Für eine sichere Urlaubszeit: Polizei gibt Reisenden Tipps

veröffentlicht am 18.07.2014

Trickdiebe, Langfinger und andere Betrüger machen niemals Urlaub. Im vergangenen Jahr 2013 haben sie die Unachtsamkeit ihrer Opfer ausgenutzt und insgesamt einen Schaden von 39,4 Millionen Euro verursacht. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes zeigt, wie sich Urlauber schützen können.

"Die ersten Sicherheitsvorkehrungen vor Dieben und Betrügern in der Urlaubszeit sollten schon vor Reiseantritt getroffen werde", sagt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK). "Von den wichtigsten Reisedokumenten (Pass, Flugtickets, Kreditkarten und Impfausweis) sollten Kopien angefertigt und an separater Stelle im Reisegepäck aufbewahrt werden". Im Verlustfall haben Reisende so wenigstens die wichtigsten Daten noch zur Hand. Wichtig ist auch die regelmäßige Sicherung der Daten von Handy, Smartphone und Co., damit im Falle des Verlustes eines elektronischen Gerätes zumindest die Daten als Kopie vorliegen und wichtige Telefonnummern verfügbar sind. "Darüber hinaus sollten die Besitzer die SIM-Karte unverzüglich sperren lassen, wenn das mobile Gerät abhanden kommt", erklärt Klotter. Aber nicht nur auf der Fahrt in den Urlaub sollten Reisende achtsam sein, auch am Reiseziel gilt es, ein Auge auf alle Wertsachen zu haben.

Weitere Tipps der Polizei

  • Tragen Sie auf der Fahrt in Ihren Urlaubsort Ihre Zahlungsmittel, Ausweise und Dokumente direkt am Körper.
  • Lassen Sie Ihre Wertgegenstände oder Ausweispapiere nie unbeaufsichtigt liegen - auch nicht im Fahrzeug, wenn Sie zum Beispiel bei einem Stopp an der Tankstelle oder Raststätte nur kurz aussteigen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie auf Parkplätzen auf vermeintliche Schäden an Ihrem Fahrzeug aufmerksam gemacht werden oder Sie jemand bittet, anderen auf Landkarten den Weg zu zeigen. Das können Tricks sein, um Sie und Ihre Begleitung aus dem Wagen zu locken, damit Diebe Wertsachen aus dem Wagen stehlen können.
  • Auch Busreisende sollten bei Tank-, Rast- oder Besichtigungsaufenthalten keinerlei Wertgegenstände im Bus zurücklassen. Es sei denn, der Fahrer oder andere vertrauenswürdige Personen bleiben im Bus, um auf die Sachen zu achten.
  • Bahnreisende sollten ihr Gepäck immer im Auge behalten. Das gilt besonders für Bahnhöfe, in denen Diebe selbst die geringste Unaufmerksamkeit (etwa beim Fahrkartenkauf oder bei Telefonaten) nutzen, um blitzschnell zuzugreifen.
  • Reduzieren Sie Ihr mitgeführtes Bargeld auf das notwendige Minimum und zeigen Sie anderen möglichst wenig davon.
  • Nutzen Sie unterwegs keinen Geldautomaten, an dem etwas ungewöhnlich erscheint, zum Beispiel angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und vor allem lockere Teile, oder Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz.
  • Notieren Sie niemals Ihre PIN irgendwo im Portemonnaie (schon gar nicht auf der Zahlungskarte).
  • Sollten Ihnen Zahlungskarten abhandengekommen sein, lassen Sie diese sofort für den weiteren Gebrauch sperren, zum Beispiel telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf (0049) 116 116.

Faltblätter

Alle Tipps zum Schutz vor Diebstahl und Raub auf Reisen und vor Karten-Diebstahl finden Sie in den Faltblättern der Polizei, die bei den örtlichen (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen ausliegen oder online im PDF-Format heruntergeladen werden können: "Langfinger machen niemals Urlaub" und "Schlauer gegen Klauer".


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