Der Anspruch des obigen Satzes hat an Aktualität nichts verloren. Es ist der erste Satz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, deren 60-jähriges Jubiläum die Weltgemeinschaft 2008 feiert. Amnesty International und Stiftung Lesen stellen mit einer bundesweiten Kampagne für weiterführende Schulen brisante Themen zur Diskussion: Unter dem Titel "Wissen gegen Willkür" sind Schülerinnen und Schüler ab sofort aufgerufen, einen kritischen, persönlichen Blick auf den Stellenwert der Erklärung in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben zu werfen - auch direkt hier in Deutschland. Textbezogene Techniken wie Recherche in verschiedenen Medien, Analyse von schriftlicher und mündlicher Kommunikation oder kreative Umsetzung von Inhalten sind hierbei von entscheidender Bedeutung.
48-seitige BroschüreDamit Menschen sich in der Gesellschaft engagieren, müssen Fakten erfahrbar sein und einen persönlichen Bezug ermöglichen. Genau hier knüpft das Projekt an: Es zeigt in einer 48-seitigen Broschüre auf, wo die Umsetzung der Menschenrechte - auch in der demokratischen westlichen Welt - eine größere Rolle spielen sollte und was jeder einzelne für mehr Gerechtigkeit tun kann.Unrecht hautnahThemen wie Folter, Todesstrafe, Asyl oder Rechte von Kindern bekommen im Unterricht ein Gesicht, wenn sie anhand von Schicksalsberichten, eigenen Recherchen, Rollenspielen oder im Austausch mit Amnesty International-Mitgliedern vor Ort erarbeitet werden. Neben der Broschüre umfasst das Materialpaket zum Projekt ein Plakat mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie ein Aktionsposter.
Beitragsform frei wählbarKreativität ist bei dem begleitenden Wettbewerb zur Schulkampagne gefragt: In Form von persönlichen Beiträgen - seien es Texte, Videos, Kompositionen oder Filme - können Schülerinnen und Schüler hierbei ihre Gedanken zum Thema Menschenrechte zum Ausdruck bringen. Einsendeschluss ist am 30. September. Die Gewinner reisen nach Berlin und sind bei einer großen Aktion von Amnesty International dabei.