Chemie, Biologie, Astronomie: Das Rätsel der Aminosäuren

Aminosäuren, die durch Meteoriten und Kometeneinschläge auf die junge Erde kamen, spielten möglicherweise die entscheidende Rolle dafür, dass sich das Leben für die linksdrehende Form der Aminosäuren "entschieden" hat. Bei der Untersuchung dieser spannenden Frage zur Geschichte der Evolution lernen die Schülerinnen und Schüler die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Aminosäuren kennen.
 

Die Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit der Frage des Ursprungs des Lebens und verbindet dabei astronomische Bezüge mit chemischen Grundlagen. Ausgangspunkt ist ein Bericht über die Entdeckung einer Klasse von Aminosäuren in einem Meteoriten, die bei der chemischen Evolution des genetischen Materials eine Schlüsselrolle gespielt haben könnte. Die Grundbausteine des Lebens stammen demnach aus dem All. Die Schüler und Schülerinnen begeben sich im Rahmen einer Stationsarbeit auf einen spannenden Weg, auf dem sie diese Theorie näher beleuchten. Dabei lernen sie Struktur, Nomenklatur sowie die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Aminosäuren kennen. Zudem erfahren sie etwas über die Bedeutung der Aminosäuren in den Sport- und Ernährungswissenschaften. Auch deren Redoxchemie wird berücksichtig. Höhepunkt der Unterrichtseinheit, die bei dem Lehrerwettbewerb Astronomie 2009 von Science von Stage prämiert wurde, ist der Besuch einer astronomischen Einrichtung. Hier erfahren die Lernenden von "echten" Forscherinnen und Forschern mehr über Aminosäuren im Weltall.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen gemäß der EPA

  • im Kompetenzbereich "Fachkenntnisse" Fakten und Begriffe in Bezug auf die Aminosäuren sowie den Zusammenhang zwischen Struktur, Eigenschaften und Verwendung der Aminosäuren kennenlernen.
  • im Kompetenzbereich "Fachmethoden" selbständig Experimente planen, durchführen, beobachten, beschreiben und auswerten.
  • im Kompetenzbereich "Fachmethoden" Hypothesen bilden, Voraussagen formulieren und diese experimentell untersuchen.
  • im Kompetenzbereich "Fachmethoden" den Computer nutzen zur Simulation.
  • im Kompetenzbereich "Kommunikation" chemische Sachverhalte und Erkenntnisse in unterschiedlicher Form(Symbole, Formeln, Gleichungen, Tabellen, Diagramm, Graphen, Skizzen) darstellen.
  • im Kompetenzbereich "Kommunikation" Fachtexte und grafische Darstellungen interpretieren und daraus Schlüsse ziehen.
  • im Kompetenzbereich "Reflexion" chemische Kenntnisse zur Erklärung von Lebensvorgängen nutzen.

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Informationen zur Autorin

Ulrike Dexheimer studierte die Fächer Chemie und Englisch an der Universität Potsdam. Während des Studiums unterrichtete sie ein Jahr an einem privaten Gymnasium, der "City of London School for Boys" in London (UK). Während ihres Referendariats in Potsdam gewann sie den dritten Platz im Lehrerwettbewerb "Spannung in die Schule" 2007 von Science on Stage. Zurzeit unterrichtet sie am Helene-Lange-Gymnasium in Hamburg die Fächer Chemie und Englisch sowie Chemie bilingual in den Sekundarstufe I. 2009 erhielt sie für ihren Beitrag "Das Rätsel der Aminosäuren" eine Auszeichnung im Lehrerwettbewerb "Sternstunden für Ihre Schüler".

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