Matthias Kaiser
06.12.2004

Kommentar: Prager Frühling

Neben den Unruhen in der DDR 1953 und dem Ungarnaufstand 1956 war der Prager Frühling die dritte große Protestbewegung gegen die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in den Staaten des Warschauer Pakts.
 

Verschiedene Forderungen nach Reformen im wirtschaftlichen oder kulturellen Bereich mündeten schließlich in den Augustunruhen auf den Straßen Prags, die mit militärischer Gewalt blutig niedergeschlagen wurden.

Die Beschäftigung mit den Ereignissen des Prager Frühlings ist exemplarisch für den Ost-West-Konflikt und das politische System in den von der Sowjetunion abhängigen Staaten und somit für den Politik- und Geschichtsunterricht interessant. Daher ist eine parallele Durchführung in den beiden Fächern gut möglich.

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • die Entwicklung der tschechischen Reformbewegung in den 60er Jahren recherchieren,
  • den Prager Frühling als Beispiel für eine Protestbewegung in den ehemaligen "Satellitenstaaten" kennen lernen,
  • die Ziele der Reformer vor dem Hintergrund des damaligen politischen Systems in den Ostblockstaaten nachvollziehen,
  • anhand von selbst verfassten Zeitungsartikeln die unterschiedlichen Reaktionen auf die Proteste handlungsorientiert umsetzen,
  • sich so der "Spaltung" Europas während des Kalten Krieges bewusst werden,
  • die Subjektivität der Medienberichterstattung durch selbständige Produktion derartiger Texte erkennen,
  • ihre Ergebnisse mit zeitgenössischen Darstellungen vergleichen,
  • die Reaktion des Warschauer Paktes und die Mechanismen der Niederschlagung erarbeiten,
  • sich der Folgen für die Reformbewegung in den osteuropäischen Staaten bewusst werden.

Kurzinformation

ThemaDer Prager Frühling
FachGeschichte / Politik
Zeitaufwandcirca 6-8 Stunden
ZielgruppeSekundarstufe II
Technische voraussetzungenInternetzugang für je zwei Personen, lo-net²-Account

Didaktisch-methodische Hinweise

Die Unterrichtseinheit setzt drei Schwerpunkte, welche von den Schülerinnen und Schülern auf unterschiedliche Art und Weise zu erarbeiten sind:

  • Die selbständige (Internet-)Recherche zu den Voraussetzungen und Ursprüngen der tschechischen Reformbewegung in den 60er Jahren.
  • Die handlungsorientierte Auseinandersetzung mit den Augustereignissen in Prag und der Reaktion des Auslands auf die Niederschlagung.
  • Die Auseinandersetzung mit der Reaktion der Sowjetunion und den Folgen für die Reformer in den osteuropäischen Staaten.
  • Ablauf des Unterrichts
    Ausführliche Hinweise zu Verlauf und Aufbau des Unterrichts der Lektion "Prager Frühling".

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