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Lingoland - die Sprachen Europas

Lingoland, die europäische mehrsprachige Kinderplattform zum frühen Fremdsprachenerwerb, ermöglicht Kindern das Kennenlernen verschiedener europäischer Sprachen.
 

Fallen Ihnen bei der Bezeichnung "Lingoland" auch die bunten Plastiksteine ein, die ursprünglich aus Dänemark stammen und mit denen man ganze Städte bauen kann? Vielleicht ist diese Assoziation ja beabsichtigt. Tatsächlich bietet Lingoland das Spielen mit verschiedenen europäischen Sprachen an. Unter anderem können die Kinder mit vorgefertigten Sprachbausteinen Sätze bauen.

 

Das Angebot

Für wen?
Die Seite ist vor allem für sechs bis zehn jährige Kinder konzipiert und stellt eine Möglichkeit dar in andere Sprachen hineinzuschnuppern oder besser: hinein zu hören, zu lesen und zu schreiben. Lingoland als Plattform zu bezeichnen, über die Kinder Sprachen lernen können, ist sicherlich überzogen. Aber die Möglichkeit Sprachen kennen zu lernen, das leistet Lingoland in hervorragender Weise.

Von wem?
An der Entwicklung und Realisierung des Projekts haben Partner aus fünf europäischen Ländern mitgearbeitet: Talenacademie, Niederlande / Karls Universität, Tschechische Republik / ALES, Spanien / ARTE-TV, Frankreich / Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e. V., Universum Online AG und Universum Verlag, Deutschland.

Gute Ansätze

Kindgerecht und werbefrei
Wenn man Kinder für ein Internetangebot begeistern will, muss es natürlich kindgerecht aufbereitet sein. Und da waren bei Lingoland Profis am Werk. Die Zeitschrift "Eltern for family" sowie der Computerhersteller Hewlett Packard haben dies honoriert und Lingoland im Jahr 2005 als das beste Online-Angebot für Grundschulkinder im Internet ausgezeichnet. Als beispielhaftem Multimediaprojekt wurde diesem Internetauftritt außerdem das Comenius-Siegel verliehen. Lingoland wurde mit Unterstützung der Europäischen Gemeinschaft im Rahmen des Aktionsprogramms zur Förderung der europäischen Zusammenarbeit im Bildungsbereich (Sokrates) finanziert und erstellt. Und das hat vor allen Dingen einen Vorteil: Das Angebot ist werbefrei!

Für alle Kinder in Europa
Empfangen werden die Kinder von einer Animation, die sie gleich in ihren Bann zieht. Es ist Lingo, ein kleines Weltraummännchen, das in einer fliegenden Untertasse auf den Bildschirm einschwebt und fragt, aus welchem Land man kommt. Spätestens jetzt wird klar, dass Lingoland nicht nur für deutsche, sondern für alle Kinder in Europa gedacht ist. Sie können, so erfahren "die großen" Besucher, erste Fremdsprachenkenntnisse in spielerischer Form erproben und mit gleichaltrigen Kindern aus anderen europäischen Ländern in Kontakt treten. Ein sicherlich sinnvoller Ansatz, wenn man weiß, wie stark die Vermischungen unterschiedlicher Kulturen sind und wie früh Kinder heute schon mit anderen Sprachen und Kulturen in Kontakt kommen.

Angebot  eingeschränkt
Über die eingeblendete Europakarte legen die Kinder zunächst fest, aus welchem Land sie kommen. Anschließend entscheiden sie, welche Sprache sie lernen wollen. Fünf Länder sind anklickbar: Im Rahmen des Sokrates-Programm wurde das Projekt gemeinsam mit Partnern aus Frankreich, Spanien, den Niederlanden, der Tschechische Republik und Deutschland entwickelt. Aus diesem Grund umfasst die Basisversion die Sprachen Französisch, Spanisch, Niederländisch, Deutsch und Tschechisch.

Spielerischer Umgang mit Sprache

Interesse an Sprachen wecken
Zwar ist der eingeschränkte Sprachraum ein Kritikpunkt, aber Europa lebt von seiner Vielfalt, und die kann man anhand der bereits eingestellten Sprachen sehr gut erhören. Dieses speziell auf Kinder zugeschnittene Angebot weckt Interesse an fremden Sprachen und unterstützt einen spielerischen Fremdsprachenerwerb.

Die Angebotspalette
Die Kinder können auf der Lingoland Plattform

  • über eine Iconleiste an einem Sprachenquiz teilnehmen.
  • mit einem Homepage-Baukasten eine eigene Homepage anlegen und die von anderen Kindern erstellten im "Homepage-Hotel" anschauen.
  • in einem kleinen Lexikon Wörter aus anderen Sprachen nachschlagen.
  • ausgewählte europäische Seiten im Internet aufrufen und sich dort weiter informieren.
  • sich mit ihrer Schule für ein Sprachlernprojekt anmelden und mit einer Schulklasse aus den Partnerländern interaktive und didaktische Sprachlernaufgaben im Unterricht erproben.

Im Web

Zum Autor

Matthias Landsberg ist Leiter der Schillerschule in Unna-Massen.

Kooperation
 
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