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27.01.2010

Europa macht Schule: DAAD-Austauschprogramm

Im Programm "Europa macht Schule" stellen Gaststudierende aus ganz Europa ihr Heimatland in einem Unterrichtsprojekt vor. Koordinator ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD).
 

Der slowenische Wassermann in der Grundschule, ungarische Rechtsprechung zur Sterbehilfe auf dem Gymnasium oder "Bisou, bisou und Sauerkraut", eine Untersuchung deutscher und französischer Lebensart in der 10. Klasse - diese und andere spannende Themen bringen seit Januar ausländische Studierende, größtenteils ERASMUS-Stipendiaten, deutschen Schülerinnen und Schülern nahe. Möglich wird das durch das Programm "Europa macht Schule". Sein Konzept: Gaststudierende aus ganz Europa stellen ihr Heimatland in einem Unterrichtsprojekt vor. So erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke aus erster Hand, und die Studierenden sind in den Alltag ihres Gastlandes eingebunden.

 

Über das Programm

Lebendige Landeskunde
Ziel des Programms "Europa macht Schule" ist die Förderung des europäischen Austauschs. Für beide Seiten sollen kultureller Hintergrund und Lebens- und Denkweisen des jeweils anderen erlebbar werden. In einem gemeinsamen Projekt präsentieren die Gaststudierenden ihre Heimat aus ihrer ganz persönlichen Perspektive. Die Projektarbeiten sind so angelegt, dass sie das Thema möglichst lebendig vermitteln. In den niedrigen Klassenstufen werden zum Beispiel landestypische Tänze und Lieder einstudiert oder Gerichte zubereitet. In den höheren Jahrgängen haben die Projekte intellektuelleren Charakter.

Abschlussveranstaltung
Den Höhepunkt des Programms bildet eine Abschlussveranstaltung, auf der alle Programmteilnehmerinnen und -teilnehmer eines Hochschulstandortes ihre Projektergebnisse präsentieren. Damit wird das Engagement der Beteiligten gewürdigt und Wissen über Europa wie auch über mögliche Projektformen weitergegeben.

Großer Erfolg

Der Verein "Europa macht Schule" initiierte das Programm 2006 als Ergebnis der Konferenz "Was hält Europa zusammen?" Mittlerweile wird es in 27 Städten von deutschen Studierendengruppen durchgeführt, die sich unter dem Dach des Vereins ehrenamtlich engagieren. Sie betreuen Studierende sowie Schulen und organisieren Auftakt- und Abschlussveranstaltungen. Bisher wurden fast 70 Projekte durchgeführt. Mitte 2009 übernahm das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Finanzierung und beauftragte den DAAD mit der Programmkoordination.

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