Pädagoginnen und Pädagogen, die sich in medienpädagogischen Projekten engagieren, haben häufig nicht die finanziellen Mittel für eine Lizenzierung von Musik über die entsprechenden Verwertungsgesellschaften. Ihnen steht häufig nur ein sehr kleines Budget zur Verfügung, um den kreativen Schaffensprozess von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Inzwischen gibt es jedoch Künstler, die ihre Werke kostenfrei über das sogenannte Creative-Commons-Lizenzsystem (CC) zur Verfügung stellen. Via Internet ist es möglich, auf entsprechenden Plattformen die unterschiedlichsten Musikstile zu finden. So können Jugendlichen ohne Probleme die gewünschte Musik kostenfrei nach CC-Regeln für eigene Videos, Podcasts oder Internetseiten nutzen.
In der Broschüre "Freie Musik im Internet" geht der Autor Marco Medkour auf das Phänomen des "Schöpferischen Allgemeinguts" (Creative Commons) ein und erklärt, warum viele Musikschaffende und -anbieter auf Verwertungsgesellschaften verzichten und ihre Werke bewusst kostenfrei im Internet verteilen. "Die vorliegende Broschüre will zeigen, wie man kreativ mit den Möglichkeiten des Web 2.0 umgehen kann, ohne dabei Urheberrechte zu verletzen. Sie informiert Kinder, Jugendliche und vor allem Multiplikatoren, die tagtäglich mit ihnen arbeiten, über rechtliche Hintergründe und alternative Verfahrensweisen. Sie zeigt dabei Quellen kostenfreier Musik auf und gibt Einblick in die Welt der Musik-Communitys und Netlabels," so Professor Dr. Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW.
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