Tafelbilder am interaktiven Whiteboard

Veröffentlicht am 08.04.2009

Sie kennen das aus der klassischen Arbeit an der Tafel: Soll ein ansprechendes Tafelbild im Unterricht entstehen, dann müssen Sie bereits einige Elemente mühsam vorbereiten und diese nach und nach auf der Tafel anbringen, anschreiben oder einzelne Elemente abdecken. Viel einfacher funktionieren diese Arbeit und deren Vorbereitung am interaktiven Whiteboard.

Filmausschnitte und Animationen

Besonders bei komplexeren Sachverhalten können kurze Filmsequenzen oder Animationen gute Erklärungshilfen leisten. Wenn Sie mit Ihrem interaktiven Whiteboard online sind, nutzen Sie diese Möglichkeit und binden Sie solche Filmausschnitte und Animationen in Ihr Tafelbild mit ein. Über eine Schaltfläche oder einen eingebauten Link lässt sich dann die Filmsequenz starten, anhalten oder kommentieren. Sie können sogar Standbilder einzeln übernehmen und erläutern.

Didaktischer Aufbau

Wie bei einem herkömmlichen Tafelbild an der Kreidetafel gehen Sie auch innerhalb der interaktiven Whiteboard-Software vor. Sie gestalten Überschriften und Teilüberschriften, binden Schaubilder ein und geben Lösungen etwa auf Wortkarten vor, die die Schülerinnen und Schüler später den einzelnen Bildern oder Grafiken zuordnen. Über eingezeichnete Pfeile und Linien werden später zum Beispiel Sachverhalte am Tafelbild erklärt. Wichtig ist, dass Sie die einzelnen Schritte der Entstehung des späteren Tafelbildes bereits komplett am Rechner, mit Ausnahme der fertig gelösten interaktiven Übungen (wie etwa Zuordnungen von Wortkarten) vorbereiten.

Die Kunst, aus dem Nichts etwas zu "zaubern"

Am Anfang steht die leere Tafelseite

Im Gegensatz zum klassischen Tafelbild, bei dem alle vorbereiteten Elemente schon sichtbar positioniert sind - meist abgedeckte oder umgedrehte Bilder und Wortkarten mit Magneten befestigt - kann beim interaktiven Whiteboard mit einer scheinbar völlig leeren Tafelseite gestartet werden. Alle vorbereiteten Elemente sind quasi unsichtbar verborgen. Sie erreichen diesen Effekt, in dem Sie entsprechend Ihrer Hintergrundfarbe, gleichfarbige Flächen dazu nutzen, um Ihre Tafelinhalte zu überdecken. Durch das Verschieben oder Löschen der Abdeckelemente werden daraufhin die darunter liegenden Inhalte sichtbar.

Position und Reihenfolge im Blick

Letztendlich können Sie sich auch damit behelfen, dass Sie die einzelnen Abdeckelemente nummerieren oder mit einem Grafikelement versehen, damit Sie bei der Entstehung des dynamischen Tafelbildes die Reihenfolge richtig einhalten. Bei dieser Technik lenken Sie die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler nur auf das Wichtigste und Besprochene. Hinter jeder Abdeckung befindet sich ein neuer Baustein oder ein Hinweis, eine Erklärung oder eine interaktive Übung, die aus dem Gesamttafelbild später ein Gesamtwerk entstehen lassen. Die Schülerinnen und Schüler erleben den schrittweisen Aufbau und die Erläuterung des Lerninhaltes viel systematischer, und letztendlich begreifen sie den Lerninhalt besser.


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