Studie: Smartphones sauberer als gedacht

veröffentlicht am 11.11.2014

Smartphones sind weit weniger Bakterienschleudern als befürchtet. Mit einem Alltagstrick bekommt man die Keimbelastung sogar noch besser in den Griff.

Ein Forscherteam rund um Professor Dr. Markus Egert von der Hochschule Furtwangen, Campus Schwenningen, konnte zeigen, dass entgegen anders lautender Horrormeldungen aus dem Internet Smartphone-Touchscreens nur mäßig mit Mikroorganismen belastet sind. In einer jetzt veröffentlichten Studie bestimmten die Forscherinnen und Forscher die durchschnittliche Gesamtkeimzahl auf den Touchscreens von Smartphones mit rund einem Keim pro Quadratzentimeter. Dies sind gut 100 Mal weniger Mikroben als man auf der menschlichen Hand oder auch auf dem häuslichen Toilettensitz findet, der gerne als abschreckender Vergleich herangezogen wird.

 

Keime auf dem Smartphone

Potentielle Krankheitserreger entdeckt

Allerdings wurden in der Studie auch potentielle Krankheitserreger auf den Touchscreens entdeckt. So wurden zum Beispiel, wenn auch in geringen Mengen, Fäkalbakterien wie Escherichia coli nachgewiesen. 50 Prozent der sicher identifizierten Arten gehörten zur Risikogruppe 2, das heißt sie waren potentiell pathogen.

Mikrofaser- oder Brillenputztücher zur Reinigung

Zur hygienischen Reinigung empfehlen die Forscherinnen und Forscher entweder saubere Mikrofasertücher oder - noch besser - alkoholische Brillenputztücher, die die Keimzahl um bis zu 96 Prozent reduzieren können. Die Hersteller von Mobilgeräten raten allerdings meist nur zur trockenen Reinigung. Damit lassen sich jedoch lediglich 80 Prozent der Keime entfernen, zeigte die Studie.


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