Die Schülerinnen und Schülern müssen entscheiden und handelnDurch ein Planspiel werden reale Situationen simuliert und Entscheidungsprozesse nachgeahmt. Ziel ist es, die Situation zu einer Lösung zu bringen. Am Modell einer (vereinfachten) Situation werden von den Schülerinnen und Schülern Handlungsentscheidungen gefordert und deren Auswirkungen geprüft. Interessengegensätze zwischen Personen und/oder Institutionen stehen dabei vorwiegend im Fokus. Komplexe Zusammenhänge und Prozesse werden vereinfacht, überschaubar und transparent gemacht.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen miteinander in Kontakt tretenGruppenarbeit ist die bevorzugte Sozialmethode des Planspiels. Das verlangt nach Kommunikation und Interaktion zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch vor der eigentlichen Entscheidung. Diese Prozesse finden innerhalb der Gruppen statt, damit diese erst einmal eine einheitliche Position entwickeln. Interaktion zwischen den Gruppen befördert das Spiel: Die Gegner identifizieren sich, verschärfen ihren Konflikt und testen ihre Reaktionen. Ebenso ist denkbar, dass sie Kooperationen eingehen oder Bündnisse schließen, um eine Entscheidung herbeizuführen.
Problemlösung steht im MittelpunktIm Mittelpunkt des Planspiels befindet sich das zu lösende Problem. Intention ist nicht, Wissen abzufragen, dennoch ist Wissen notwendig, um den Herausforderungen des Spiels bestehen zu können. Aus diesem Grund werden Planspiele üblicherweise im Unterricht erst dann durchgeführt, wenn die Schülerinnen und Schüler bereits über eine gewisse Basis an Informationen zu einem Thema verfügen.
Folgende Phasen lassen sich in einem komplexen Planspiel im Unterricht unterschieden:
Folgende Unterlagen sind zur erfolgreichen Durchführung eines Planspiels notwendig: