"Medien bestimmen unsere Lage, die (trotzdem oder deshalb) eine Beschreibung verdient." Mit dieser lakonischen Feststellung hat der Literaturwissenschaftler Friedrich Kittler 1986 für Furore gesorgt. Denn dieses Diktum war eine bewusste Provokation des akademischen Mainstreams, da sie implizierte, dass man von nun an die Medienwissenschaft als Fundamentalwissenschaft zu denken habe. So weit sind wir heute (leider oder zum Glück) noch nicht. Allerdings hat sich seitdem an den Universitäten ein ausdifferenziertes Forschungsfeld entwickelt, in dem der Medienkomplex aus den verschiedensten Blickwinkeln untersucht wird - die Lagebeschreibung des Computerzeitalters nimmt Konturen an. Wir haben deshalb an dieser Stelle eine Reihe von Studien, Aufsätzen und Fachartikeln für Sie zusammengestellt, die Ihnen einen Einblick in die Entwicklungen des akademischen Mediendiskurses gewähren. Natürlich liegt der Fokus auf dem Bereich der Medienpädagogik und der schulischen Medienpraxis, allerdings finden auch theoretische Reflexionen über (digitale) Medien und deren Strukturen und Potenziale hier Berücksichtigung.
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