Ausgewogene ZusammenarbeitAufgrund der Komplexität mancher Aufgaben und der Unerfahrenheit mancher Lernender im Umgang mit authentischen Internetseiten empfiehlt sich eine Beschäftigung mit der Internetseite in Partnerarbeit, wobei klar geregelt werden muss, dass die Aufgaben gerecht verteilt werden, sich beide Partner mit dem Aufschreiben abwechseln und beide abwechselnd durch die Seite navigieren dürfen. Dass die Arbeitssprache in diesem Fall eher Deutsch sein dürfte, ist vertretbar, ist doch mit dem hohen Anspruch hinsichtlich des Verständnisses der Texte auch eine häufige Verstehenssicherung sinnvoll.
Internetrallye im Random-PrinzipAuf jeden Fall sollte vermieden werden, über die Arbeitsmaterialien 3 bis 5 eine Internetrallye nach der anderen "abzuarbeiten". Bei einem solchen Vorgehen würde spätestens bei der Bearbeitung der zweiten Rallye das Interesse spürbar nachlassen. Denkbar ist zum Beispiel, dass sich die Lernenden nach der Bearbeitung der ersten Rallye in einem ausführlichen Plenumsgespräch ihre Ergebnisse gegenseitig mündlich vorstellen.
Präsentation der ErgebnisseDie zweite Rallye kann ausgewertet werden, indem die Schülerinnen und Schüler angehalten werden, ihre Ergebnisse so aufzubereiten, dass sie vor der Klasse präsentiert werden. Hierzu kann das Arbeitsblatt einzelner Präsentierender auf eine OHP-Folie kopiert werden. Praktischer ist es noch, wenn die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse direkt in einem Text-Dokument festhalten und anschließend mithilfe eines Beamers präsentieren. Besonders leistungsstarke Lerngruppen könnten auch dazu motiviert werden, ausschließlich mithilfe eines Stichwortzettels und entlang der Internetseite zu präsentieren.
Straßburg real erlebenWenn im Anschluss an die Arbeit mit dem Internetportal tatsächlich ein Besuch der Stadt Straßburg ansteht, können die Ergebnisse aus der dritten Rallye gezielt genutzt werden, um das Ausflugsprogramm vor Ort zu planen. Die Lerner sollten in diesem Fall ihre Ergebnisse auf DIN A6-Karten schreiben, die dann auf einem zentralen Plakat zusammengefasst werden und der weiteren Planung dienen.
Zum Abschluss der Einheit ist es dringend ratsam, mit den Schülerinnen und Schülern ein Auswertungsgespräch zu führen, in dem diese gezielt Schwierigkeiten aber auch Lösungswege und Strategien benennen können. Somit entwickeln die Lernenden allmählich die Fähigkeit, über ihren eigenen Kompetenzzuwachs (sprachlich, interkulturell, methodisch) Auskunft zu geben. Diese Form der Selbstreflexion ist für nachhaltigen Kompetenzerwerb von elementarer Bedeutung und gelingt umso besser, je früher die Jugendlichen mit solchen Verfahren in Berührung kommen.
Alexander Kraus ist hauptamtlicher Ausbildungsleiter für das Fach Französisch sowie für den Ausbildungsbereich "Einsatz von Medien und Methoden im Unterricht" am Studienseminar für Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen in Gießen (Hessen).