Im Rahmen des Projekts übernahmen beide Kooperationspartner von Beginn an einen Teil der zu bearbeitenden Inhalte. Während die deutschen Jugendlichen deutsche Zeitzeugen befragten, recherchierten die polnischen Jungen und Mädchen die Geschehnisse aus Sicht der ehemaligen polnischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Ziel war es, die Erfahrungen dieser Menschen in eine Botschaft für das Miteinander in Europa zu wandeln.
Interviews mit ZeitzeugenIn Kleingruppen machten die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren in Polen und Deutschland durch ihre Eltern, Großeltern und durch Mund-zu-Mundpropaganda Zeitzeugen aus, die ihnen von ihren Erlebnissen und Erfahrungen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs erzählten. Auf diese Weise konnten die deutschen und polnischen Jugendlichen insgesamt 15 Interviews führen.Auseinandersetzung mit den ErgebnissenIn einem Seminar setzten sich die 100 Jugendlichen mit ihren Rechercheergebnissen auseinander. Sie besuchten unterschiedliche Bildungseinrichtungen, die für das Projekt von Bedeutung sind, wie das Gedenkzentrum des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof und machten eine Tagesexkursion nach Straßburg, um auch das Schicksal polnischer Zwangsarbeiter im besetzten Frankreich zu beleuchten.Erarbeitung einer PräsentationIm Juli 2009 fand ein weiteres Seminar für die Beteiligten des Projekts in Polen statt, bei dem die deutschen und polnischen Ergebnisse zusammengeführt und eine multiperspektivische internationale Präsentation erarbeitet wurde. Die Ergebnisse der deutschen Schülergruppe wurden vor diesem Hintergrund der polnischen Öffentlichkeit präsentiert und auch Wissenschaftlern und ehemaligen Zwangsarbeiterinnen vorgestellt.
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