itslearning
02.05.2012

Erfahrungsbericht: Besser "umgekehrt Lernen"

Die Lehrerin Anne Cathrine Gotaas setzt itslearning in der Oberstufe der Sandvika Sekundarschule in Norwegen ein. Sie nutzt das Konzept des 'umgekehrten Lernens' (Flipped Classroom) seit 2007 in ihren Wirtschafts- und Mathematikklassen und bemerkt seither eine klare Leistungssteigerung der Schülerinnen und Schüler.
 

Wie kehrt man den Unterricht aber um? Die Methode ist einfach: Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich auf den Unterricht vor, indem sie sich zu Hause über itslearning Videovorträge der Lehrkraft ansehen. Während des Unterrichts in den Klassenzimmern arbeiten sie dann an den Aufgaben. Dank dieser Technik konnte sich Anne Cathrine im Unterricht mehr Zeit für einzelne Lernende und kleine Schülergruppen nehmen, ihnen helfen und auf Verständnisfragen eingehen.

 

Mehr Zeit für Einzelne

Mehrkanalig besser verstehen
Anne Cathrine stellte fest, dass Schülerinnen und Schüler besser lernen, wenn die theoretischen Videos in praktische Tests und erklärende Sequenzen auf itslearning eingebaut sind. "Während die erklärenden Sequenzen dazu dienen, die Schüler auf ihrem Lernpfad zu führen, bieten die Tests ein sofortiges Feedback zu den Antworten. So können die Schüler ihren eigenen Wissenstand abrufen", erklärt sie.

Test-Tool als Diagnosemittel
Obwohl sie die Tests niemals selbst beurteilt oder eine Note dafür vergibt, nutzt sie die Ergebnisse, um zu erkennen, mit welchem Teil der Theorie die Schüler Schwierigkeiten hatten. Dadurch kann sie die Zeit des Präsenzunterrichts im Klassenzimmer effektiver planen und die Verständnislücken ihrer Schülerinnen und Schüler füllen. Sie erhalten später Zugang zu den Videos, die auf itslearning in einer Ordnerstruktur zur Verfügung stehen.

Von eigenen Erfahrungen profitieren

Fernkurs inspirierte
Anne Cathrine lernte das Konzept des umgekehrten Lernens erstmals kennen, als sie 2005 einen Online-Fortbildungskurs an einer Universität belegte. Damals veröffentlichten die Lehrkräfte Lernvideos auf itslearning, in denen sie die Theorie auf einem Whiteboard erläuterten. Wenn die Studenten den Lehrinhalt beim ersten Mal nicht verstanden, konnten sie das Video zurückspielen und es sich noch einmal ansehen. "Ich erkannte, dass diese Methode hilfreich war", meint Anne Cathrine. "Die Theorie mehrmals ansehen zu können, war für mich äußerst hilfreich. Ich hätte den Kurs wohl nicht bestanden, wenn ich nur auf Bücher angewiesen gewesen wäre."

Schwächeren helfen
Anne Cathrine unterrichtete zwei Jahre später eine Klasse, in der drei bis vier Schüler Gefahr liefen, nicht zu bestehen. Als zusätzliche Unterstützung nahm sie für sie Videos ihres Unterrichts auf, die sie sich auf itslearning ansehen konnten. "Die Schüler gaben mir ein wirklich positives Feedback, aber noch wichtiger war die Tatsache, dass alle Schüler bestanden", so Anne Cathrine.

Eigene Videos und Material aus dem Netz
Anne Cathrines erste Videos, die sie selbst mit einer Webcam aufzeichnete, zeigten das Lösen von Rechnungen auf Papier. Jetzt nutzt sie für die Aufnahme ihrer Bildschirmvideos eine kostenlose Version von Screencast-O-Matic. Heute besitzt sie Videos zu allen Themen in den Kursen, die sie unterrichtet - aber nicht alle stammen von ihr.
"Im Internet stehen so viele gute Videos zur Verfügung, ich muss also nicht alles selbst machen", meint sie. "Erstklassige Videos finde ich beispielsweise auf YouTube oder khanacademy.org. Ich füge sie dann einfach auf itslearning ein."

Effizient und anspruchsvoll
itslearning ist für Anne Cathrine ein hilfreiches Tool, das ihr zeigt, wer sich die Videos angesehen hat. Nach einer Ferienpause bemerkte sie beispielsweise, dass nur zwei von 17 Schülern sich auf itslearning eingeloggt hatten, um sich die Videos anzusehen - die Lernenden mussten sich die Videos dann während des Unterrichts ansehen.

Ist "umgekehrtes Lernen" besser als "normaler" Unterricht?

Einfach und individuell verfügbar
"Der Unterricht im Klassenzimmer erfordert die Aufmerksamkeit der gesamten Klasse, während man sich ein Video immer wieder ansehen kann. Aber es stellt für den Lehrer eine größere Herausforderung dar, den Schülern während des Unterrichts zu helfen, eine Aufgabe zu lösen, als zu unterrichten." Dennoch behaupten einige, dass nicht motivierte Schülerinnen und Schüler zu wenig diszipliniert seien, um sich die Videos zuhause anzusehen, und dass es daher besser sei, wenn der Lehrer die Theorie während des Unterrichts in der Klasse vermittelt. Anne Cathrine ist anderer Meinung. Damit jeder die Videos verstehen kann, gestaltet sie sie so einfach wie möglich.

"Umgekehrt lernen ist individuell lernen"
"Einige Schüler profitieren nur wenig vom Unterricht in den Klassen, und ich denke, dass Schüler, die sich die Videos zuhause nicht ansehen, wohl auch andere Hausaufgaben dort nicht erledigen würden. Durch das Konzept des umgekehrten Lernens können sie zumindest auf itslearning gehen, um sich die Videos in der Schule anzusehen." Wenn man die Videos aber einfach hält, wie können dann begabte Schüler gefördert werden? "Ich nutze häufig nach Niveau differenzierte Gruppen, in denen Schüler desselben Niveaus gemeinsam arbeiten und sich gegenseitig prüfen", erklärt sie. "Ein weiterer Vorteil ist, dass die intelligentesten Schüler nicht zuhören müssen, wie ich der gesamten Klasse einfache Dinge erkläre - sie können einfach vorspielen und sich schwierigeren Aufgaben zuwenden."

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    Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit itslearning.
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