Es ist nicht einfach, Schülerinnen und Schüler dazu zu motivieren, sich schriftlich in appellativer Weise zu äußern. Wenn sie es in der Schule tun, weil sie es tun müssen, sollte zumindest die "schriftliche Äußerung" aus Situationen erwachsen, die im Erfahrungs- und Vorstellungsbereich der Schüler liegen. Die Notwendigkeit, die Schüler sowohl im Verstehens- als auch im Herstellungsbereich mit appellativen Texten zu konfrontieren, ist wohl unbestritten; sie sind einmal eher gegen z.B. dämagogische Einflussnahme gewappnet, wenn sie gelernt haben, so Dargebotenes zu durchschauen, zum andern lernen sie, selbst Einfluss auf andere zu nehmen und dabei Grenzen einzuhalten, die wegen der Verletzbarkeit des anderen nicht überschritten werden dürfen.
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