich verwertbaren und eindeutigen Beweis für die Schuld eines Tatverdächtigen zu führen, müssen die möglichen Motive aller Verdächtigen ermittelt und ihre Alibis geprüft werden.

 

Rollenspiel zeigt gesellschaftliche Utopie

In der vorliegenden Unterrichtseinheit erwerben die Lernenden in einem komplexen Rollenspiel die Fähigkeit, in der Fremdsprache Zeugen- und Tatverdächtigenverhöre durchzuführen, aufmerksam zu beobachten und zu transkribieren und aus den Notizen Schlüsse über den Tathergang zu ziehen. Damit rekonstruiert das Rollenspiel eine funktionierende aufgeklärte Öffentlichkeit als Norm, die in der außerschulischen Wirklichkeit nicht mehr oder utopisch ausgedrückt noch nicht funktioniert.

  • Durchführung
    Die Unterrichtseinheit ist so konzipiert, dass die Lernenden autonom anhand der Ablaufplanung arbeiten und am Ende die Ergebnisse zusammentragen.
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Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können am Ende der Sequenz

  • sich selbstständig einen komplexen Arbeitsauftrag erschließen und in eigenen Worten erläutern (Material M1).
  • in einer Fantasiereise Indizien beschreiben und Tatverdächtige benennen (M2).
  • die sprachlichen Mittel (Lexik und Redemittel) des Wortfeldes "Polizei und Kriminalität" erarbeiten und in einem Lückentext an den richtigen Stellen einfügen (M3).
  • Rollenkarten erstellen, um sich auf ein Rollenspiel vorzubereiten (M4).
  • in einem Rollenspiel Alibis verabreden.
  • in einem Polizeiverhör auf Fragen antworten.
  • einem Gespräch (hier einem Polizeiverhör) auf Französisch aufmerksam folgen und eine Mitschrift von Gesprächen (in diesem Fall des Verhörs) anfertigen.
  • die eigenen Mitschriften mit denen anderer vergleichen und auswerten, indem sie sich gut begründet auf einen Hauptverdächtigen einigen (M5).
  • einen Polizeibericht schreiben, in dem das Verhör mit dem Hauptverdächtigen zusammengefasst wird (M6).
  • verschiedene Polizeiberichte lesen, vergleichen und begründet kritisieren.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaMort au musée ! Qui est l'assassin ? Une affaire criminelle à résoudre par un jeu de rôle complexe
AutorAchim Schröder
FachFranzösisch
Zielgruppeab dem 4. Lernjahr
Referenzniveauab Referenzniveau B - Selbstständige Sprachverwendung
Zeitraum3-5 Unterrichtsstunden
Technische VoraussetzungenComputer mit Internetzugang (am besten für je 2 Personen), Beamer

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