Jens Joachim
07.04.2009

Wie nachhaltig ist mein Verhalten?

Mit dem ökologischen Fußabdruck lernen die Schülerinnen und Schüler eine Möglichkeit kennen, eigenes Verhalten auf seine Nachhaltigkeit hin zu bewerten und zu diskutieren.

Eine wissenschaftliche Methode

Um eine effektive Arbeitsweise zu ermöglichen, sollten sich zunächst die Lernenden mithilfe eines Arbeitstextes wesentliche Inhalte erarbeiten. Den Schülerinnen und Schülern muss bewusst gemacht werden, dass es sich hier um eine wissenschaftliche Methode handelt, die nach klar definierten Grenzwerten aufgestellt worden ist. Daher ist die Diskussion über die Grenzen der Methode notwendig und wird durch den Arbeitsauftrag auf dem Arbeitsblatt auch angeregt.

oekologischer_fussabdruck_arbeitstext.pdf
 

    Berechnung des eigenen ökologischen Fußabdrucks

    Für die Berechnung des persönlichen ökologischen Fußabdrucks stehen mehrere Angebote im Internet zur Verfügung.

      Nutzung von WebGIS Sachsen

      Biologische Kapazität

      Für die Erarbeitung der biologischen Kapazität kommt das WebGIS Sachsen zum Einsatz. Die hier vorgehaltenen Daten sind die aktuell verfügbaren vom Herausgeber www.footprintnetwork.org. Der Einsatz eines WebGIS stellt eine effektive Informationsbeschaffungsmethode dar. Da im WebGIS eine Vielzahl von Daten für jedes Land vorliegen, lassen sich so auch Zusammenhänge zu der Art der Länder mit besonders hohem Verbrauch beziehungsweise geringer ökologischer Reserve herstellen. Mit der Erstellung der thematischen Karten unter Nutzung des WebGIS wird die Medienkompetenz geschult, indem neben der inhaltlichen Beschäftigung auch die Klassifizierung und Farbgebung diskutiert werden kann. Da nach Anmeldung die Karten abgespeichert werden können, kann diese Teilaufgabe auch als Hausaufgabe gegeben werden. Die fertigen Karten lassen sich aber auch ohne weiteres über den Druckbefehl in jede Office-Anwendung übertragen.

      Ökologischer Fußabdruck
      Natürlich kann nach Feststellung der unterschiedlichen Regionen auch nach den Ursachen für diese Verteilung gefragt werden. Hier wurde bewusst darauf verzichtet, um dem Gedanken des ökologischen Fußabdrucks stringent zu folgen. Die eigentliche Berechnung stellt einen größeren mathematischen Aufwand dar und sollte nicht zum Gegenstand des Unterrichts gemacht werden. Aus geographischer Sicht sollte es im Wesentlichen darum gehen, die Ergebnisse zu diskutieren und daraus Konsequenzen abzuleiten.

      Voraussetzungen

      Die Schülerinnen und Schüler sollten den Begriff der Nachhaltigkeit kennen. Auch sollten sie über Grundkenntnisse im Umgang mit einem WebGIS verfügen. Die Arbeit mit dem Karteneditor stellt für die meisten Lernenden keine Schwierigkeit dar. Zur Unterstützung können auch die Hinweise zur Kartengestaltung aus der Unterrichtseinheit "Globale Entwicklungsunterschiede differenzieren" genutzt werden.

      Durchführung im Unterricht in drei Teilen

      Teil1 (Arbeitsblatt 1)

      • Erläuterung des Begriffes biologische Kapazität und dessen Abgrenzung zum ökologischen Fußabdruck unter Nutzung der gegebenen Textquelle
      • Erstellung einer thematischen Karte zur globalen Verteilung des ökologischen Potenzials
      • Diskussion der Karte (WebGIS)
      • Ermittlung der Zusammensetzung des ökologischen Fußabdrucks
      • Recherche nach Argumenten gegen das Konzept
      oekologischer_fussabdruck_arbeitsblatt_1.pdf
       

      Teil 2 (Arbeitsblatt 2)

      • Ermittlung des persönlichen ökologischen Fußabdrucks mittels eines Online-Rechners
      • Vergleich und Diskussion der ermittelten Werte mit dem Durchschnittswert für Deutschland
      • Hinführung zum Ländervergleich durch die Auswertung der Weltkarte zum ökologischen Fußabdruck (WebGIS)
      oekologischer_fussabdruck_arbeitsblatt_2.pdf
       

      Teil 3
      Die Fragestellung, inwieweit der ökologische Fußabdruck mit dem ökologischen Potenzial vereinbar ist, führt zur ökologischen Reserve.

      • Erstellung der thematischen Karte zur ökologischen Reserve (WebGIS)
      • Diskussion der Ergebnisse
      • Hinführung zur Notwendigkeit von Maßnahmen für eine nachhaltigere Entwicklung im Sinne der Absenkung des persönlichen Verbrauchs
      • Diskussion zu persönlichen Handlungsänderungen und deren Begrenztheit

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      Umweltbildung & BNE
       
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