Kurt Ludwigs
22.06.2004

Korrigieren mit Google - die String-Suche

Bei der Korrektur einer Englischklausur stolperte ich über den Satz: "Willy was pretty through the wind." Es ist klar, was der Schüler sagen wollte und dass dieser Satz eine Wort-für-Wort-Übertragung aus dem Deutschen ist. Die Idiomatik des Englischen ist verfehlt. Nicht alle Fehler, die man in Klassenarbeiten und Klausuren in den modernen Fremdsprachen findet, sind so eindeutig wie in diesem Beispiel.
 

Es ist sogar so, dass es Fachkollegen gibt, die während der Korrektur einer Oberstufenklausur miteinander regelrechte Telefonkonferenzen abhalten, denen folgende schlichte Frage zugrunde liegt: "Kann man das im Englischen/Französischen/Spanischen so sagen oder nicht?". Dies ist sehr aufwändig und führt oft zu keinem überzeugenden Erfolg, weil man nur vermuten kann, dass man "etwas sagen kann" oder nicht. Der eindeutige Nachweis von Korrektheit oder Fehlerhaftigkeit eines sprachlichen Ausdrucks unterbleibt jedoch vielfach. Abhilfe kann die Suchmaschine Google schaffen.

 

Die Suchmaschine Google

Suchmaschinen bieten den Schlüssel zur ergebnissicheren Navigation durch das Labyrinth des world wide web. Je besser die Suchmaschine, desto größer ist die Chance bei gleichzeitiger Beherrschung effektiver Suchstrategien das Gesuchte im Netz zu finden. Zu den besten dieser Suchmaschinen zählt Google, über die die Stiftung Warentest schon im September 2001 urteilte: "Google ist die derzeit beste Suchmaschine im Netz." Viele Fachleute stimmen diesem Urteil auch heute noch zu. Um die Möglichkeiten von Google für die Korrektur von fremdsprachlichen Texten effektiv nutzen zu können, muss man die dafür geeignete Suchoption benutzen, die String-Suche.

Einsatz von Google bei Korrekturen

Formulierung der Suchanfragen

Fazit

Erst Wörterbuch, dann Google
Verallgemeinernd kann man sagen, dass Google immer dann weiterhilft, wenn das Wörterbuch versagt oder keine eindeutige Auskunft gibt.

Lifelong learning
Ein angenehmer Nebeneffekt des Korrigierens mit Google ist, dass man seine eigenen Sprachkenntnisse in der Zielsprache erweitert und aktualisiert.

Zeitersparnis und Qualitätsverbesserung
Das Korrigieren mit Google kann zu einer erheblichen Zeitersparnis und einer Qualitätsverbesserung bei der Korrektur von Klassenarbeiten und Klausuren in den modernen Fremdsprachen führen. Auf jeden Fall ersetzt sie den für beide Seiten zeitraubenden Rückgriff auf Fachkolleginnen und -kollegen bei der Lösung sprachlicher Korrekturprobleme und kann somit einen Beitrag zur (überfälligen) Entlastung der mit eigenen Korrekturen belasteten Lehrkräfte leisten.

Download

google-korrektur_projektbeschreibung.pdf
 

Informationen zum Autor

Kurt Ludwigs unterrichtet die Fächer Englisch und Pädagogik an der Bischöflichen Marienschule Mönchengladbach. Zusammen mit Walfried Schubert rief er den Arbeitskreis lingu@Konzept ins Leben, der sich mit Möglichkeiten des effektiven Einsatzes neuer Medien im Sprachenunterricht beschäftigt.

  • Mehr Infos im Autorenverzeichnis
    Hier können Sie Kontakt mit Herrn Ludwigs aufnehmen. Zudem finden Sie hier eine Liste mit weiteren Lehrer-Online-Beiträgen des Autors.
Verwandte Themen
 
Unsere Empfehlungen für Sie
 
Lehr- & Lern-Tools
Recherchieren
  • Recherchieren
    Diese Unterrichtsanregungen bieten sich zum Recherchetraining an.
 
Impressum | Datenschutz | Über uns | RSS-Feeds | Seite bookmarken:  del.icio.us Yahoo! My Web google Bookmarks Digg Mister Wong OneView MerklisteEmpfehlenDruckenSeitenanfang
Nicht redaktionelle Inhalte nach § 6 TMG von anderen Anbietern als Lehrer-Online werden durch den Namen des Anbieters gekennzeichnet.