Auf Basis von fünf Elementen, die zueinander in Beziehung gesetzt und verknüpft werden, können bereits nach kurzer Einarbeitungszeit eigene Modelle erstellt werden. Ein anfänglich sehr grobes, schnell "programmiertes" Modell kann schrittweise differenziert und erweitert werden, bis das gewünschte System so komplex wie möglich abgebildet ist. Die einzelnen Elemente des abzubildenden Systems werden im Modell in Symbolen repräsentiert: Variable, Konstante, Niveau und Fluss mit Rate. Die Größen, die einen direkten Bezug zueinander haben, werden mit einem Pfeil verbunden. Die Pfeilrichtung entspricht dabei der Richtung der Einflussfaktoren. Nachdem das System modelliert ist, lassen sich darauf aufbauend Simulationen durchführen. So kann untersucht werden, wie sich einzelne Größen im Zeitverlauf dynamisch entwickeln.
Die Bausteine für ein ModellUm sich die systemdynamische Symbolik anzusehen, klicken Sie bitte auf die oben stehende Grafik.
ProgrammversionDie zurzeit aktuellste Version von Powersim ist "Powersim Studio 2005", von der eine 60-Tage Trial-Version zum Ausprobieren genutzt werden kann. Alternativ ist eine ältere, kostenfreie Light-Version verfügbar. Im Folgenden wird der Modellierungsprozess anhand der älteren Version erläutert, da diese für Unterrichtszwecke ausreichend leistungsfähig ist. Auf gravierende Unterschiede zur neuen Version wird jedoch hingewiesen, so dass die Ausführungen auch für Neueinsteiger der aktuellen Version nützlich sind.
Mit dem Tutorial lernen Sie grundlegende Funktionen von Powersim kennen und können einfache Modelle selbst erstellen. Dies wird anfänglich noch etwas mühsam sein, sich aber schnell bessern. Beim Modellieren sollten Sie jedoch nicht das komplette Modell erstellen und erst anschließend simulieren. Vielmehr bieten sich kurze Simulationen immer wieder während des Modellierungsprozesses an, weil so das Modellverhalten besser verständlich wird und Fehler schneller erkannt werden.
Der Online-Text im PDF-Format. Hier finden Sie nicht nur die Grafiken, die online zu sehen sind, sondern auch die Abbildungen für den Umgang mit dem kostenpflichtigen Programm.Dateigröße: 687 KB
Dr. Holger Arndt ist Studienrat an einer Berufsbildenden Schule für Wirtschaft. Zurzeit vertritt er die Professur für Wirtschaftswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.
Geschäftsprozessorientierung, Modellierungssoftware