Interaktives am Board

Veröffentlicht am 08.04.2009

Besonders interaktive Übungen an der digitalen Tafel ermöglichen einen zunehmend schülerzentrierten und abwechslungsreichen Unterricht und erhöhen zudem die Motivation der Kinder und Jugendlichen, am Whiteboard zu arbeiten. Das Angebot dieser Medien ist noch sehr gering, daher muss die Lehrkraft oftmals selbst ans Werk.

Wortkarten, Texte und Bilder zuordnen oder verschieben

Eine weitere einfache Interaktionsmöglichkeit an der digitalen Tafel besteht im Verschieben von einzelnen Elementen und deren Zuordnung. So können zum Beispiel Begriffe einzelnen Grafiken oder Wortkarten verschiedenen Bildern durch Verschieben zugeordnet werden. Diese Möglichkeit eignet sich besonders gut für die Beschriftung von Schaubildern oder beim Aufbau von Wortfolgen und Sätzen. Bei jeder Board-Software gestaltet sich die Erstellung von Wortkarten identisch. Schreiben Sie Ihren Text, umrahmen Sie diesen mit der Grafikfunktion für Rechtecke, gruppieren Sie beide Elemente, und schon haben Sie eine Wortkarte. Sollen einzelne Elemente nicht verschoben werden, so ist es notwendig, diese fest zu verankern oder auf den Hintergrund zu stellen.

Messen - schreiben - kontrollieren

Alle interaktiven Whiteboards bieten eine Palette von Grafiken und Tools an, die den Schülerinnen und Schülern im Tafelbild zur Verfügung gestellt werden können. Für den Geometrieunterricht werden zum Beispiel digitale Lineale, Winkelmesser, Geodreiecke oder Zirkel angeboten. Mithilfe dieser Tools können interaktive Übungen für Aufgaben zum Messen, zum Zeichnen oder Konstruieren bereitgestellt werden. Auf einer separaten Seite werden dann die Lösungen zur Kontrolle oder Überprüfung angeboten. Diese interaktive Vorgehensweise lässt sich auch auf andere Fächer übertragen. So können zum Beispiel im Geographieunterricht digitale Landkarten bearbeitet oder im Physik- oder Chemieunterricht interaktive Versuchsanordnungen virtuell erstellt werden.

Neue Wege der Arbeit

Lernende einbeziehen

Auch Schülerinnen und Schüler lassen sich gut bei der Erstellung von interaktiven Übungen und Aufträgen mit in den Entstehungsprozess einbinden. So können diese mit den bereits erarbeiteten Inhalten eigene Übungen in Partner- oder Gruppenarbeit erstellen und diese vor der Klasse präsentieren. Alle Boardhersteller erlauben, dass ihre Software von Lehrenden und Lernenden gleichermaßen genutzt werden kann, sobald ein entsprechendes Board an der Schule vorhanden ist. Zudem gehen die Anbieter immer mehr dazu über, eigene Schüler- oder Studentenversionen anzubieten.

Mut für neue Wege

Interaktive Whiteboards sind die Medien der Zukunft, doch zu wenig interaktives Material, geschweige interaktive Übungen für den alltäglichen Unterricht, sind vorhanden. Um so mehr sind Kolleginnen und Kollegen dazu angehalten, neue, kreative Aufbereitungen von Unterrichtsinhalten zu entwickeln und entsprechende interaktive Übungen zu gestalten. Hier sind Lernende und Lehrende gleichermaßen gefordert. Anders als beim Ausfüllen von Folien auf dem Tageslichtprojektor sind hier eine Vielzahl von interaktiven Möglichkeiten vorhanden, die erst einmal gemeinsam entdeckt werden müssen.


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