Begrüßung und VorstellungsrundeJede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer sagt kurz den eigenen Namen, wie viele Handys in seinem oder ihrem Besitz sind oder waren und welche Handymarke mit welcher Vertragsart momentan genutzt wird.
Posterabfrage "mein Handy"Die Schülerinnen und Schüler kommentieren kurz per Punktevergabe ihre Vorstellungen zu Handyfunktionen. Anschließend diskutiert die Gruppe kurz über die Ergebnisse: Welche Wünsche und Vorstellungen liegen vor, sind sie realistisch und welche Konsequenzen könnten diese haben? Zum Beispiel, dass vieles zu Lasten des Taschengeldes geht; dass es einige Funktionen noch nicht gibt, wie zum Beispiel Ausdrucken oder Spiegel. Anhand einer Postkarte, die ein Handy mit Rasiererfunktion darstellt, diskutieren die Jugendlichen, welche Visionen wünschenswert sind.
Das Arbeitsblatt zeigt eine Postkarte, auf der ein Handy mit Rasiererfunktion abgebildet ist.Dateigröße: 367 KB
Diese Vorlage kann für die Posterabfrage "mein Handy" verwendet werden.Dateigröße: 141 KB
Rasende technische EntwicklungDie Schülerinnen und Schüler erhalten auf je einem DIN A4 Blatt Erläuterungen zu einer bestimmten Handyfunktion (zum Beispiel erstes Handy, SMS oder Handy mit Radio). Diese ist in kurzen Worten erklärt und mit verschiedenen Grafiken illustriert. Die Schülerinnen und Schüler lesen sich die Informationen durch. Danach wird in der großen Runde die Überlegung angestellt, in welcher Reihenfolge die Funktionen entwickelt und auf den Markt gebracht wurden. Dies kann an der Tafel oder auf einem Plakat festgehalten werden. Anhand dieser Methode lässt sich die immer rasanter werdende Entwicklung der Handyfunktionen gut veranschaulichen.
Das PDF zur Handy-Historie enthält die Arbeitsblätter mit der Erläuterung der einzelnen Handyfunktionen und eine Übersichtsliste zur zeitlichen Entwicklung für die Gruppenleitung.Dateigröße: 1686 KB
Immer neue BedürfisseDa immer mehr und verbesserte Handyfunktionen auf den Markt gebracht werden, wächst der Wunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher, immer das neueste und beste Handy zu haben. So werden alte Handys zugunsten neuerer schnell weggeworfen und der Berg an Handyschrott wird immer größer. Anschließend kann die Frage nach dem Zukunftshandy gestellt werden und ein Brainstorming an Hand verschiedener Fragen angeregt werden:
Rollenspiel nach festen RegelnDie Schülerinnen und Schüler teilen sich in zwei Gruppen auf, die in einem regelgebundenen Rollengespräch kontrovers die Vor- und Nachteile des Handys diskutieren sollen.
Argumente sammelnDie Gruppen sammeln zehn Minuten lang Argumente. Zu beachten ist dabei: Welche Argumente könnten die "Gegner" haben und was kann man dem entgegnen? Die Diskussion erfolgt nach folgenden Gesprächsregeln: Eine Person aus Gruppe 1 bringt ein Argument. Eine Person aus Gruppe 2 meldet sich, wiederholt das Argument und bringt ein gutes Gegenargument. Es besteht die Möglichkeit, dass Gruppe 1 noch einmal dagegenhält (allerdings nur begründet!). Dann bringt Gruppe 2 ein Argument und so fort.
Das Arbeitsblatt enthält die Aufgabenstellung für Battle I.Dateigröße: 360 KB
Impuls durch die WorkshopleitungDie Workshopleitung eröffnet die Diskussion mit kurzen, einführenden Worten, zum Beispiel: "Egal wo man heutzutage hinschaut, fast überall sieht man Menschen mit ihrem geliebten Handy in der Hand. Die einen telefonieren, die anderen spielen oder hören Musik. Man gewinnt fast den Eindruck, sie können ohne ihr Handy gar nicht mehr leben! Warum ist Gruppe 2 dennoch der Meinung, dass man auf Handys verzichten könnte?"
Wer gewinnt das Streitgespräch?Die Workshopleitung protokolliert während des Streitgesprächs die Argumente und Gegenargumente und fasst die Ergebnisse am Ende kurz zusammen. Hierbei ist die Argumenten- und Protokollfolie nutzbar, sie kann auch auf Overheadfolien kopiert und so für alle transparent gestaltet werden.
Teil 1: BestandteileDie Schülerinnen und Schüler bauen gemeinsam ein Handy auseinander und illustrieren auf einem Plakat die einzelnen Bestandteile. Anschließend überlegen sie, welche Funktionen diese Bestandteile erfüllen und aus welchen Rohstoffen diese bestehen könnten. Ein Arbeitsblatt mit Fakten zu giftigen Bestandteilen soll die Jugendlichen für das Thema Recycling sensibilisieren.
Hier erfahren die Jugendlichen, welche Bauteile des Handys die Umwelt besonders belasten.Dateigröße: 266 KB
Teil 2: Der Rohstoff Coltan - Ausbeuterischer AbbauAnhand eines Textes (siehe Arbeitsblatt) sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in den Coltan-Abbaugebieten diskutieren. Coltan ist eine in Afrika gebräuchliche Bezeichnung für ein Erz, das zwei Metalle enthält: Columbium (auch als Niobium bezeichnet)und Tantalum (Tantal) und . Dieses Erz eignet sich gut für die Minikondensatoren in Handys. Die Abbaubedingungen dieses Erzes sind in den letzten Jahren verstärkt in die Kritik geraten. Zum Abschluss erfolgt eine kurze Statement-Runde der Jugendlichen.
Ein Sachtext informiert über Kinderarbeit und Hungerlöhne in afrikanischen Coltan-Minen.Dateigröße: 175 KB
Die Schülerinnen und Schüler sammeln Argumente, warum das Handy nicht in den Hausmüll gehört und stattdessen recycelt werden sollte. Ihre Argumente sammeln sie auf Arbeitsblättern und gegebenenfalls auf einem Plakat. Um weitere Pro-Recycling-Argumente zu sammeln, können die Schülerinnen und Schüler Informationstexte lesen (zum Beispiel zu den Themen: Handyschrott, giftige Handybestandteile, WEEE-Richtlinie, Recyclingkampagne "Schlafhandys"). Alternativ können sie auf entsprechenden Internetseiten, zum Beispiel Handy-Trendy oder Wikipedia, recherchieren. Anschließend präsentieren sie im Plenum ihre jeweiligen Rechercheergebnisse.
Auf diesem Arbeitsblatt können die Schülerinnen und Schüler Argumente sammeln.Dateigröße: 135 KB
Das Informationsblatt widmet sich dem Thema Handy-Schrott.Dateigröße: 252 KB
Die Jugendlichen erfahren hier, welche Gesetze gegen Elektronikschrott und Schadstoffbelastung vorgehen.Dateigröße: 228 KB
Handy-Recycling für einen guten Zweck: Die Initiative "Schlafhandys" ist Gegenstand diese Informationsblatts.Dateigröße: 406 KB
Die Schülerinnen und Schüler teilen sich wieder in zwei Gruppen auf, die in einem regelgebundenen Rollengespräch die Standpunkte "Mein altes Handy gebe ich nicht her" und "Alte Handys muss man recyceln" argumentativ vertreten sollen. Die jeweils andere Gruppe versucht dabei zu kontern. Welche Argumente sind die schlagkräftigsten?
Das Arbeitsblatt enthält die Aufgabenstellung für Battle II.Dateigröße: 360 KB
Teil 3: ProduktionDie Schülerinnen und Schüler überlegen sich, welche Arbeitsschritte von den Rohstoffen über die Entwicklung, Produktion und Vertrieb nötig sind, um ein Handy zu produzieren und eine möglichst hohe Stückzahl zu verkaufen. Die Ergebnisse des Brainstormings werden auf einem großen Plakat festgehalten.
Teil 4: Wer verdient was?Anhand der einzelnen Produktionsschritte lassen sich die wichtigsten Personen- und Arbeitsgruppen bestimmen, die an der Handyherstellung beteiligt sind:
Die Liste kann muss noch nicht vollständig sein. Dennoch geben die Schülerinnen und Schüler einen Tipp ab, wer am meisten und wer am wenigsten verdient.
Ungleiche Verteilung der GewinneIm Anschluss an die Diskussion präsentiert die Gruppenleitung die Auflösung:
Die Ergebnisse des Brainstormings können auf einem großen Plakat festgehalten werden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer informieren sich über die Handyrecycling-Schritte. Dazu können sie einen Informationstext lesen. Anschließend können die wichtigsten Schritte auf Fragebögen gesammelt und auf einem Plakat zusammengefasst werden.
Fragen zum Thema Handy-Verschrottung leiten die Recherche der Schüler.Dateigröße: 263 KB
Hier sind Leitfragen zum Thema Wiederverwertung aufgeführt.Dateigröße: 262 KB
Im Anschluss an die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Thematik Handyproduktion und -recycling kann diese auf unterschiedliche Art und Weise vertieft werden. Je nach Zeitumfang, Ausstattung und Zielsetzung können unterschiedliche Ergebnisse erarbeitet werden. Mögliche Produkte sind zum Beispiel:
Die Produkte sollten zum Abschluss des Projektes im Plenum präsentiert werden. In dem hier dokumentierten Projekt organisierten die Schülerinnen und Schüler eine Handyrecycling-Kampagne an der Schule und erstellten Beiträge für die Internetseite Handy-Trendy, eine Informationsseite von Jugendlichen für Jugendliche. Es empfiehlt sich, einen weiteren Projekttag einzuplanen. So kann der Abschluss des Projektes einen entsprechenden Rahmen bekommen.
Alle Arbeitsblätter zum Thema Produktion in einem ZIP-Archiv zum Herunterladen. Zum Entpacken des ZIP-Archivs benötigen Sie ein Packprogramm, zum Beispiel FilZip.Dateigröße: 2964 KB
Diese Checkliste hilft Ihnen dabei, alle notwendigen Materialien für den Workshop Produktion und Recycling zur Hand zu haben.Dateigröße: 210 KB