Schuldenfalle Handy: Spartipps für Jugendliche

veröffentlicht am 05.08.2014

Hohe Anschaffungspreise, Vertragslaufzeiten von 24 Monaten, In-App-Käufe oder teure Sonderrufnummern lassen viele Jugendliche schnell den Überblick über Handy-Kosten verlieren. www.handysektor.de beschäftigt sich daher im August mit der "Schuldenfalle Handy" und gibt Tipps, wie Nutzerinnen und Nutzer ihre Kosten stets im Blick behalten.

Bereits beim Gerätekauf entstehen vor allem bei modernen Smartphones hohe Kosten. Diese werden teilweise auf die monatliche Handyrechnung umgelegt, so dass sie nicht direkt ins Auge springen. Auch die Vertragslaufzeiten bei den unzähligen Tarifen binden Jugendliche teilweise bis zu 24 Monate oder länger und verursachen so monatliche Kosten. Hinzu kommen "Flatrates" mit Begrenzung. Viele Anbieter drosseln beispielsweise das Internet, sobald das Freivolumen überschritten wird. Wer wieder mit voller Geschwindigkeit surfen möchte, muss extra bezahlen.

Kostenfallen

Tricks mit Sonderrufnummern und Premium-SMS

Vorsicht auch vor teuren Sonderrufnummern (zum Beispiel 0900, 0137). Diese kosten bis zu 2,90 Euro pro Minute. Besonders fies ist hierbei der Lockanruf: Hierbei werden massenhaft Telefonnummer angerufen. Aber schon nach dem ersten Klingeln werden die Anrufe wieder unterbrochen. Auf dem Display des Handys erscheint ein "Anruf in Abwesenheit". Wer hier aus Neugierde zurückruft, erhält eine satte Rechnung. Dasselbe gilt für fünfstellige Premium-SMS (zum Beispiel 12345).

In-App-Käufe und WAP-Billing

Viele Apps sind in der Standardversion kostenlos. Wer Zusatzfunktionen (zum Beispiel in Spielen) nutzen möchte, der muss mit einem In-App-Kauf draufzahlen. Besondere Vorsicht ist bei Werbeeinblendungen geboten: Bereits mit einem Finger-Wisch kann man schon unbemerkt ein Abo im Hintergrund aktiviert haben. Möglich macht dies das sogenannte WAP-Billing. Hierbei werden die entstehenden Kosten einfach über die Handyrechnung abgerechnet.

Handysektor-Tipps gegen die Schuldenfalle Handy

  • Nicht immer das neueste Modell kaufen. Vorgänger-Modelle bieten häufig einen vergleichbaren Funktionsumfang, sind dafür aber wesentlich billiger.
  • Prepaid-Karten bieten den besten Kostenüberblick.
  • Tarife genau vergleichen und das Kleingedruckte im Vertrag mit eventuellen Zusatzkosten komplett durchlesen. Tarifrechner wie www.handytarife.de oder www.verivox.de helfen beim Vergleich.
  • Sonderrufnummer am besten nie vom Handy aus wählen.
  • Auf fünfstellige Premium-SMS (zum Beispiel 12345) nicht antworten und keine fremden Nummern (zum Beispiel 0900 oder 0137) zurückrufen.
  • In-App-Käufe in den Einstellungen des Handys deaktivieren oder mit Passwort versehen.
  • Drittanbieter-Sperre beim Mobilfunkanbieter beantragen - somit wird dem WAP-Billing ein Riegel vorgeschoben.

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