Demographischer Wandel"Der altersstrukturelle Wandel gehört zu den bedeutendsten gesellschaftspolitischen Herausforderungen in Deutschland und Europa. Verursacht von niedrigen Kinderzahlen und einer weiter steigenden Lebensdauer verändert sich der Altersaufbau der Bevölkerung. Dieses Altern der Bevölkerung ist es, das unsere sozialen Sicherungssysteme vor große Anpassungsprobleme stellt und zu einer Gefährdung des Generationenvertrages führt."Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
Thematischer BezugDie hier beispielhaft erläuterte Nutzung des Kartographie-Werkzeugs "kartografix_schule" setzt ein, nachdem die vorausgegangenen Unterrichtsstunden in den Auftrag mündeten, Indikatoren zur Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland kartographisch aufzubereiten. Diese Unterrichtseinheit kann eingebettet sein in Themen zu räumlichen Disparitäten oder zum demographischen Wandel.
Beispiel Nordrhein-WestfalenDas Kartographiewerkzeug "kartografix_schule" ist immer dann einsetzbar, wenn in verschiedenen Unterrichtssituationen raumbezogene Indikatoren durch thematische Karten verdeutlicht werden sollen. Beispielhaft genannt werden können hier die im Kernlehrplan für das Gymnasium - Sekundarstufe I (G8) in Nordrhein-Westfalen Erdkunde formulierten obligatorischen Inhaltsfelder für die Jahrgangsstufen 7-9:
Der in dieser Unterrichtseinheit beispielhaft gezeigten Anwendung geht der in den vorausgegangenen Unterrichtsstunden erarbeitete Auftrag voraus, Indikatoren zur Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland kartographisch aufzubereiten. Diese Unterrichtseinheit kann eingebettet sein in problemorientierte Fragestellungen zu räumlichen Disparitäten oder zum demographischen Wandel. Die Erstellung der Karten erfolgt an PCs im Computerraum einer Schule, wozu bereits eine Unterrichtsstunde ausreicht, falls die Lernenden mit der Arbeit am PC vertraut sind. Schließlich lernen die Schülerinnen und Schüler, die selbst erstellten Karten zu beschreiben. Dadurch erweitern sie ihre Methodenkompetenz.
Prof. Dr. Norbert de Lange ist Professor für Umweltinformatik und Kommunalplanung am Institut für Geoinformatik und Fernerkundung der Universität Osnabrück und Autor des Buches "Geoinformatik in Theorie und Praxis". Er beschäftigt sich unter anderem mit GIS-Anwendungen in der Stadtplanung. Das Thema "GIS an Schulen" ist ihm seit langem ein besonderes Anliegen.
Christian Plass ist als Diplom Geograph wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geoinformatik und Fernerkundung der Universität Osnabrück. Seine Tätigkeitsfelder umfassen unter anderem die Bereiche E-Learning (ehemals Mitarbeit im Projekt Fernstudienmaterialien GeoInformatik), Einsatz neuer Medien sowie GIS im Allgemeinen.