Schüleraktivierende MethodenEs soll möglichst versucht werden, die genannten Ziele und die Förderung der Kompetenzen mit kooperativen und schüleraktivierenden Methoden umzusetzen, in denen teils alternative Verhaltensweisen, teils Lösungs- und Hilfsansätze oder auch Regeln und Leitlinien gesucht oder formuliert werden.
Basismaterial: Film zur HandygewaltBasis dieser Unterrichtseinheit ist der zweiteilige Kurzfilm "Handygewalt" aus dem Medienpaket "Abseits?!" (mit sechs Filmen und einem Begleitheft), das vom Programm der Polizeilichen Kriminalprävention für den Unterricht herausgegeben und nun, in Zusammenarbeit mit dem Informationszentrums Mobilfunk e. V. (IZMF), um diese neue Episode ergänzt wurde.
An der Tafel oder auf einer Overhead-Projektor-Folie wird eine Spirale gezeichnet, in deren Mitte der zentrale Begriff - Handygewalt - steht. Die Schülerinnen und Schüler tragen einzeln mit einem Kreuz und ihren Initialen auf der Spirale ein, wie groß ihr Vorwissen oder ihre Vorerfahrung dazu ist: je weiter innen, desto mehr sind sie "Expertinnen" oder "Experten" zu dem Thema. Anschließend berichtet jeweils ein Experte "von innen" einem anderen Laien "von außen" von seinen Erfahrungen.
PlenumsdiskussionNach der Einführung sehen die Schülerinnen und Schüler den ersten Teil des Films (bis 1:52 Min) mit einem konkreten Beobachtungsauftrag (Arbeitsblatt 1) an, der, im Sinne der Intention, das genaue Hinsehen und Hinhören fördert. Sie tauschen sich anschließend kurz darüber aus und bringen ihre Beobachtungen in eine kurze, sichernde Plenumsdiskussion ein.
Arbeitsblatt 1 unterstützt die Schülerinnen und Schüler mit konkreten Fragestellungen beim genauen Ansehen des ersten Filmteils.Dateigröße: 25 KB
Multi-InterviewsIn der folgenden Gruppenarbeit suchen die Schülerinnen und Schüler nach alternativen Verhaltensweisen und Lösungen. Das Verfahren des Multi-Interviews (siehe Arbeitsblatt 2) hat den Vorteil, dass sich die Schülerinnen und Schüler bei den teilweise sensiblen Fragestellungen nicht im Plenum "outen" müssen, sondern nur berichtend die Äußerungen anderer wiedergeben.
Beim Multi-Interview übernimmt jeder der Lernenden eine Frage und interviewt dazu die anderen Gruppenmiglieder. Die Antworten werden auf dem Arbeitsblatt notiert.Dateigröße: 28 KB
Im zweiten Teil der Sequenz sehen die Schülerinnen und Schüler im zweiten Teil des Films (1:53 Min bis 5:23 Min) den weiteren Verlauf der Ereignisse. Sie beschäftigen sich mit den Konsequenzen des Handelns (Arbeitsblatt 3) und recherchieren zu Hilfsangeboten im Internet, um dann in einer letzten Phase (mit wahlweise zwei verschiedenen Arbeitsaufträgen, siehe Arbeitsblatt 4) zu einer produktorientierten Erarbeitung mit Bezug zu ihrer eigenen Lebenswelt zu gelangen.
Die Mädchen und Jungen sehen sich den zweiten Teil des Films an und beantworten vier Fragen zu den Konsequenzen für die Täter.Dateigröße: 26 KB
In Gruppen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler wahlweise einen Comic, einen Fotoroman oder einen Flyer zum Thema Handygewalt.Dateigröße: 35 KB
Medienpaket "Abseits?!"Das Medienpaket für Lehrerinnen und Lehrer zur vielschichtigen Gewaltprävention enthält eine DVD mit insgesamt sechs Film-Episoden zu verschiedenen Formen von jugendtypischen Gewaltphänomenen sowie ein Filmbegleitheft mit Unterrichtsentwürfen zur Thematisierung im Unterricht. Das Medienpaket wurde von Polizeibeamten an alle weiterführenden Schulen in Deutschland verteilt. Interessenten können sich an die lokalen Präventionsbeamten oder das ProPK wenden.
Gewaltprävention in der SchuleDas Material biete sich für die Einbindung in einen größeren Zusammenhang an, beispielsweise für eine weiter reichende Arbeit zur Gewaltprävention an der Schule, die Selbstbehauptungstraining und Elternarbeit einschließt. Das Begleitheft enthält Hinweise zur Umsetzung und Vorgehensweise innerhalb eines Gesamtkonzepts und viel Nützliches, wie zum Beispiel Hinweise auf die strafrechtliche Situation (§ 131 StGB), Briefe an Eltern in mehreren Sprachen und praktische Tipps für Lehrerinnen und Lehrer.
Gewalt, Gewaltdarstellungen, Gesellschaft, Medienwirkung, zwischenmenschliche Beziehungen, Lebenswelt