Gestaltungskompetenz

Transfer-21 fördert mit Projektangeboten und Unterrichtsmaterialien zehn Teilaspekte der Gestaltungskompetenz, die sich am Raster der OECD orientieren. Sie sollen den Lernenden ermöglichen, ganzheitlich zu denken und nachhaltig zu handeln.

Die Gegenwart verstehen, die Zukunft gestalten

Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft machen

Gestaltungskompetenz soll Schülerinnen und Schüler fit für die zukünftigen Herausforderungen machen. Gleichzeitig sollen sie lernen, die Auswirkungen des eigenen Handelns einzuschätzen. Gestaltungskompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung erkennen und Wissen über nachhaltige Entwicklung anwenden zu können. Die Lernenden sollen aus Gegenwartsanalysen und Zukunftsstudien Schlussfolgerungen über ökologische, ökonomische und soziale Entwicklungen ziehen. Dabei sollen ihnen auch wechselseitige Abhängigkeiten bewusst werden. Basierend auf diesem Verständnis sollen die Schülerinnen und Schüler Entscheidungen treffen, verstehen und umsetzen können, mit denen sich nachhaltige Entwicklungsprozesse verwirklichen lassen.

Unterrichtseinheiten zu den Teilkompetenzen
Das Unterrichtsmaterial aus dem Projekt Tansfer-21 ist zehn Teilkompetenzen zugeordnet, die sich an das Kompetenzraster der OECD anlehnen. Das Material deckt drei große Bereiche ab:

  • Sach- und Methodenkompetenz
  • Sozialkompetenz
  • Selbstkompetenz

1. Weltoffen und neue Perspektiven integrierend Wissen aufbauen

Die Schülerinnen und Schüler können Konzepte zur Nachhaltigkeit in Politik und Gesellschaft benennen, die Perspektive von Entscheidungsträgern einnehmen und deren Handeln bewerten. Sie beschreiben und beurteilen kulturelle und ökologische Vielfalt.

Beispiel für ein Unterrichtsprojekt

2. Vorausschauend denken und handeln

Die Lernenden kennen Methoden der Zukunftsforschung, die an ihre Lebenswelt anknüpfen, zum Beispiel Planspiele und Zukunftswerkstätten. Sie setzen sie ein, um Probleme nicht nachhaltiger Entwicklungen zu analysieren und zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln selbst Ideen, wie sich ökologische Systeme, soziale Gerechtigkeit, ökonomische Entwicklungen und politisches Handeln in Bezug auf Nachhaltigkeit verbessern lassen.

3. Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben den Aufbau und die Funktion der Biosphäre, sie erklären Unterschiede zwischen erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energiequellen. Sie kennen die Probleme der Globalisierung und von Ländern in ihren unterschiedlichen Entwicklungsstadien und können die Bedeutung grundlegender Menschenrechte und völkerrechtlicher Konventionen beurteilen. Die Lernenden analysieren Zusammenhänge von Ökologie, Ökonomie, Politik, Konflikten, Armut und Gewalt und beurteilen Konzepte und Visionen von sozialer Gerechtigkeit.

Beispiel für ein Unterrichtsprojekt

4. Gemeinsam mit anderen planen und handeln können

In der Gruppe analysieren die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Standpunkte zur Nachhaltigkeit auf ihre Hintergründe. Sie können Meinungsverschiedenheiten demokratisch austragen. Vorurteile, Feindbilder und Formen der Diskriminierung werden erkannt, aber auch Möglichkeiten, gegen sie einzutreten. Die Lernenden nennen soziale, ökonomische und politische Gründe für Menschenrechtsverletzungen und Wege des Engagements und des solidarischen Handelns.

5. An Entscheidungsprozessen partizipieren können

Die Lernenden beschreiben Solidarität und Zukunftsvorsorge für Mensch und Natur als gesellschaftliche Aufgabe. Sie veranschaulichen, wie gemeinsames Handeln Probleme mangelnder Nachhaltigkeit lösen kann. In Form von Planspielen oder Mediationen ermitteln sie Verfahren, wie sich Gruppen über Ziele und Prozesse verständigen und Konflikte bewältigen können.

6. Andere motivieren können, aktiv zu werden

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben eigene und gemeinsame erfolgreiche Lernpfade im Kontext der Nachhaltigkeit und stellen dar, wie sie und andere sie für weiteres Lernen nutzen können. Motive für eine Teilhabe an demokratischen Entscheidungsprozessen und an nachhaltigem Handeln sind ihnen bekannt. Die Lernenden beschreiben und beurteilen Formen gemeinsamen Engagements gegen Armut, Diskriminierung oder Umweltrisiken.

Beispiele für ein Unterrichtsprojekte

7. Die eigenen Leitbilder und die anderer reflektieren können

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Lebensweisen, die sich an einem nachhaltigen Konsum orientieren, umwelt- und sozial verträgliche Mobilität und Freizeitgestaltung fördern sowie die Gesundheit sichern. Die Lernenden wissen, dass Herstellungs- und Verkaufsbedingungen wie Kinderarbeit, fairer Handel oder Bio-Anbau für Kaufentscheidungen wichtig sind. Vor diesem Hintergrund können sie ihren eigenen Lebensstil und den anderer kritisch hinterfragen.

8. Selbstständig planen und handeln können

Die Lerngruppe kennt ihre persönlichen Rechte, Bedürfnisse und Interessen, aber auch deren Grenzen vor dem Hintergrund der Rechte anderer Menschen und künftiger Generationen. Sie weist mit einem Projekt zur Nachhaltigkeit eigene Erfahrungen mit selbstständiger Planung und selbstständigem Handeln nach. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen eigene Lebenspläne und beschreiben persönliche Projekte unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit.

Beispiel für ein Unterrichtsprojekt

    9. Empathie und Solidarität für Benachteiligte zeigen können

    Die Lernenden wissen, was es bedeutet, individuell, sozial, wirtschaftlich und politisch Verantwortung zu übernehmen. Sie stellen Möglichkeiten dar, Empathie und Solidarität mit benachteiligten Menschen und Gemeinschaften zu üben. Sie entwickeln Möglichkeiten, diese Gedanken gezielt auch anderen zu vermitteln.

    Beispielhaftes Unterrichtsmaterial

    10. Sich motivieren können, aktiv zu werden

    Die Schülerinnen und Schüler können bewerten, wie sie mit Zwangslagen, Ungewissheiten und offenen Situationen umgehen. Sie beschreiben ihre Motivationen für die Teilhabe an demokratischen Entscheidungsprozessen und an nachhaltigem Handeln. Verfahren der Selbstmotivation wenden sie an, um sich für nachhaltige Wirtschafts- und Lebensformen zu engagieren.

    Dienstag, 24.05.16
     
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