Die Wahl der Sozialformen innerhalb dieser Stunde orientiert sich, wie die anderen Stunden innerhalb der Einführung auch, an dem Grundkonzept des kooperativen Lernens (Denken-Austauschen-Vorstellen), um eine möglichst hohe Schüleraktivität zu erzielen. Die Lernenden fertigen in dieser Stunde eine Konstruktionsbeschreibung zur Konstruktion eines Dreiecks nach dem Kongruenzsatz WSW an, führen diese aus und präsentieren sie.
HinführungsphaseDie Phasierung der Stunde führt wieder zu vier Abschnitten. In der Hinführungsphase wird an die vorherigen Stunden angeknüpft sowie die heute benötigte Denkweise angebahnt, indem das Wissen der Schülerinnen und Schüler bezüglich der Dreieckskonstruktionen nach dem Kongruenzsatz SSS und SWS aktiviert wird, da zwei Schülerinnen oder Schüler mittels Beamer jeweils ein Dreieck nach der jeweiligen Konstruktionsvorschrift konstruieren und die einzelnen auszuführenden Schritte nennen. Damit die übrigen Schülerinnen und Schüler auch aktiviert werden, erhalten sie den Beobachtungsauftrag zu überprüfen, ob die Dreiecke auch richtig konstruiert sowie die einzelnen Konstruktionsschritte richtig benannt sind. Zur Schaffung von Transparenz und zur Sicherstellung der Voraussetzungen für die Arbeitsphase wird der Lerngruppe innerhalb dieser Phase das Thema der Stunde, die Aufgabenstellung und der Stundenablauf mittels Tafelanschrift mitgeteilt. Dann wird das Arbeitsblatt ausgeteilt, zunächst leise gelesen und dann laut vorgelesen. Zur Vermeidung von Verständnisproblemen werden anschließend Fragen zu der Aufgabenstellung geklärt und die Aufgabenstellung sowie der Stundenablauf von einer Schülerin oder einem Schüler mit eigenen Worten wiederholt.
In der Arbeitsphase fertigt die Lerngruppe in Einzelarbeit eine Konstruktionsbeschreibung zur Konstruktion eines Dreiecks nach dem Kongruenzsatz WSW an. In dieser Phase sind aufgrund der heterogenen Lernvoraussetzungen Differenzierungen eingeplant. Die Tippkarte zur Konstruktionsbeschreibung stellt für schwache Schülerinnen und Schüler eine Hilfemöglichkeit bei der Beschreibung dar (siehe Abb. 2). Schnelle Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, zur Vertiefung und Übung ein weiteres Dreieck mit beliebigen Angaben zu konstruieren und eine Konstruktionsbeschreibung dazu anzufertigen. Diese Phase wird mit einem akustischen Signal beendet.
AustauschphaseIm Rahmen des Austauschs stellen sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig ihre Beschreibungen vor, indem sie diese dem jeweils rechten Sitznachbarn vorlesen, dieser danach das Dreieck konstruiert und umgekehrt. Diese Phase wird ebenfalls mit einem akustischen Signal beendet.
PräsentationsphaseIn der Phase der Präsentation stellen mittels Zufallsprinzip ermittelte Schülerinnen oder Schüler ihre Ergebnisse vor, in dem immer einer seine Beschreibung vorliest und ein anderer die genannten Schritte am Lehrerarbeitsplatz visualisiert. Die übrigen Schülerinnen und Schüler erhalten die Aufträge genau zuzuhören, zuzusehen und den Vorstellenden am Ende ein Feedback hinsichtlich der Formulierung und der Richtigkeit der beschriebenen Schritte zu geben.
Juliane Rux studierte Mathematik und Deutsch für das Lehramt der Sekundarstufe I in Paderborn und unterrichtet seit 2008 an der Eduard-Hoffmann-Realschule in Bad Salzuflen.