Nach der erfolgreichen Präsentation der mit dem Comeniussiegel ausgezeichneten CD-ROM "Nationalsozialismus" (2003) präsentiert die Firma Medialesson nun eine zweite, nach fachwissenschaftlich aktuellen Forschungsergebnissen konzipierte CD-ROM für den Geschichtsunterricht. Unterstützt wurde das Projekt vom baden-württembergischen Kultusministerium und dem Landesmedienzentrum.
Vom Imperialismus bis zum Ende des Ersten WeltkriegDie Geschichte vom Imperialismus bis zum Ersten Weltkrieg ist in Form von Lerneinheiten in acht Hauptthemen unterteilt. Die CD-ROM enthält vielfältige Möglichkeiten für die Durchführung eines computergestützten Geschichtsunterrichts. Es werden hier neben der Möglichkeit individueller Erkundungen, darstellende Texte, Anregungen für die Projektarbeit, Prüfungsfragen, eigene Arbeitsblätter, Recherche in einer umfassenden Datenbank, die Möglichkeit der Zusammenstellung individueller Präsentationen und vieles mehr geboten. Circa 1000 Text-, Bild-, Ton-, Karten- und Filmmaterialien wurden auf der CD zusammengestellt.
Die Lerneinheiten
Die CD-ROM ist für den schülerzentrierten Einsatz im Computerraum und für Präsentationen mit Notebook und Beamer im Klassenraum geeignet. Ein Begleitheft bietet zu jeder Themeneinheit ganz konkrete Vorschläge für den Unterrichtseinsatz. Die Lerneinheiten werden in mehreren Modi präsentiert, die jeweils ganz unterschiedliche methodische Zugänge erlauben.
Die netzwerkfähige Software lässt sich leicht von der CD-ROM selbst abspielen. Für den Einsatz in einem Computerraum empfiehlt sich, die CD-ROM in einen Netzwerkordner zu kopieren und Leserechte für die Schüler-PCs zu ermöglichen.Die Schülerinnen und Schüler können auf die CD-ROM für Aufgaben und Präsentationen zugreifen. Für den Einsatz der fertigen oder selbst erstellten Präsentationen sowie einzelner ausgewählter Medien ist zusätzlich ein Beamer im Computerraum oder im Klassenzimmer notwendig. Eine Schnittstelle von der CD ins Internet ermöglicht den Zugriff auf eine themenbezogene Linksammlung sowie auf ein Benutzerforum mit Fragen zur Technik und zum Einsatz im Unterricht.
Die CD-ROM beeindruckt aufgrund eines überzeugenden Konzeptes, das die multimedialen Möglichkeiten einer Lernsoftware für den Geschichtsunterricht ausschöpft. Dabei wurde eine an historischen Quellen orientierte Vermittlung in den Vordergrund gestellt. Auf überladen wirkende Animationen hat man offensichtlich bewusst verzichtet. Zudem wird hier stets die individuelle Lernsituation der verschiedenen Klassen berücksichtigt und ein breites Spektrum an Zugangsmöglichkeiten eröffnet.Mithilfe der CD-ROM kann ein schülerzentrierter Unterricht am Computer realisiert werden, der die Vorteile einer gut durchdachten Lernsoftware gegenüber dem herkömmlichen Geschichtsbuch offenbart. Das Anspruchsniveau entspricht in weiten Teilen eher der Oberstufe; die Sekundarstufe I findet als Zielgruppe deutlich weniger Berücksichtigung.
Uta Hartwig unterrichtet Geschichte und Englisch an der Max-Tau-Schule in Kiel. Gleichzeitig ist sie als Fachberaterin Geschichte für Lehrer-Online tätig.
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