Nicht alles, was Kinder und Jugendliche im Internet sehen, ist für ihre Augen bestimmt. Das betrifft insbesondere auch das weite Feld sexualisierter Inhalte im Netz. Pornos sind per Mausklick kostenlos und ohne Altersbegrenzung frei verfügbar, Werbung und Popstars zeigen mehr nackte Haut als je zuvor, und über die sozialen Netzwerke werden aus Rache immer öfter sogar intime und komprimierende Fotos der Exfreundin oder des Exfreundes verbreitet. Auch Informationen über "das erste Mal" und Liebeskummer finden Jugendliche im Internet, zum Teil auf Seiten, die unter sexualpädagogischen Gesichtspunkten überaus fragwürdig sind.
Hintergrundinformationen und konkrete ModuleMehr Aufklärung ist gefragt, auch im übertragenen Sinne. Doch wenn Lehrkräfte, Jugendarbeiter oder Sozialpädagogen das Themenfeld behandeln wollten, fanden sie hierzu bislang nur wenig didaktisches Material. Diese Lücke schließt das Redaktionsteam von klicksafe, pro familia Bayern und dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg. Ihre neue Handreichung liefert unter der Überschrift "Let's talk about Porno! Jugendsexualität, Internet und Pornographie" sowohl Hintergrundinformationen für Lehr- und Fachkräfte als auch konkrete Module für Unterricht und Jugendarbeit.
Praxismaterialien und methodische VorschlägeDas Heft gliedert sich in die vier Bausteine: 1. Leben in der Pubertät, 2. Schönheitsideale in unserer Gesellschaft, 3. Pornografie im Netz und 4. Sexualisierte Kommunikation. Zum Angebot zählen auch Praxismaterialien und methodische Vorschläge, zum Beispiel zur Frage, wie Jugendliche mit dem medial aufgebauten Druck, vermeintlich körperlich attraktiv und "sexy" sein zu müssen, umgehen lernen.
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