Die Hypertextproduktion und -rezeption erfordert eine aktive Bedeutungskonstruktion der Schülerinnen und Schüler. Sie müssen sowohl ihre deklarative als auch prozedurale Fremdsprachenkompetenz nutzen. Beide tragen wesentlich zur generellen Vertiefung des Fremdsprachenlernens bei. Dies gilt für alle Fremdsprachenlernprozesse und wird hier exemplarisch für das Englische dargestellt.
Bei der Behandlung eines Shakespeare-Dramas im Unterricht stehen bei den neuen Richtlinien in NRW kreativ-gestaltende und textanalytische Ansätze komplementär zueinander, so dass auf eine "klassische" Analyse der Ganzschrift keinesfalls verzichtet werden kann. Das Projekt schließt sich an die Analyse an und vertieft sie durch die verschiedensten post-reading activities, die kreative, historische oder linguistische Schwerpunkte haben können.
MediennutzungDie Bearbeitung von post-reading activities mithilfe des Internets zieht sinnvollerweise den Einsatz auch anderer Funktionen des Computers nach sich. Dazu gehören zunächst einmal Textverarbeitungs- und Grafik-Programme, ferner ein Browser zum Surfen im Internet und ein HTML-Editor zur Umsetzung der Texte in Hypertext.
MedienkompetenzDer Erwerb von Wissen über neue Medien ermöglicht darüber hinaus die Erziehung zu Kritikfähigkeit und Medienkompetenz. Doch diese Medien sind (erstmalig) nicht nur Instrumente organisierten Lernens, sondern stehen den Jugendlichen als Ausdrucks- und Artikulationsinstrumente ihrer persönlichen Interessen und Präferenzen zur Verfügung. Man spricht von "Medienwelten", da diese Medien an der Konstruktion sozialer Welten teilhaben, da Kommunikationsalltag und lebensweltliche Bindung der Mediennutzer und -nutzerinnen nicht mehr zu trennen sind.
Vernetzes LernenEine weitere Kompetenzerweiterung basiert auf der möglich vielleicht sogar notwendig werdenden (ebenfalls von den Richtlinien geforderten) Vernetzung des Lernens, deren didaktischer Schwerpunkt vor allem in der Interdisziplinarität des Arbeitens und dem Erwerb interdisziplinärer Arbeitstechniken liegt. Dabei kann nicht nur eine Integration von Inhalten des Faches Informatik, sondern auch aus den Bereichen Kunst, Musik oder Geschichte stattfinden.
Gelerntes VerknüpfenIn neuen multimedialen Lernumgebungen wird es möglich, Informationen aus den verschiedenen Fachgebieten durch Links miteinander zu verknüpfen. Für Lernende wird es möglich, komplexe Problemstellungen aus verschiedenen Perspektiven und fachübergreifend zu bearbeiten.
Cerstin Henning ist Studienrätin und unterrichtet am Berufskolleg Humboldtstraße in Köln die Fächer Englisch, Mathematik und Webdesign.
Urheberrecht, Präsentation, Medienkompetenz, Schulhomepage, Websitegenerator