Sprache

Unendliche Geschichten

Veröffentlicht am 17.06.2003
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • variabel
  • Unterrichtsplanung, Projekt
  • 1 Arbeitsmaterial

Manchmal trifft man beim Surfen im Internet auf „unendliche Geschichten“, an denen mehrere gemeinsam schreiben können. Der besondere Reiz dieser Geschichten liegt in der Vielfalt der Ideen, die den Verlauf einer Geschichte prägen und interessante Wendungen enthalten. Aber wie kann man selbst eine Fortsetzungsgeschichte initiieren?

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Grundlagen und Voraussetzungen

Zum Schreiben solcher Geschichten ist ein Skript notwendig, das folgende Anforderungen erfüllen muss:

Mehrere Geschichten müssen parallel geschrieben werden können

Das Schreiben von nur einer Geschichte würde die Schreibmotivation erheblich einschränken, da eigene Ideen für neue Geschichten nicht umgesetzt werden könnten. Die Gefahr, dass bei mehreren begonnen Geschichten keine Geschichte fertig geschrieben wird, ist natürlich gegeben. Die Erfahrung wird hier zeigen, ob die Anzahl der begonnenen Geschichten beschränkt werden muss.

 

Einzelne Kapitel sollten zu einer Geschichte zusammengefügt werden

Bei Gästebüchern oder in Foren muss man immer ein neues Fenster öffnen, um den Kommentar oder Eintrag auf einen Beitrag sehen zu können. Dies ist bei einer unendlichen Geschichte nicht wünschenswert. Der Text soll hier automatisch als komplette Einheit zur Verfügung stehen. Das hat mehrere Vorteile:

  • Die Geschichte kann, wenn ein neues Kapitel angefügt werden soll, in der Gesamtheit gelesen werden. So stellen die Schülerinnen und Schüler leichter den Bezug her.
  • Die Geschichten, die Kinder in der Grundschule schreiben, werden ebenfalls fortlaufend geschrieben, so dass hier kein Bruch gegeben ist.

Die Bedienung soll einfach sein

Komplizierte Bedienung erfordert eine intensive und zeitintensive Einführung und Hilfe. Hinzu kommt, dass komplizierte Bedienbarkeit immer wieder zu Fehlern führt und damit Grundschüler unnötig verunsichert. Ein einfach zu bedienendes Skript schließt das weitgehend aus und sorgt so für einen reibungslosen Ablauf beim Geschichtenschreiben.

Alle Mitschreiber sollen genannt werden, aber nicht in jedem Abschnitt

Die Namensnennung der Autorinnen und Autoren in jedem geschriebenen Abschnitt ist nicht gewünscht. Der direkte Vergleich der Schülerinnen und Schüler soll ausgeschlossen werden. Die Nennung der beteiligten Kinder im Kopf der Geschichte ist wichtig, da sie hier als Autoren auf das Produkt verweisen und sich inhaltlich identifizieren können.

Sicherheit hat Vorrang

Das Skript sollte so konfiguriert werden können, dass die Kinder geschützt sind. Aus diesem Grund soll das Einsehen der E-Mail-Adresse verhindert werden, um die Kinder so vor SPAM-Mails und ähnlichen unerfreulichen Dingen zu schützen.

Skript in deutscher Sprache

Viele Skripte, die im Internet zur Verfügung gestellt werden, sind in englischer Sprache verfasst. Die Nutzung hätte zur Folge, dass Grundschulkinder Schwierigkeiten bei der Bedienung hätten. Um dies auszuschließen, muss das Skript in deutscher Sprache sein oder mit geringem Aufwand ins Deutsche übertragbar sein.


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Avatar Elmar Fischer

ist Leiter der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Lohmarer Straße in Köln und betreibt eine Website zum Thema neue Medien in der Grundschule unter www.medienecken.de. Der Grundschulredaktion von Lehrer-Online steht er als Fachberater zur Seite.

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