Lernen im und mit dem Internet

Veröffentlicht am 09.07.2014

Neue Medien und besonders das Internet nehmen immer mehr Platz in unserem Leben ein. Der Laptop, das Smartphone oder das Tablet stehen jederzeit bereit, um schnell etwas zu notieren, Briefe zu schreiben oder im Internet zu recherchieren. Und auch unsere Jüngsten lernen heute anders als noch vor wenigen Jahren.

Was heißt Online-Lernen?

Texte, Videos und Ton zeitgleich zum Lernen nutzen zu können, war noch vor wenigen Jahren eine vollkommen neue Idee. Mittlerweile etabliert sich der Gedanke des Online-Lernens, das eben diese Multimedialität bietet, aber immer mehr. Unter dem Sammelbegriff "digitales" oder "multimediales Lernen" werden sämtliche Facetten aller Lernprozesse, bei denen digitale Werkzeuge zum Einsatz kommen, zusammengefasst. So kann eine CD-ROM als Träger einer Lernsoftware fungieren, auf mobilen Endgeräten wie Smartphones können Apps das Lernen erleichtern oder das Internet wird direkt als sich ständig aktualisierende Online-Plattform genutzt. Wikis sowie virtuelle Klassenzimmer runden das Angebot ab. Hier den Überblick zu behalten, ist fast unmöglich, denn das Angebot wird ständig erweitert und optimiert.

Lernerfolg? Auf den Methoden- und Medienmix kommt es an

Digitales Lernen als eine von vielen Lernformen

In ihrer Gesamtheit bieten all diese Varianten ein breites Spektrum an Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler beim Lernen zu begleiten. Die noch relativ junge Form des Lernens über digitale Kanäle bildet jedoch nur eine von vielen Lernformen: Das Erkunden der Umwelt, das Sammeln von Erfahrungen, das Beobachten und Experimentieren werden auch in Zukunft essenzielle Bestandteile eines erfolgreichen Bildungsweges jedes Schülers sein.

Verschiedene Medien und Methoden kombinieren

Gleichzeitig wird es immer wichtiger, verschiedene Medien und Methoden zu kombinieren und so das "Lernen zu lernen". Das klassische Schulbuch kann all das nicht bieten. Im Gegenteil: Oftmals gibt es hier nur einen Lösungsweg und kein direktes Feedback. Im schlimmsten Fall erfahren die Schülerinnen und Schüler erst in der Klassenarbeit, dass sie das Thema nicht richtig verstanden haben. Kinder sollten jedoch nicht die Fähigkeit verlieren, über den Tellerrand zu schauen und verschiedene Wege zur Lösung zu gehen - denn das wird schließlich später im Berufsleben von ihnen verlangt.

Online-Lernangebote bergen größtes Potenzial

Lernangebote, die mit dem Internet in direkter Verbindung stehen, bergen das größte Potenzial. Hier werden die Optionen, die das digitale Lernen bietet, optimal ausgeschöpft. In der heutigen Zeit gehört eine ständig verfügbare und stabile Internetanbindung zum "Mobiliar" der meisten Haushalte. Damit ist der wichtigste Grundstein für die Nutzung gelegt.

Vorteile von online-basiertem Lernen

Immer aktuell

Das Internet ermöglicht es, sämtliche Anwendungen auf dem neusten Stand zu halten. Die Inhalte werden laufend weiterentwickelt und mögliche Fehler werden behoben, sodass mit jeder aktualisierten Fassung eine optimierte Version zur Verfügung steht. Dieser fließende Prozess unterscheidet das online-gebundene Lernen von der starren Version auf CD-ROM: Von diesen Verbesserungen profitiert der Nutzer ohne große Umstände, meist nur durch das Installieren eines Updates. Und nicht nur die stetige Optimierung der bestehenden Anwendungen ist ein Aspekt, der die Aktualität des Online-Lernens ausmacht. Auch die Möglichkeit, über einzelne kleine Updates aktuelle Informationen zu erhalten, ist ein Faktor. Die App "Quappiz" bereitet so beispielsweise in der Rubrik "Aktuelles" Nachrichten aus dem Tagesgeschehen altersgerecht auf und stellt diese zur Verfügung.

Multimedial und interaktiv

Die Tatsache, dass gute Online-Angebote multimedial aufgebaut sind, stellt einen großen Reiz für Kinder dar - und hat somit auch einen ganz entscheidenden Vorteil: Finden Kinder etwas spannend und zeigen Interesse, lernen sie gern, und das Wissen verankert sich nachhaltig im Gedächtnis. Gleichzeitig werden durch das Nebeneinander von Text, Bild, Film, Ton und interaktiven Elementen mehrere Sinne gleichzeitig angesprochen, was den Lernerfolg zusätzlich pusht. Und ganz wichtig: Durch Multimedialität und Interaktivität wird trockener Schulstoff lebendig, anschaulich, greifbar - denn wer versteht schon die DNA, wenn sie im Schulbuch beschrieben ist? Wäre es nicht viel schöner, erst ein anschauliches Video zu sehen und im Anschluss die Erklärung noch einmal schriftlich zu lesen? Wenn dann noch ein kleiner Test erscheint, der das Gelernte abfragt, sofort Feedback vermittelt und durch ein ausgeklügeltes Belohnungssystem Anreize schafft, weiterzumachen, wird das Lernen auf einmal irgendwie "cool".

Gemeinsames Arbeiten

Gruppenarbeit ist eine gute Möglichkeit, die Arbeit innerhalb eines Teams kennenzulernen und gemeinsam an der Lösung eines Problems zu arbeiten. Diese Teamarbeit ist auch online, durch virtuelle Klassenzimmer oder Wikis, umsetzbar und beeinflusst das Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler nachweisbar positiv. So arbeiten sie beispielsweise in virtuellen Klassenzimmern auf gemeinsamen Plattformen, die von einer Lehrkraft gesteuert werden. Informationen, Dokumente und Bilder können gemeinsam genutzt werden. Gleichzeitig ist der Austausch durch Chats und Foren möglich. Gemeinsames Recherchieren, Fragen stellen und das Finden der Antworten fördert die Teamfähigkeit und Projektkompetenz - und Fachwissen haben sich die Schülerinnen und Schüler währenddessen fast nebenbei angeeignet - alles wichtige Voraussetzungen für das spätere Berufsleben.

Individuelles Lernen

Kinder lernen unterschiedlich schnell, verfügen über mehr oder weniger Vorwissen als andere, können sich unterschiedlich gut konzentrieren oder interessieren sich für andere Dinge als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Gute Lernsysteme, die über das Internet genutzt werden, reagieren auf diese unterschiedlichen Voraussetzungen flexibel und direkt. Unterschiedliche Levels, Wiederholungen oder das selbstständige Organisieren der Lerneinheiten ermöglichen das individuelle Lernen.

Mehr Motivation zum Lernen

Der große Vorteil von Laptops und Tablets ist, dass sie auf Kinder eine enorme Faszination ausüben. Das heißt, sie beginnen schon mit einer ausgeprägten Anfangsmotivation und haben eine hohe Bereitschaft, sich mit den digitalen Medien auseinanderzusetzen. Dieser Fakt in Kombination mit der angesprochenen "Multimedialität" führt zu einer sehr lebendigen Art der Wissensvermittlung, die tiefer geht und "hängen" bleibt. Koppeln gute Online-Lernprodukte dies mit Interaktivität und Belohnungssystemen wie Levels oder Bestenlisten, werden Kinder angespornt, weiter zu lernen und haben Spaß bei dem, was sie tun.

Mobiles Lernen

Stehen ein Internetzugang sowie ein entsprechendes Endgerät zur Verfügung, können Kinder überall und zu jeder Zeit lernen. Verregnete Urlaube oder Wartezeiten an Flughäfen lassen sich so sinnvoll nutzen.


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