SCHAU HIN!-Medienkompetenzpaket für Elternabende

Veröffentlicht am 25.09.2014

"SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.", der Medienratgeber für Familien, gibt Tipps, wie Eltern und Erziehende Kinder dabei unterstützen können, Medien sinnvoll zu nutzen. Hier haben wir Ihnen einige SCHAU HIN!-Materialien und -Infos für die Elternarbeit zusammengestellt.

Materialien für den Einsatz bei Elternabenden

Präsentation für Elternabende

Diese adaptierbare Präsentation bietet kurze Medientipps für verschiedene Altersstufen sowie Hinweise auf das Angebot von SCHAU HIN! und eignet sich gut, um das Thema bei Elternabenden zu behandeln.

Flyer und Broschüren

Vielfältige Publikationen für Eltern und Erziehende, wie die Broschüre "Medien gemeinsam entdecken" (Deutsch und Türkisch) sowie Flyer zu Themen wie Internet, soziale Netzwerke, mobile Geräte, Games und TV, können Sie hier herunterladen oder im Klassensatz kostenlos bestellen.

Medienprogramm

Das 30-Tage-Programm "Eltern, macht Euch medienfit" bietet Eltern und Erziehenden von Kindern zwischen drei und 13 Jahren Tipps und aktivierende Hinweise per E-Mail, mit denen sie ihre Kinder aktiv in der Medienwelt begleiten können. Der Einstieg ist kostenlos und jederzeit möglich.

Infofilme

"SCHAU HIN!" zeigt unterhaltsame, kurze Zeichentrickfilme zur alltäglichen Mediennutzung der "Familie Schaumann" gesprochen von ZDF-Moderatorin Gundula Gause sowie einen TV-Spot, der rotierend bei Das Erste und ZDF läuft.

App und News-Widget

Die kostenlose SCHAU HIN!-App bietet kompakt aktuelle News und TV-Tipps, interessante Informationen sowie unterhaltsame Spielideen in einem Spielomaten, die ganz ohne Medien funktionieren. Zusätzlich können Eltern und Erziehende sich über ein News-Widget informieren. Das News-Widget bietet eine Vorschau auf die neuesten Artikel und lässt sich direkt in die eigene Website integrieren.

Neu im Angebot

Neu im Angebot bei SCHAU-HIN! sind die kompakten Medienbriefe für die Altersstufen von drei bis 13 Jahren, die auf zwei Seiten kompakte Tipps geben und sich dabei an der gängigen Medienbiografie eines Kindes orientieren. Im Bereich Elternarbeit finden Sie außerdem einen Medienstundenplan und einen Onlinetest für Eltern zu deren Medienkompetenz und Vorbildwirkung. Den Medienstundenplan können Sie auch ganz bequem direkt auf dieser Seite im Bereich "Flyer und Broschüren" herunterladen.

Allgemeine Tipps für Eltern

Digitale Medien in der Schule

Digitale Medien sind mittlerweile in vielen Schulen im Einsatz: Schülerinnen und Schüler recherchieren Informationen aus dem Internet, schreiben Texte mit dem Computer oder lernen mit speziellen Programmen Fremdsprachen oder Mathematik. Pädagogisch sinnvoll eingesetzt und begleitet, tragen digitale Medien in der Schule zur Qualität des Unterrichts bei und fördern die Medienkompetenz von Kindern.

Keine parallele Mediennutzung bei den Hausaufgaben

Damit sich ihre Kinder auf die Schularbeiten konzentrieren, vereinbaren Eltern am besten feste Zeiten, wann sie sich den Hausaufgaben widmen und vereinbaren, dass Medien dann Sendepause haben. Aber nicht jedes Kind hat den gleichen Tagesrhythmus. Manche Kinder benötigen nach der Schule zunächst eine Erholungspause, andere können im Anschluss an den Unterricht am besten arbeiten. Entsprechend sind Mittagessen und Freizeitaktivitäten einzuplanen.

Medienzeiten für Schule und Freizeit abstimmen

Nutzen Kinder Computer oder Tablet wirklich für ihre Hausaufgaben, ist dies nicht auf das vereinbarte Kontingent für die Mediennutzung in der Freizeit anzurechnen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass Kinder dennoch nicht zu viel Zeit am Bildschirm verbringen, egal zu welchem Zweck. Eltern und Erziehende können Kinder etwa mit einem Stundenplan dabei helfen, eigenverantwortlich die Medienzeit für Schule und Freizeit aufeinander abzustimmen. Am besten vereinbaren sie grundsätzlich klare Regeln für die Mediennutzung. SCHAU HIN! empfiehlt, dass Kinder bis fünf Jahre nicht länger als eine halbe Stunde und Kinder bis neun Jahre bis zu einer Stunde täglich vor dem Bildschirm verbringen. Für Kinder ab zehn Jahren bietet sich ein Wochenkontingent an, das bei etwa neun Stunden liegen sollte. Eine Daumenregel geht von einer maximalen Zeit von zehn Minuten pro Tag beziehungsweise einer Stunde pro Woche je Lebensjahr des Kindes aus.

Medienkompetenz vermitteln

Um die Möglichkeiten, aber auch Probleme der Mediennutzung im schulischen und familiären Bereich zu diskutieren und Kinder medienfit zu machen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern erforderlich. Während Medienerziehung Hauptaufgabe der Eltern ist, können Kinder auch im Unterricht einen kompetenten Umgang mit Medien lernen oder sich über Cybermobbing, Datenschutz und sicheres Surfen austauschen. "Medienkompetenz bedeutet nicht nur, dass Kinder wissen, wie sie surfen, sondern dass sie Inhalte kritisch bewerten können und lernen, wie viel Zeit am Computer ihnen gut tut", stellt Kristin Langer klar. Wichtig ist, dass Eltern und Erziehende ihrem Kind vermitteln, wie es sich in einer kritischen Situation verhält, welche Daten es auf keinen Fall herausgibt und an wen es sich bei Problemen wendet.

Medien als gute Ergänzung nutzen

Generell ist jedoch bei Grundschulkindern eine Stunde Mediennutzung pro Tag genug. Das digitale Lernen ist immer nur als Ergänzung und nicht als Ersatz klassischer Bildungsangebote zu verstehen und sollte andere Freizeitbeschäftigungen nicht verdrängen. Schließlich wollen Schulkinder Tiere oder Pflanzen nicht nur am Monitor kennenlernen, sondern auch bei einem Waldspaziergang oder einem Zoobesuch direkt erleben und erlernen.


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In Kooperation mit

"SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht."

Ein Angebot der Initiative SCHAU HIN!