Andrea Schenck
02.05.2005

Begegnungen auf Augenhöhe: Blicke auf die Welt

Schülerinnen und Schüler einer Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt setzen sich mit der eigenen und fremden Perspektive auf die Welt auseinander und nutzen dabei digitale Medien.
 

"Begegnungen auf Augenhöhe" ist ein kubim-Modellprojekt an einer Berliner Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "Geistige Entwicklung". Schülerinnen und Schüler der Abschlussstufe setzen sich künstlerisch mittels digitaler Fotografie und Video damit auseinander, dass jeder von uns die Welt aus der eigenen Perspektive betrachtet und deshalb ganz eigene Ansichten von unserer Welt gewinnt. Dies spiegelt sich im Arbeitsprozess der Schülerinnen und Schüler und ebenso im Aufbau der Abschlussausstellung wider, in der die Fotos und Videos jeweils auf Augenhöhe der Macher installiert sind.

 

Kompetenzen

Inhaltliche Ziele
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • eigene Eindrücke mittels Fotografie und Video darstellen.
  • unterschiedliche Sichtweisen als gleichberechtigt anerkennen.
  • emphatische Fähigkeiten der Wahrnehmung eines schwerst behinderten Menschen entwickeln.
  • die Besonderheiten der Bewegung und des Arbeitstempos anderer tolerieren lernen.

Ziele im Bereich der Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • digitale Bildmedien als Werkzeug der Selbstdarstellung anstelle lautsprachlicher Kommunikation einsetzen.
  • grundlegende Methoden der Dokumentation der eigenen Arbeit erlernen.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaBegegnungen auf Augenhöhe
AutorinAndrea Schenck
FachKunst und Werkstattunterricht
ZielgruppeSekundarstufe I und II
Zeitraum6 Wochen à 10 Unterrichtsstunden
VerlaufsplanVerlaufsplan zur Unterrichtseinheit
Medien2 digitale Fotokameras, digitale Videokamera, Farbdrucker, Videorecorder, Monitore und Beamer
SoftwareBildbearbeitungsprogramm (zum Beispiel Micrografx Picture Publisher)
VoraussetzungenGrundkenntnisse in digitaler Fotografie, Video und Bildbearbeitung

Didaktisch-methodischer Kommentar

Perspektivwechsel im fotografischen Prozess
Jeder von uns betrachtet die Welt aus seiner subjektiven Perspektive - meist ohne darüber zu reflektieren. Diese Tatsache führt oft zu Missverständnissen im Umgang mit anderen Menschen. Für sie sind ganz andere Dinge "offensichtlich" als für einen selbst. Das Projekt "Begegnungen auf Augenhöhe" soll geistig behinderte Jugendliche für die Auseinandersetzung mit diesem Phänomen sensibilisieren und ihnen adäquate künstlerische Ausdrucksmittel dafür an die Hand geben. Das Projekt zielt auf eine möglichst selbstbewusste Aussage der Schülerinnen und Schüler über ihre Sicht auf die Welt. Dementsprechend sollen sie möglichst umfassend selbst handeln. Dabei waren zwei Dinge als Rahmenbedingungen wesentlich: genügend Zeit und eine den Schülerfähigkeiten entsprechende laufende Projektdokumentation.

Download

Augenhoehe-Projektbeschreibung.pdf
 

    Informationen zur Autorin

    Andrea Schenck
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