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Titelbild Klimazonen der Erde

Klimazonen der Erde – Geographie-Arbeitsblätter

Kopiervorlage
14,99 €

Diese Arbeitsblätter für die Klassen 5 bis 8 behandeln anschaulich die Klimazonen der Erde. Mit interaktiven Aufgaben, Gruppenpuzzle und digitalen Impulsen fördern sie das Verständnis für klimatische Zusammenhänge, den Umgang mit Klimadiagrammen und den Einfluss von Breitengrad und Kontinenten auf das Klima. Die Arbeitsblätter "Klimazonen der Erde – Geographie-Arbeitsblätter für Klassen 5 bis 8“ umfassen mehr als 15 Seiten mit altersgerechten Kopiervorlagen. Enthalten sind ein fachdidaktischer Einleitungstext zu den Grundlagen der Klimazonen (zum Beispiel äquatoriale, tropische, subtropische, gemäßigte und polare Zonen), ein Gruppenpuzzle, in dem Kleingruppen verschiedene Klimazonen kartieren und charakterisieren, sowie interaktive Aufgaben, die Schülerinnen und Schüler Klimadiagramme interpretieren und die Faktoren für Temperatur- und Niederschlagsverteilung erkunden lassen. Eine zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Begriffe (zum Beispiel Klimadiagramm, Jahresgang, Meeresströmungen) und Reflexionsfragen unterstützen das vertiefte Nachdenken. Der Single-Choice-Test überprüft das erarbeitete Wissen zu Klimatypen, Einflussgrößen und geographischen Zusammenhängen. Das Glossar erläutert Fachbegriffe wie Trockenklima, Monsun, Tropopausen und Klimastatus. Die didaktische Handreichung bietet Lehrkräften methodische Hinweise zu Partner- und Gruppenarbeit, Reflexionsübungen und digitalen Impulsen (zum Beispiel Einsatz interaktiver Karten-Apps), die sowohl für Präsenz- als auch Distanzunterricht geeignet sind. Durch kooperative Lernformen und entdeckendes Lernen entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein tieferes Verständnis für globale Klimaphänomene und deren Wechselwirkung mit menschlichen Lebensräumen.

  • Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I

Hypersoil - "Boden" im Sachunterricht

Unterrichtseinheit

"Nicht nur die Schwerkraft verbindet uns mit dem Boden unter unseren Füßen, vielmehr ist ohne Boden eine Realisation des Phänomens Leben in seinen vielfältigen Formen nicht möglich. Fruchtbarer Boden, auf dem Pflanzenwachstum und Nahrungsmittelproduktion möglich sind, ist die Grundlage menschlicher Existenz." Bildungspolitische Forderungen nach naturwissenschaftlicher Grundbildung sind - nicht erst seit PISA - laut geworden. Die Institute für Didaktik in Münster und Dortmund haben in Kooperation mit dem Studienseminar für die Primarstufe in Münster eine hypermediale Lern- und Arbeitsumgebung zum Themenfeld "Boden im Sachunterricht" ins Netz gestellt. Die Lern- und Arbeitsumgebung HYPERSOIL bietet Lehrerinnen und Lehrern der Grundschule und Sekundarstufe I ein breitgefächertes Angebot an Unterrichtseinheiten, gespickt mit wichtigen Sachinformationen und weiterführenden Medientipps. Gleichzeitig kann sie auch von den Schülerinnen und Schülern im Unterricht genutzt werden. Fachleute aus den Bereichen, Biologie, Sachunterricht, Geologie und Wirtschaftsinformatik haben dazu vier Themenkomplexe als Bausteine miteinander vernetzt. Bodeninformationen Im Bereich Bodeninformationen sind Basisinformationen zu den Bereichen "Bodeneigenschaften", "Bodentiere", "Bodenflora" oder "Bodenentwicklung" gesammelt, die wichtig für die Unterrichtsvorbereitung sein können. Zu Beginn gibt es dort eine Erklärung beziehungsweise Definition des Begriffs "Boden". Welche Bedeutung hat der Boden und welche Bodenkörper gibt es? Klar, dass dieser wissenschaftliche und anspruchsvolle Teil ausschließlich für Lehrkräfte und nicht für die Schüler und Schülerinnen gedacht ist. Bodenwerkstatt Zum direkten Einsatz im Unterricht werden fertige "Werkstätten" zum Ausdrucken angeboten. Interessiert man sich beispielsweise für den Regenwurm, erfährt man unter dem Punkt "Bodentiere", dass es "den" Regenwurm gar nicht gibt, sondern dass viele Arten von Würmern in den jeweiligen Bodenschichten vorhanden sind. Ein Überblick über die Bodenfauna erklärt, welche Tiere in welcher Bodenschicht leben. Klickt man weiter, findet man auch die notwendigen Sachinformationen über den "Regenwurm". Eine Regenwurmwerkstatt, befindet sich zurzeit noch im Aufbau. Unter den "weiterführenden Informationen" gelangt man zu "Versuchen", einer "Bodentierkartei", und bekommt "Geschichten und mehr" angeboten. Fertig sind die "Assel-Werkstatt" und die Werkstatt "Boden erleben und begreifen". Boden im Unterricht Klar, dass bei einer Unterrichtseinheit zum Thema "Boden" didaktisches Hintergrundinformationen nicht fehlen dürfen. Welche Relevanz hat das Thema? Wo findet man die Legitimation in den Lehrplänen und Richtlinien? Dies erfährt man in diesem Bereich, der allerdings ebenfalls zum Teil noch unfertig ist. Medien & Materialien Das Angebot in dieser Rubrik reicht von Fachliteratur zur Unterrichtsvorbereitung über Materialien für den Einsatz im Unterricht, Printmedien für Kinder, audiovisuelle Medien und Downloads bis zu externen Links anderer Anbieter. Die Medien sind genau strukturiert und sortiert nach Typen. Praktisch, dass die Filme direkt mit den FWU-Nummern ausgezeichnet sind. So ist ein schneller Zugriff bei der Ausleihe in den Medienzentren möglich. Die Website ist eine Bereicherung für die Unterrichtsvorbereitung in der Grundschule und der Sekundarstufe I. Die Seite ist übersichtlich und die Vernetzung der Bereiche ermöglicht einen schnellen Zugriff. Verzichtet wird glücklicherweise auf überflüssigen "Schnick-Schnack". Die zur Verfügung gestellten Informationen erscheinen durchweg wissenschaftlich fundiert. Was ich vermisst habe, sind Seiten für die "Kinderhand", wie sie in der Projektbeschreibung angekündigt werden. Die Texte sind für Kinder zu anspruchsvoll und zu lang. Die Site selbst ist nicht hypermedial. Sie gibt lediglich Tipps zur Verwendung unterschiedlicher Medien, durch deren Zusammenwirken im Rahmen einer Unterrichtseinheit eine hypermediale Lernumgebung geschaffen werden kann. Dr. Gesine Hellberg-Rode vom Institut für Didaktik der Biologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist die Projektleiterin von Hypersoil. Für Lehrer-Online hat sie einige Fragen zum Projekt beantwortet: Lehrer-Online: Das Projekt "Hypersoil" wurde vor drei Jahren im Rahmen einer Ausschreibung begonnen. Aus welchem Anlass und aus welchem Grund haben Sie beschlossen daran teilzunehmen? Hellberg-Rode: Das Projekt wurde im Ausschreibungsschwerpunkt "Hochschulen in multimedialen Netzwerken - Neue Medien in Schulen und Hochschulen" vom Kompetenznetzwerk Universitätsverbund MultiMedia (UVM) NRW vom 1. Mai 2001 bis Ende 2002 gefördert. Ein wesentlicher Grund für unsere Beteiligung war der Wunsch, eine internetbasierte Hypermedia-Arbeitsumgebung zu entwickeln, die fachliche Grundlagen, fachdidaktische Anforderungen und lerntheoretische Erkenntnisse inhalts- und prozessbezogen so integriert, dass sie von Studierenden, Lehrenden und Lernenden gleichermaßen für interaktive Prozesse solider Wissenskonstruktion genutzt werden kann. Lehrer-Online: Das Projekt findet fachbereichsübergreifend statt. Welche Vorteile ergeben sich dadurch? Hellberg-Rode: Durch intensive Kooperation zwischen Wissenschaftlern und Praktikern aus unterschiedlichen Bereichen ist es möglich, das Themenfeld der Hypermedia-Arbeitsumgebung aus unterschiedlichen Perspektiven zu erschließen und verschiedenen lebensweltlich bedeutsamen Aspekten Rechnung zu tragen. Lehrer-Online: Sind Lehrkräfte alleine mit den Inhalten der Seiten beschäftigt oder lernen sie auch den Umgang mit den neuen Medien, zum Beispiel die Erstellung und Gestaltung von HTML-Seiten? Hellberg-Rode: Durch Nutzung der Hypermedia-Arbeitsumgebung können sich die Anwender ein umfassendes Themengebiet auf individuell unterschiedlichen Pfaden - orientiert an ihren Bedürfnissen und Voraussetzungen - erschließen. Dabei können ganz unterschiedliche Ziele und Kooperationsstrukturen verfolgt werden. Natürlich lernen die Anwender dabei auch den Umgang mit neuen Medien, aber nicht die Gestaltung entsprechender HTML-Seiten. Das war nicht unser Ziel. Lehrer-Online: Wie läuft die Zusammenarbeit der Studenten und Studentinnen sowie anderen Fachkräfte ab? Gibt es verschiedene Arbeitsgruppen? Hellberg-Rode: Wir setzen die Arbeitsumgebung in der universitären Lehrerbildung - speziell für die Fächer Sachunterricht, Biologie und Geographie - zur Vorbereitung entsprechender Unterrichtsprojekte und in der Lehrerfortbildung ein. Lehrer-Online: Zum Inhalt: Warum haben Sie gerade das Thema "Boden" gewählt? Hellberg-Rode: Für die Konzentration auf das Themenfeld "Boden" haben unter anderem folgende Gründe eine Rolle gespielt: Boden stellt eine wesentliche Lebensgrundlage für die Menschen dar und ist zugleich ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Lebewesen. Boden ist ein lebensweltlich wie ökologisch hoch interessantes Phänomen, das zahlreiche Ansätze für eine disziplinübergreifende, problem- und handlungsorientierte Bearbeitung in der Schule offeriert. Boden spielt eine zentrale Rolle in der Umweltdiskussion, speziell im Kontext nachhaltiger Entwicklung (Agenda 21). Wurden die Unterrichtseinheiten in der Schule erprobt? Ja, natürlich. Die Werkstattmaterialien, Arbeitsblätter und Versuche werden fortlaufend überarbeitet und ergänzt. Welche hypermedialen Bestandteile bietet die Homepage? Textdokumente (Sachinformationen, Arbeitsblätter, Versuchsanleitungen) Grafiken, Bilder, Filmsequenzen und Links. Welche Zielgruppe bedient die Homepage? Können hier auch Schülerinnen und Schüler, besonders Grundschüler, nach Informationen suchen? Unsere primären Zielgruppen sind Studierende und Lehrerkräfte. Weite Teile sind aber so konstruiert, dass sie auch von den Lernenden genutzt werden können beziehungsweise sogar sollen, und zwar schon in der Primarstufe. Wie wird das Projekt weiter fortgesetzt? Welche konkreten Pläne gibt es? Die Projektförderung ist Ende 2002 ausgelaufen. Je nach verfügbaren Ressourcen versuchen wir die Arbeitsumgebung durch Beteiligung von Studierenden und Lehrerkräften weiterzuentwickeln. Ich will aber nicht verschweigen, dass diese Entwicklung ziemlich arbeitsintensiv ist. Frau Hellberg-Rode, vielen Dank für diese Informationen!

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Geographie / Jahreszeiten / Technik / Sache & Technik
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Montessori-pädagogische Lernmaterialien: durch die Handlung zur Erkenntnis

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel zum Thema Montessori-Pädagogik geht es um ihre speziellen Merkmale von Lernmaterialien und die Besonderheiten der montessorischen Materialarbeit. Die Informationen sind anlässlich ihres 150. Geburtstags zusammengestellt. Maria Montessoris Pädagogik vom Kinde aus ist ein weltweit verbreitetes und international anerkanntes Bildungskonzept, das bis heute nicht an Aktualität verloren hat. Neben anthropologischen und erziehungstheoretischen Überlegungen umfasst Montessoris Lebenswerk eine Vielzahl an didaktischen Methoden und gegenständlichen Materialien, die handlungsorientierte, schüleraktive und eigenverantwortliche Lernprozesse ermöglichen. Montessori-pädagogische Lermaterialien Schon zu Beginn ihres Wirkens vertrat Maria Montessori die Überzeugung, dass der Weg zur Erkenntnis nur über die Sinneswahrnehmung führen kann. Sie bezeichnete die Hände als "Werkzeug der menschlichen Intelligenz" (Montessori 1984: 24) und entwickelte im Bestreben, das kognitive Be greifen durch sensorische Erfahrungen anzuregen, spezielle Lernmaterialien für Kinderhaus und Grundschule, die sich unter anderem auf die Fächer Mathematik, Deutsch, Biologie, Geographie, Musik und Religion beziehen. An verschiedenen Stellen ihrer Schriften nennt die Pädagogin konkrete Merkmale ihrer Materialien (vgl. zum Beispiel Montessori 2001: 115 ff.): Ästhetik Montessorische Lernmaterialien zeichnen sich durch ihre ästhetische Gestaltung, ihre harmonische Farbgebung und ihre qualitativ hochwertige Beschaffenheit aus. Die optische Attraktivität verleiht dem Material seinen Aufforderungscharakter und fördert einen von Achtsamkeit geprägten Umgang mit ihm. Aktivitätsmomente "Fälschlicherweise werden Montessori-Materialien gelegentlich als 'Anschauungsmaterialien' bezeichnet" (Ludwig 2004: 39), was die Intention der Pädagogin verfehlt. Natürlich ist die Veranschaulichung komplexer Zusammenhänge eine wichtige Aufgabe des Lernmaterials; noch entscheidender ist allerdings, dass das Material Gelegenheit zum aktiven Handeln bietet, denn erst die Möglichkeit zum selbständigen Tun initiiert nach Montessori die Polarisation der Aufmerksamkeit . Isolierung einer Schwierigkeit Im Rahmen ihrer Lernprozessanalysen gelangte Maria Montessori zu der Einsicht, dass sich die verschiedenen Elemente komplexerer Lerninhalte gegenseitig behindern, wenn sie alle auf einmal gelernt werden sollen. Jedes Material soll daher möglichst einen bestimmten Aspekt des Lerngegenstandes isolieren beziehungsweise einen spezifischen Lernschritt fokussieren, auf den die Aufmerksamkeit der Lernenden gezielt gelenkt wird. Schlüsselfunktion Montessori bezeichnet ihr Material als "Schlüssel zur Welt" (Montessori 1985: 14), das dem Kind eine eigentätige Erschließung von bedeutsamen Kulturinhalten ermöglicht. Montessorische Lernmaterialien genügen dabei oft dem Prinzip des Exemplarischen: "Es wird dadurch gelernt, dass wir Beispiele verarbeiten (...) und aus diesen Beispielen die Regeln selbst produzieren" (Spitzer 2002: 76). Fehlerkontrolle Selbstgesteuertes Lernen schließt im Sinne Montessoris auch die eigenverantwortliche Überprüfung des Lernprozesses mit ein. Montessori-Material beinhaltet daher in der Regel immanente Fehlerkontrollen, die dem Lernenden eine selbstständige Evaluation des Lernerfolgs ermöglichen. Die Selbstkontrolle entlastet dabei nicht nur die Lehrkraft, sondern erzieht das Kind überdies zu Ehrlichkeit und Kritikfähigkeit der eigenen Arbeit gegenüber. Aufgrund der teilweise lückenhaften Abdeckung der einzelnen Fächer und fachdidaktischer Weiterentwicklungen wird der originale Materialkanon im Übrigen kontinuierlich durch sogenanntes 'Zusatzmaterial' ergänzt, das auf der Grundlage von Montessoris Konzeption von Montessori-Pädagoginnen und -Pädagogen und -Verlagen entwickelt wird (siehe zum Beispiel Steinecke 2020a). Montessorische Materialarbeit Die altersgemäße Vorstellung eines neuen Lernmaterials, die sogenannte montessorische Lektion oder auch Darbietung , erfolgt klassischerweise durch die Lehrkraft. Es handelt sich dabei um eine etwa zehnminütige, gegebenenfalls interaktive Materialdemonstration, der interessierte Lernende im Rahmen der Freiarbeitsphasen (vgl. Steinecke 2020b) beiwohnen können. An vielen Montessori-Schulen werden Thema und Uhrzeit der Lektionen, die häufig auf dem montessorischen Teppich durchgeführt werden, etwa schriftlich angekündigt; die Anzahl der Interessierten kann sich also von einem einzelnen Kind bis hin zur ganzen Gruppe erstrecken. Da Maria Montessori beobachtete, dass viele Lehrkräfte "das Kind mit einer Flut von unnötigen Worten und ungenauen Erzählungen" (Montessori 2001: 130) bedrängen und ihm auf diese Weise den Zugang zum neuen Lerninhalt unbewusst erschweren, plädiert sie für eine prägnante Materialdemonstration, in der "die Sprache der Erzieherin das Kind nicht verbal überfordert, ablenkt, verwirrt, sondern durch einen sparsamen, wohlüberlegten Sprachgebrauch auf das Wesen(tliche) des Materials fokussiert" (Steenberg 2003, S.170). Im Anschluss an die einführende Darbietung arbeiten die Lernenden in der montessorischen Freiarbeit selbstständig mit dem Material. Die gegenständlichen Montessori-Materialien aus Holz oder Metall werden dabei häufig durch anleitende Karteien ergänzt, die Aufgaben und gegebenenfalls illustrative Lösungen zur Selbstkontrolle bereithalten. Nicht zuletzt stellt Montessori klar, dass alle Materialien lediglich als Ausgangspunkt für die Bildung des Kindes zu verstehen sind. Sie schrieb: "Wenn eine bestimmte Reifegrenze erreicht ist, will es 'abstrakt denken'" (Montessori 2002: 84). Bildhaft vergleicht sie den Stellenwert ihres Materials mit einem Flugplatz: "So wie der Flugplatz nicht das Bewegungsfeld für das Flugzeug ist, sondern nur der Ruheort, die Zuflucht, die Halle, wohin das Flugzeug jederzeit zurückkehren kann" (Montessori 2002: 82f.), so arbeitet jeder Lernende nur so lange mit dem Material, bis die Handlung verinnerlicht und ein mentales Operieren auf der gedanklichen Ebene möglich ist. Resümee Aufgrund ihrer beeindruckenden Materialangebote findet man die Pädagogik von Maria Montessori hin und wieder auf eine Arbeitsmittelpädagogik reduziert, denn "[d]as Montessori-Material ist das berühmte Aushängeschild der Montessori-Pädagogik; es ist mitunter auch ihr beachtliches Problem. Selbst viele Interessierte, die dieser Pädagogik kritisch, ja distanziert gegenüberstehen, faszinieren sich häufig für diese Materialangebote (...). Es wird als didaktisch geschicktes Lehrmittel missverstanden und ist in dieser falsch verstandenen Funktion in leicht abgewandelter Form auch Bestandteil zahlreicher Lehrmittelhersteller. Die Enttäuschung in der Praxis beim Einsatz dieser Materialien ohne Kenntnis ihres Hintergrunds ist dann oft groß" (Steenberg 2003: 167). Montessori-Material darf also nicht als "Hilfe für den Lehrer, um seine Erklärungen der Gesamtheit einer Klasse verständlich zu machen" (Montessori 2002: 86) gesehen werden, sondern dient in erster Linie der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Zudem betont Montessori, dass die Beziehung zwischen der Lehrkraft und dem Lernenden eine entscheidende Rolle für den Lernprozess spielt (vgl. Montessori 2002: 86f.). Literatur Ludwig, Harald (Hrsg.) (2004). Montessori-Schulen und ihre Didaktik. Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren. Montessori, Maria (1985). Grundlagen meiner Pädagogik. Heidelberg: Quelle & Meyer. Montessori, Maria (1984). Das kreative Kind. Der absorbierende Geist. Freiburg: Herder. Montessori, Maria (2001). Die Entdeckung des Kindes . Freiburg: Herder. Montessori, Maria (2002). Schule des Kindes . Montessori-Erziehung in der Grundschule. Freiburg: Herder. Spitzer, Manfred (2002). Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Steenberg, Ulrich (Hrsg.) (2003). Handlexikon zur Montessori-Pädagogik. Ulm: Kinders. Weiterführende Literatur Steinecke, Annalisa (2020a). Begreifen der Integralrechnung: Konzeption und empirische Erprobung montessori-pädagogischer Lernmaterialien zur Förderung vielfältiger Grundvorstellungen. Münster: WTM. Steinecke, Annalisa (2020b). "Montessori in der Regelschule. Ein Erfahrungsbericht über Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen der Montessori-Pädagogik im Regelschulalltag". In: MONTESSORI , 2/2020 (in press). Steinecke, Annalisa (2020c). "Maria Montessori und ihre "Pädagogik vom Kinde aus"". Lehrer-Online . Online . Steinecke, Annalisa (2020d). "Bruchrechnen nach Maria Montessori: Entwicklung von Grundvorstellungen durch enaktives Handeln". Lehrer-Online . Online .

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