Die "Wegbeschreibung" erhält somit die Funktion eines Grundlehrgangs, in dem das Bewusstsein geschärft wird, dass expositorische Texte unter Berücksichtigung vieler textkonstituierender Elemente (u.a. situative Bedingungen, Adressatenerwartungen, Autorabsichten) hergestellt werden müssen und der zudem Grundfähigkeiten vermittelt, dies auch zu tun.
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Unter besonderer Berücksichtigung der Adressatenerwartungen muss der Informant seinen Text verfassen. Damit die Beschreibung des Weges möglichst effektiv ist, sollten markante Punkte (z.B. Gebäude, Plätze) als Orientierungshilfen angeführt werden; Raum- oder Zeitangaben sollten nicht fehlen. Um den Adressaten nicht zu verwirren, sollte auf die Darstellung von Nebensächlichkeiten verzichtet werden. Wesentliches Ziel der Beschreibung ist es also, den Adressaten in die Lage zu versetzen, aus dem Gehörten (oder Gelesenen) eine Vorstellung des zu gehenden Weges zu entwickeln. Die in der Reihe vorgestellten Situationen, aus denen sich Wegbeschreibungstexte ergeben könnten, sind zwar durchaus realistisch; weniger realistisch ist natürlich die Art, wie diese Texte übermittelt werden: Die meisten "Nachfragen" werden wohl mündlich, etwa per Handy, beantwortet, selten in der geforderten schriftlichen Form. Dies ist auch Schülern bewusst. Dennoch akzeptieren sie die an sie gestellten Anforderungen. Selbst wenn sie in ihrer realen Umgebung nicht die hier gewählten Bedingungen vorfinden, sind sie in der Lage, auf die "situativen Einbettungen" entsprechend zu reagieren. Die Unterrichtsreihe könnte bis zur Klassenarbeit zehn Unterrichtsstunden umfassen - je nach Intensität der Behandlung.